Dossier Risiko – Lawinenprävention in Diskussion

Der Bergwinter steht vor der Tür – und mit ihm die bekannten Gefahren durch Lawinen, die beim Tourenskigehen, Freeriden oder Schneeschuhwandern im freien Gelände drohen. ICH LIEBE BERGE möchte einen Beitrag zur Diskussion darüber leisten, wie wir mit diesen Gefahren sinnvoll umgehen können bzw. sollten: gilt es, weiter die heute gängigen Präventionstools (Reduktionstmethode, Stop-Or-Go etc.) noch konsequenter zu schulen und den Umgang mit der Standardausrüstung (LVS, Schaufel und Sonde) zu vermitteln? Oder sollte eher auf die Ausbildung einer Erfahrenheit in der Situationseinschätzung und damit verbunden auf qualifizierte «Bauchentscheidungen» gesetzt werden? Braucht es diesbezüglich international einheitliche Richtlinien und Verfahren? Sollte beim Equipment aufgerüstet werden? Sollte es mehr Verbote geben? Oder ist eine gewisse Zahl an Unfalltoten schlicht hinzunehmen, im Sinne einer kompromisslosen „no risk – no fun“-Haltung?

Soweit nur einige Fragen, die im gegenwärtigen Diskurs zum Thema im Raum stehen.

Unterschiedliche Meinungen dazu sollen zu Wort kommen. Um allerdings nicht allein auf einer eher technischen Ebene die Pro- und Kontraargumente für spezifische Methoden oder Ausrüstungsstandards zu verhandeln startet unser Dossier mit dem grundlegenden Text «Risiko als Risiko» von Jens Badura, der die Debatte zur Lawinenprävention selbst in einen grösseren Kontext stellt und kritisch befragt.

Vor diesem Hintegrund wurden und werden verschiedene ExpertInnen zum Thema befragt – und alle Interessierten eingeladen, sich mit Kommentaren an der Diskssion zu beteiligen.

Rüdiger Flothmann & Jens Badura im Jänner 2016