bfu rät zu vorsichtigem Verhalten abseits gesicherter Pisten und Routen

Immer mehr Wintersportler suchen das Vergnügen abseits gesicherter Pisten und Routen. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung will mit drei neuen Informations-broschüren dazu beitragen, dass Gefahren in ungesichertem Gelände frühzeitig erkannt und Risiken reduziert werden können. 

Die Wintersportsaison steht vor der Tür. Neben Tourenskifahrern sind je länger je mehr auch «Freerider» (Variantenfahrer) und Schneeschuhläufer in unberührten Schneelandschaften unterwegs. Doch abseits gesicherter Pisten und Routen gibt es Risiken wie die Absturz- und besonders die Lawinengefahr. In der Schweiz sterben jährlich rund 20 Schneesportler durch Lawinen: Rund 30 Prozent waren als Freerider und 60 Prozent als Tourengänger unterwegs. 90 Prozent haben die Lawine selbst ausgelöst, und zwei von fünf Wintersportlern, die von einer Lawine ganz verschüttet wurden, kamen dabei ums Leben.

Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hat für die Wintersportaktivitäten Tourenskifahren, Tiefschneefahren und Schneeschuhlaufen neue Informationsbroschüren publiziert. Darin finden Wintersportler Informationen und Hinweise, die mithelfen, dass Risiken frühzeitig erkannt und Gefahren reduziert oder vermieden werden können. Dabei setzt die bfu auf die Eigenverantwortung der Sportlerinnen und Sportler und rät zu einer vorsichtigen Grundhaltung sowie zum Einbau einer Sicherheitsreserve.

Wenn man nicht über die nötigen Lawinenkenntnisse und genügend Erfahrung verfügt, bedeutet dies zum Beispiel:

  • Beim Tiefschneefahren oder Schneeschuhlaufen spätestens ab Gefahrenstufe 3 (blinkende Warnleuchten im Schneesportgebiet) gesicherte, gelb markierte Abfahrtsrouten bzw. signalisierte Schneeschuhrouten benützen.
  • Auf Skitouren eine Route mit kleinem Risiko nehmen. Das heisst in mässig steilem Gelände bleiben oder eine bfu-Plaisir-Tour wählen.
  • Einen Lawinenkurs besuchen, sich über die aktuellen Verhältnisse informieren und die Notfallausrüstung mitnehmen.
  • Sich lawinenkundigen Profis oder erfahrenen Leitern anschliessen.

Dokumente

Quelle: bfu