Test ABS Vario Base Unit
5.2 Bewertung
PRO
  • sehr bewährtes Lawinenairbag-System (trotz Rückrufaktion)
  • dank unterschiedlichster Zip-Ons ist er für verschiedenste Winteraktivitäten anpass- und einsetzbar
  • guter Tragekomfort
CONTRA
  • bei viel Gewicht im Rucksack nimmt der Tragkomfort der ABS Vario Base Unit deutlich ab
  • relativ schwer
  • zu viel «Bling Bling»
  • Preis-Leistungs-Verhältnis mittel
Testurteil
Die ABS Vario Base Unit im Test – bringt sie mehr Sicherheit oder mehr Risikobereitschaft? Diese Frage beantworte ich nicht, aber unter den Lawinenairbags ist ABS führend. Das ABS-System ist bewährt und die ABS Vario Base Unit durch die Zip-ons flexibel einsetzbar.
Funktion5.6
Qualität/Verarbeitung5.8
Gewicht4.5
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung5

Fakten

ABS Vario Base Unit + Auslöseeinheit Carbon, Farbe schwarz, Grösse L

  • Gewicht der ABS Vario Base Unit + Griff + gefüllte Carbonpatrone (ohne Zip-On) 2365 g nachgewogen
  • Material: keine Angaben

Angaben vom Hersteller:

Die vielfältige Vario Base Unit mit dem erprobten ABS® TwinBag System bietet durch zwei Airbags doppelten Schutz und eine optimale Auflagefläche. Das Anbringen von verschiedenen Zip-ons von 8-45L ermöglicht uneingeschränkte Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten. Die Base Unit wird mit einem 8L Zip-on in red-orange ausgeliefert.

Ultraleichte Carbon-Patrone für maximale Gewichtsreduzierung und Auslösegriff.

Das erprobte ABS® TwinBag System bietet durch zwei Airbags doppelten Schutz und eine optimale Auflagefläche. Durch Form und Positionierung der ABS® TwinBags wird die Chance an der Lawinenoberfläche zu bleiben deutlich erhöht. Das Anbringen von verschiedenen Zip-ons von 8-45L ermöglicht uneingeschränkte Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten, ohne systemrelevante Teile umzubauen.

  • ABS® TwinBags mit 170L Auftriebsvolumen für optimale Auflagefläche
  • einen anzippbaren 8L Packsack
  • eine gut zu erreichende Griffplatte mit Auslösegriff, die höhenverstellbar und in einer Linkshänderversion erhältlich ist
  • einen angenehm gepolsterten Hüftgurt für gute Lastenaufnahme
  • einen stufenlos höhenverstellbaren Brustgurt
  • ergonomisch geformte Schulterträger
  • einen integrierten Schrittgurt
  • wasserabweisende und gepolsterte Rückenplatte
  • das Gurtgerüst entspricht den TÜV-Anforderungen für extreme Beanspruchung (PSA Richtlinien 89/686 EWG).

Für eine optimale Passform gibt es die Vario Base Unit in zwei unterschiedlichen Rückenlängen: Die Größe L ist ab einer Rückenlänge von 46 cm (Oberkante Hüfte bis Oberkante Schulter) die richtige Wahl, Größe S eignet sich bei einer Rückenlänge von bis zu 49 cm.

Auslöseeinheit Carbon – ultraleichte Carbon-Patrone für maximale Gewichtsreduzierung und Auslösegriff.

  • extrem leichte ABS® Hightech-Patrone
  • Gewichtsersparnis von ca. 50 % gegenüber der Stahlpatrone
  • Kohlefaserummantelt
  • hochfest mit Berstdruck von mind. 1020 bar
  • Gewicht gefüllt: ca. 280 g
  • wiederbefüllbar sowie schnell und einfach austauschbar
  • Made in Germany
  • Garantie 2 Jahre (verlängerbar auf 4 Jahre)

Praxistest ABS Vario Base Unit

Grundsätzlich stellt sich bei einem Lawinenairbag die Frage, inwieweit es für jeden persönlich Sinn macht, sich einen zu kaufen. Wie viel Sicherheit er abseits von Pisten bietet, möchte ich hier nicht näher beschreiben. Dazu gibt es inzwischen gute Studien.

Für mich ist klar, der Lawinenairbag ist ein fester Bestandteil meiner Ausrüstung, wenn ich abseits der markierten Pisten Skitouren und Freeriden gehe.

Die Firma ABS entwickelt und optimiert seit den 80er Jahren (siehe 30 Jahre ABS Lawinenairbag) ihr Rucksacksystem und kann auf einen marktführenden, bewährten Erfahrungsschatz zurückgreifen – trotz Rückruf.

Dieser Testbericht widmet sich der ABS Vario Base Unit. Zur Erklärung – die Vario Base Unit alleine ist noch kein vollständiger Lawinenairbag-Rucksack. Es ist ein Grundmodul auf dessen Rückenplatte das Airbagsystem mit integrierten ABS® Twin Airbag System untergebracht ist. Es umfasst Schulterträger, Hüftgurt, Rückenplatte und eben das ABS Airbag-System.

Dazu kann man sog. Zip-ons per Reissverschluss darauf anbringen. Diese Zip-Ons sind quasi der Packsack bzw. die Tasche zum Befüllen.  Ich habe beispielsweise einen Zip-on von der Firma ABS. Dazu habe ich einen zweiten der Marke EVOC getestet – siehe hier, aber auch andere Hersteller bieten aufzippbare Rucksäcke an – eine Übersicht findest Du hier.

So kann die ABS-Base Unit + Zip-on bei verschiedensten Winteraktivitäten zum Einsatz kommen. Egal ob zum eintägigen Freeriden oder für mehrtägige Skitouren, einfach den Zip-on wechseln und los geht’s. In puncto Praxisverwendung ein echtes Plus.

Ich habe die ABS Vario Base Unit mit verschiedenen Zip-ons getestet. Bei leichtem Gepäck ist der Tragkomfort sehr hoch und der Rucksack fühlte sich gut anliegend am Rücken an. Bei etwas schwererem Gepäck kann der Tragkomfort der ABS-Base Unit aber, im Vergleich zu anderen sehr guten Rucksäcken, die es inzwischen auf den Markt gibt, nicht ganz mithalten. Konkret drücken die Schulterträger und das Gewicht kann nicht entsprechend auf den Hüftgurt umgelagert werden. Das wäre aber bequemer. Bei längerem Tragen lockert sich der umgeschlagene Hüftgurt und sitzt dann leicht lose und muss nachgezogen werden. Ebenso wenn der Rucksack aus- und wieder angezogen wird.

Etwas umständlich ist auch das Einrollen der zu langen Bänder. In der Gesamtbeurteilung des Rückenteils der ABS-Base Unit ist die Konstruktion gut, hat aber viel «Bling Bling» und Verbesserungspotential!

Was aber einfach gut und schnell funktioniert: die verschiedensten Aufzip-Möglichkeiten. Eine gut Idee.

Preis

Die ABS Vario Base Unit kostet mit der Auslöseeinheit Carbon 799 €, mit der Auslöseeinheit Stahl 699 €. Dazu kommt ein Zip-on – von ABS kostet der zwischen 49.90 und 99.90 CHF oder der EVOC Zip-on ABS Guide Team kostet 179 CHF.

Händlersuche/Storefinder


Links

Hersteller ABS

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über CASOAR SA International Distribution