Test Mammut Light Protection Airbag
6.3 Bewertung
PRO
  • leicht
  • vielseitig, gute Grösse, auch für mehrtägige Touren
  • besonderes Airbag-System schützt den Kopf
  • gute Gewichtsverteilung des Airbag-Systems
  • komfortabel, gute Ausstattung
  • verstellbare Rückenlänge, stabiler Rücken
  • gute Ausstattung (Tasche im Hüftgurt, Ski-/Snowboard-Riemen)
  • zuverlässiges System
CONTRA
  • wulstige Schultergurte
  • extrem aufwendiges Packen des Airbags
Testurteil
Der Mammut Light Protection Airbag setzt auf das neue Protection Airbag System, dass den Kopf noch besser positionieren und schützen soll. Mit gerade einmal 2470 Gramm (mitsamt Airbag-System sowie Kartusche) trägt man bei diesem Rucksack verkraftbare 1500 mehr mit im Vergleich zu einem Rucksack ohne Airbag. Der Rucksack ist zwar reduziert, bietet aber einen guten Komfort. Sehr empfehlenswert!
Funktion5.9
Qualität/Verarbeitung6.6
Gewicht7.4
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung6.4

Fakten

Mammut Light Protection Airbag, Farbe: iron-smoke, Grösse: 30 l, Artikelnummer: 2610-00761

  • Gewicht: Rucksack 1252 g, Airbag-System PAS 888 g, Cartridge 330 g, total 2470 g nachgewogen (Rucksack 1250 g, Airbag-System PAS 870 g, Cartridge 310 g, total 2240 g laut Hersteller)
  • Material: keine Abgaben

Angaben vom Hersteller:

Der Light Protection Airbag ist unser Leichtgewicht unter den Protection Airbags. Mit Airbagsystem wiegt der Lawinenairbag lediglich 2.120 g. Der Top Loader-Rucksack bietet alles, was man von einem guten Ein-Tages-Tourenrucksack erwartet. Hoher Tragekomfort, alle nötigen Befestigungsmöglichkeiten und ein großer frontaler Reissverschluss für den leichten Zugang ins Hauptfach.

  • Airbag-System: Protection Airbag System
  • Sicherheitsbeinschlaufe
  • Lightweight Skitouring- und Freeride-Rucksack, Rucksackgewicht nur ca. 1.250 g; Gewicht mit Protection Airbag System: ca. 2.120 g
  • Rückenlängenanpassung 3-stufig
  • V-Rahmen Alu 6 mm, anpassbar
  • Diagonale, verstaubare Skibefestigung
  • Grosse, frontale Öffnung mit RV ins Hauptfach erleichtert das Materialhandling
  • Seitliche Kompressionsriemen
  • Hüftgurttasche
  • Trinksystem kompatibel
  • Protection Airbag System: Trauma Protection, Head on Top & herausnehmbar (SET Airbag bereits integriert; READY ohne Airbag; Airbag separat erhältlich)
  • Thermogeformter Rücken für hohen Tragekomfort
  • Innenfach für Lawinensicherheitsausrüstung
  • Verstaubare Snowboardhalterung
  • Verstaubare Pickel/Trekking-Stockhalterung
  • Deckelfach mit Innen- und Außentasche

Praxistest Mammut Light Protection Airbag

Den Mammut Light Protection Airbag habe ich den gesamten Winter über auf Ski- und Schneeschuhtouren getestet. Der Rucksack ist gross und reichte mir mit seinem Platz auch gut für mehrtägige Touren. Für Tagestouren habe ich einfach die Kompressionsriemen seitlich angezogen. Der Lawinenrucksack ist also vielseitig einsetzbar.

Dabei setzt der Rucksack auf das neuere Airbag-System von Mammut bzw. Snowpulse namens Protection Airbag System. Der Airbag ist hier nicht einfach eine grosse Kammer, sondern führt von den Schultertägern um den Hinterkopf herum. Das soll vor Traumas besser schützen und dafür sorgen, dass der Kopf sich bei Stillstand einer Lawine eher auf der Oberfläche befindet. Der Nachteil des Systems ist aber, dass man im Falle einer Lawine noch mehr die Übersicht verliert. Ein Blick zur Seite ist mit ausgelöstem Airbag nicht mehr möglich. Was wie zu bewerten ist, muss jeder selber entscheiden.

Konstruktionsbedingt befindet sich der Airbag hinter dem Kopf und in Teilen der Schulterträger. Dadurch können zum Beispiel auch keine Schultergurte zur Lastenverteilung angebracht werden. Sie würden den Airbag behindern. Die Schultergurte werden dadurch sehr dick, ein wenig unhandlich und steif. Es zeigte sich aber im Laufe der Zeit, dass sie zum einen ein wenig weicher wurden. Zum anderen das nur sehr wenig stört. Der Rucksack hat eine sehr steife Rückenplatte und trägt sich sehr angenehm. Mir kam es eigentlich zugute, dass sich das Gewicht des Airbag-Systems nicht nur im Rucksack befindet, sondern auch auf die Träger verteilt.

Der Mammut Light Protection Airbag trägt sich also recht gut. Aber er sollte passen – dafür lässt sich immerhin der Hüftgurt in der Höhe per Klettverschluss in 3 Stufen versetzen. Der Rucksack sollte richtig sitzen, denn wenn er zu tief am Rücken sitzt, könnte der Airbag zu weit nach hinten unten gezogen werden.

Auch in Sachen Komfort ist der Lawinenrucksack gut: vor allem der seitliche Zugriff zum Hauptfach ist ein sehr praktisches, zeitsparendes Detail auf Touren. Dazu hat der Mammut Light Protection Airbag eine diagonale Skibefestigung und auch eine Halterung für Snowboards, seitliche Kompressionsriemen, eine praktische Tasche im Hüftgurt und ein Innenfach für die Sicherheitsausrüstung. Das Deckelfach mit Innen- und Aussentasche ist sehr klein, aber immerhin.

Die Auslösung des Airbags funktionierte einwandfrei bei allen Testauslösungen (ich habe ihn dreimal ausgelöst). Während der Airbag in drei Sekunden aufgeblasen ist, dauert es aber umso länger, ihn wieder einzupacken. Hier ist das Protection Airbag System wirklich besonders kniffelig. Die ausführliche Anleitung bestätigt das und man braucht sie. Man muss sauber arbeiten, sonst passt es entweder nicht rein oder der Rucksack trägt sich nicht mehr angenehm. Das System hat einen klappbaren Auslösegriff, der im Träger verstaut werden kann. Praktisch.

Der Mammut Light Protection Airbag ist der leichteste Rucksack mit dem Protection Airbag System. Und er ist sehr gelungen. Er bietet viel Sicherheit, viel Komfort und wird mich sicher noch auf vielen Wintertouren begleiten.

Preis

Der Mammut Light Protection Airbag kostet 860 CHF.

Dazu braucht man zusätzlich eine Kartusche:

  • Carbon (Cartridge non-refillable 300 bar carbon) kostet 240 CHF
  • Stahl (Cartridge non-refillable 300 bar steel) kostet 120 CHF
  • Alu wiederbefüllbar (Cartridge refillable 207 bar Alu) kostet 230 CHF

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Links

Hersteller Mammut

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller