Test Sweet Protection Igniter
7.3 Bewertung
PRO
  • sehr gute Passform
  • komfortabel
  • sehr gute Verarbeitung
  • gutes Design
  • breites Einsatzspektrum
  • niedriges Gewicht
  • gute Lüftung
  • herausnehmbares Innenfutter
CONTRA
  • Ein-/Verstellung gewöhnungsbedürftig
  • nur Unisex
Testurteil
Der Sweet Protection Igniter ist ein Skihelm mit hohem Komfort und guter Belüftung. Mit wenig mehr als 500 Gramm darf er als Leichtgewicht bezeichnet werden. Sein breites Einsatzspektrum macht ihn zum Allrounder. Er eignet sich sowohl für Alpinskifahren als auch zum Freeriden. Was Skitouren anbelangt, ist er natürlich schwerer als andere extra für Skitouren entwickelte Helme, und auch im Rucksack braucht er entsprechend Platz. Er ist das perfekte Helm für Alpinskifahren und Freeride, und ein guter Kompromiss für Skitouren. Der Preis ist fair.
Funktion7.4
Qualität/Verarbeitung8
Gewicht/Packmass7
Umwelt/Nachhaltigkeit7
Preis-Leistung7

Fakten

Sweet Protection Igniter Helmet, Farbe midnight blue, Grösse L/XL, #840005-MTBLU / EAN 7048651439513

  • Gewicht: 550 g nachgewogen, mit Pads (500 g laut Hersteller)
  • Material: thermoplastische, gummiverstärkte ABS-Aussenschale, Innenschale EPS mit Impact-Shields, Innenfutter Coolmax, Occigrip Fit System

Angaben vom Hersteller:

A versatile and superlight Shell helmet.

The Igniter Helmet is a true all-mountain performer in a lightweight and highly ventilated hard-shell package. A versatile performance helmet using our ABS superlight shell technology and the unique Impact Shields liner for optimal protection performance.

  • CERTIFICATIONS: CE EN 1077:2007, Class B/ ASTM 2040-11

Praxistest Sweet Protection Igniter

Beim Alpinskifahren gehört für mich der Helm seit vielen Jahren zur Standardausrüstung. Ich bevorzuge eher einen robusten und stabilen Helm (von einem italienischen auf Motorradhelme spezialisierten Hersteller), die Leichtigkeit ist da zweitrangig. Anders bei Skitouren: Erst seit fünf Jahren habe ich auch dort einen Helm dabei, und hier versuche ich, die Quadratur des Kreises zu finden: leicht, geringes Packmass, aber doch noch stabil. Das habe ich mit einem (wieder) italienischen Produkt fast geschafft, mit vermutlichen Einbussen bei der Langlebigkeit. Anders gesagt: Mein Skitourenhelm ist für die Piste bedingt geeignet, und mein Skihelm ist für Touren unbrauchbar. Im Gegensatz zum getesteten Sweet Protection Igniter Helmet. Als ich den Skitourenhelm erhielt, stellte ich sofort die hohe Qualität der Verarbeitung und das angenehme Aussen- und Innenmaterial fest. Selbstverständlich auch das leichte Gewicht bemerkte ich sofort.

Getestet habe ich den Skihelm Sweet Protection Igniter während mehrerer Tourentage. Erste Runde: Freeride und Skitouren in Verbier. Zweite Runde: Skiunterricht in Brigels. Dritte Runde: Freies Skifahren in Brigels.

Was vorab zu sagen ist: Der Sweet Protection Igniter ist ein perfekter robuster leichter Helm, der überall eingesetzt werden kann. Der Tragkomfort ist wirklich sehr gut. Zwar wird eine gewisse mühsame Vorarbeit zur Einstellung vorausgesetzt – auch das Einsetzen der Pads kostet Zeit. Ohne Pads aber wäre der Helm für mich zu gross. Nach dem Einsetzen der Pads sitzt er wie angegossen. Was die Einstellung anbelangt, ist die vor allem bei den vorderen Riemen etwas komplex, aber schliesslich muss die Arbeit nur ein einziges Mal vor der ersten Benützung gemacht werden. Auch die Einstellung beim Nacken könnte etwas einfacher sein.

Im Aufstieg ist der Sweet Protection Igniter sehr angenehm; hervorzuheben ist die gute Belüftung, die das Schwitzen in Grenzen hält. Das Gewicht ist kaum zu spüren. Unangenehm wird es erst, wenn der SKihelm Sweet Protection Igniter statt auf dem Kopf im Rucksack sein muss. Da entpuppt er sich als gierigen Platzfresser. Undenkbar, mit einem 30-Liter-Rucksack auf Tour zu gehen, wenn der Helm innerhalb des Rucksacks Platz haben muss. Er muss wenn aussen dran.

Bei der Abfahrt sitzt der Sweet Protection Igniter perfekt, keine unnötige Bewegungen. Auch funktioniert er ganz gut mit dem Tragen von Skibrillen, das System ist durchdacht und einfach zu bedienen.

Beim Skiunterricht auf der Piste mutiert er zum Musterschüler, ein durchaus skilehrergerechter Helm. Er erlaubt eine ganz gute Kommunikation, ohne Einbusse beim Schutz. Auch bei wärmeren Temperaturen bleibt er angenehm und gut belüftet. Eigentlich ist der Sweet Protection Igniter auch ein perfekter Alpinskihelm. Beim freien Fahren bestätigt er erneut und ausnahmslos seine Qualitäten.

Sehr interessant ist aus meiner Sicht das herausnehmbare Innenfutter. Es erlaubt nicht nur das Waschen, sondern bei Bedarf auch ein schnelles Trocknen am Ende des Skitages.

Nach einigen Tagen im Einsatz sieht der Sweet Protection Igniter immer noch wie neu aus, was einer geschickten Materialauswahl und seiner hochstehenden Verarbeitung zu verdanken ist.

Zu prüfen wäre meines Erachtens eine Vereinfachung der Einstellungen, insbesondere der vorderen Riemen. Auch wäre eine bessere Anleitung bezüglich Anbringen der Pads (Positionierung) durchaus nützlich. Was das Sortiment anbelangt, wäre ich auf einen reinen Skitourenhelm aus dem Hause Sweet Protection sehr gespannt. Ich bin mir sicher, dass er Massstäbe setzen würde. Last but not least: Das Design des Sweet Protection Igniter wirkt auf mich sehr überzeugend – es hebt sich von der Konkurrenz ab, die es immer wieder schafft, auch langweilige Helme auf den Markt zu bringen.

Preis

Der Sweet Protection Igniter Helmet kostet 219 CHF.

Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller Sweet Protection

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller