Mit Extrembergsteigerin Tamara Lunger unterwegs im Südtiroler Eggental

Das bei Bozen abzweigende Eggental mit seinen Dolomiten, welche zum UNESCO-Welterbe gehören, war mir bis anhin unbekannt. Der Karersee war mir zwar ein Begriff, jedoch hatte ich ansonsten kein Bild des in Südtirol liegenden Gebietes in meinem Kopf. Im Juli 2019 hatte ich die Möglichkeit, das Tal mit seinen unterschiedlichen Landschaften, Menschen und Spezialitäten kennezulernen.

Komfort + Aussicht + gutes Essen + Wellness

Wir übernachteten im Romantik Hotel Post in Welschnofen. Nach einem herzlichen Empfang staunten wir über das heimelige, aber auch elegante Zimmer. Hier fehlt es wirklich an nichts – vom Bademantel bis zur grandiosen Aussicht vom Balkon ist alles vertreten. Nach einem Apéro ging es mit einem Menü am Abend weiter. Die Speisekarte des Hotels ist vielseitig und weisst pro Gang – kalte Vorspeise, warme Vorspeise, Hauptgang, Dessert – auch eine Wellnessoption auf. Hier kann man Kalorien sparen und isst trotzdem lecker. Zu erwähnen ist auch das riesige Salatbuffet und das hausgemachte Brot.

Mit Extrembergsteigerin Tamara Lunger unterwegs im Südtiroler Eggental

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgewogenen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Wanderung. Viele Ausgangspunkte erreicht man wunderbar mit dem Bus. Am Startpunkt wartete schon unsere Begleiterin für den Tag auf uns: Tamara Lunger. Die Extrembergsteigerin ist kein unbeschriebenes Blatt – sie erreichte 2014 als zweite Italienerin den Gipfel des K2.

Tamara führte uns zur einzigen Sternwarte Südtirols “Max Valier” und begleitete uns anschliessend auf dem abwechslungsreichen Planetenweg. Astronomisch geht es auch sonst noch im Eggental zu und her – hier befindet sich ebenso das erste europäische Sternendorf, welches aus mehreren ansässigen Dörfern, welche sich zusammenschlossen haben, besteht. Dazu kommen noch ein Planetarium sowie Sonnenobservatorium, welche dem Besucher den Himmel auf die Erde bringen.

Mit und ohne Wolken am Lago di Carezza – Karersee

Am Nachmittag führte uns ein Abstecher zum Karersee, welcher für seine wunderschöne tiefgrüne bis blaue Färbung mit der atemberaubenden Bergkulisse des Latemars bekannt ist. Leider verhinderten die Wolken den Blick auf die Dolomiten und so mussten wir einfach noch mal zum Lago di Carezza. Am nächsten Tag. Um fünf Uhr am Morgen. Es lohnte sich.

Rund um den Rosengarten

Eine weitere Wanderung, die wir unternahmen, war die Umrundung der südlichen Rosengartengruppe. Mit gut 900 Höhenmetern waren wir froh über das gute Frühstück. Den ersten Teil legten wir mit der Paolina-Bahn zurück. Neben Tamara Lunger wurden wir von Bergführer Hansjörg Welscher begleitet, der uns die Geschichte, Geologie und Flora des Gebirges erläuterte und näherbrachte. Es war aufschlussreich und spannend zugleich. Er erzählte auch von den Launen der Natur, welche das Wetter in den Bergen oft unberechenbar machen. Das durften wir einige Stunden später am eigenen Leib erfahren.

Geniessen auf der Pederiva-Hütte

Nach circa vier Stunden Wandern durch schroffe Felslandschaften mit atemberaubenden Panoramen kehrten wir zum Zmittag in der Pederiva-Hütte ein. Der Empfang war herzlich, hier ist man willkommen. Und die regionalen Gerichte schmecken lecker.

Während wir drinnen noch am Geniessen waren, zog draussen eine Kaltfront heran. Es wurde kalt und schüttete. Allzu lange konnten wir nicht warten, denn wir mussten die letzte Talfahrt der Bahn erwischen. So wurden die 40 Minuten zurück zur Bergstation der Paolina-Bahn eine nasse Angelegenheit mit einem weissen, von Hagel gefüllten Weg.

Die Kaltfront hatte auch einen Vorteil: Die Vorfreude auf den warmen und entspannenden Wellnessbereich des Hotels, in welches wir anschliessend zurückkehrten, war umso grösser. Das Eggental ist klar eine Reise wert!

Die Reise ins Südtiroler Eggental wurde freundlicherweise von Eggental Tourismus organisiert und durchgeführt. Fotos: Marc Vögele

About The Author Marc Vögele

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