Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket im Test

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PRO
  • Hohe Atmungsaktivität für eine Wetterschutzjacke
  • Mit 264 g in Grösse M besonders leicht
  • Hochwertige Verarbeitung und kleines Packmass
  • Sehr gute Bewegungsfreiheit auf dem Bike
  • Sinnvoll positionierte Rückentaschen
  • StormHood passt über den MTB-Helm und funktioniert auch ohne Helm
  • Sehr guter Windschutz
  • Ideal für wechselnde alpine Bedingungen
CONTRA
  • Sehr hoher Preis
  • Nicht vollständig wasserdicht
Testurteil
Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket überzeugt im Praxistest mit ihrem gelungenen Mix aus Wetterschutz, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit. Besonders bei wechselhaften Bedingungen auf alpinen MTB-Touren spielt das geringe Gewicht von 264 g und das durchdachte Hybridkonzept seine Stärken aus. Der hohe Preis und die konstruktionsbedingt fehlende vollständige Wasserdichtigkeit bleiben die grössten Kritikpunkte.
Funktion8.2
Qualität/Verarbeitung8.3
Gewicht/Packmass8.4
Umwelt/Nachhaltigkeit7.4
Preis-Leistung7.7
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Praxistest Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket

Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket ist Teil der ersten speziell fürs Mountainbiken entwickelten Bekleidungskollektion von Arc’teryx. Besonders interessant fand ich von Anfang an das Hybridkonzept: Statt die gesamte Jacke aus einem wasserdichten Hardshellmaterial zu fertigen, kombiniert Arc’teryx Wetterschutz mit elastischen und atmungsaktiveren Softshell-Bereichen.

Ich habe die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket in Grösse M auf Mountainbike-Touren in den Schweizer Bergen getestet. Dabei waren die Bedingungen sehr unterschiedlich: von heissen Sommertagen und schweisstreibenden Anstiegen über windige Passüberquerungen bis hin zu einer Trailabfahrt während eines kräftigen Gewitters.

Gerade unter diesen wechselnden Bedingungen hat mich das Konzept der Jacke überzeugt. Im folgenden Test zeige ich, wie sich die Rhoam Hybrid Jacket bei Wind, Regen, hohen Temperaturen und anspruchsvollen Abfahrten bewährt.

Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket Test: Das Hybridkonzept macht den Unterschied

Arc’teryx setzt bei der Rhoam Hybrid Jacket auf ein gezieltes Bodymapping. An besonders exponierten Stellen kommt ein dreilagiges GORE-TEX-ePE-Hardshellmaterial zum Einsatz. Unter den Armen befindet sich dagegen elastisches Softshellmaterial aus recyceltem Nylon.

Dieses Materialkonzept soll dort für mehr Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit sorgen, wo beim Mountainbiken besonders viel Bewegung und Wärme entsteht. Auf dem Papier klingt das logisch. Entscheidend war für mich jedoch, ob das Hybridkonzept auch auf einer anspruchsvollen MTB-Tour tatsächlich einen Vorteil bringt.

Genau das konnte ich bei meinem Test sehr deutlich feststellen.

Vom heissen Anstieg zum kalten Pass

Bei einer Passüberquerung in den Schweizer Bergen war es während des Aufstiegs sehr heiss. Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket blieb deshalb zunächst im Rucksack. Nach dem langen Anstieg kam ich stark verschwitzt auf dem Pass an.

Dort änderten sich die Bedingungen schlagartig. Der Wind war deutlich spürbar und mit der feuchten Bekleidung begann ich schnell auszukühlen.

Ich zog die Rhoam Hybrid Jacket über und genau in dieser Situation bewährte sie sich. Der Windschutz war sehr gut und verhinderte, dass ich weiter auskühlte. Gerade nach einem anstrengenden Aufstieg finde ich das auf einer Passhöhe besonders wichtig.

Mit nachgewogenen 264 g in Grösse M ist die Jacke gleichzeitig so leicht, dass ich kaum überlegen muss, ob ich sie auf einer längeren Tour mitnehme. Für mich ist das ein entscheidender Vorteil: Eine Wetterschutzjacke hilft auf einer alpinen Tour nur dann, wenn sie auch tatsächlich im Rucksack steckt.

Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket im Gewittertest

Noch deutlicher zeigte sich die Stärke des Hybridkonzepts bei einer Trailabfahrt während eines Gewitters.

Auch an diesem Tag war es zunächst sehr heiss. Durch den Anstieg hatte ich entsprechend geschwitzt. Dann setzte das Gewitter ein. Mit dem Regen kühlte die Luft schnell ab und auf der Abfahrt kam zusätzlich der Fahrtwind hinzu.

Gerade im Sommer wird meiner Meinung nach schnell unterschätzt, wie kalt es auf einer längeren MTB-Abfahrt werden kann, wenn man verschwitzt ist, die Temperatur plötzlich sinkt und gleichzeitig Regen und Fahrtwind dazukommen.

Unter diesen Bedingungen hat mich die Rhoam Hybrid Jacket besonders überzeugt. Während meines Tests hielt sie auch kräftigen Gewitterregen zuverlässig ab und bot gleichzeitig einen sehr guten Windschutz. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, in einer komplett abgeschlossenen Regenjacke zu stecken.

Atmungsaktivität bei Anstrengung und Regen

Die elastischen Softshell-Einsätze unter den Armen machten sich hier positiv bemerkbar. Trotz der vorherigen Anstrengung empfand ich das Klima unter der Jacke als angenehm. Gleichzeitig schützte sie mich auf der Abfahrt vor dem Auskühlen.

Wichtig ist allerdings die Einordnung: Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket ist konstruktionsbedingt keine vollständig wasserdichte Hardshell. Die exponierten Bereiche bestehen aus wasserdichtem Hardshellmaterial, während die Softshell-Zonen der Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit dienen.

Meine Erfahrung bei starkem Gewitterregen war dennoch ausgesprochen positiv. Für einen ganzen Tag im Dauerregen würde ich persönlich weiterhin eine vollständig wasserdichte Hardshell wählen.

Bewegungsfreiheit auf dem Mountainbike

Der zweite grosse Vorteil des Hybridkonzepts ist für mich die Bewegungsfreiheit.

Eine Mountainbikejacke muss eine völlig andere Körperhaltung mitmachen als eine normale Freizeit- oder Wanderjacke. Die Arme sind permanent angewinkelt, der Oberkörper bewegt sich über dem Bike und gerade auf technischen Trails verändert sich die Position ständig.

Die Kombination aus dem körpernahen Schnitt und den elastischen Bereichen funktioniert hier sehr gut. Die Jacke fühlt sich auf dem Bike nicht steif an und behindert mich bei meinen Bewegungen nicht. Gerade die Softshell-Einsätze unter den Armen tragen aus meiner Sicht dazu bei.

Für mich ist das ein wichtiger Unterschied zu einer klassischen Hardshell: Bei der Rhoam Hybrid Jacket steht nicht nur der Wetterschutz im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie sich die Jacke während des Fahrens verhält.

Sehr gute Kapuze für MTB-Helm und Alltag

Auch die StormHood-Kapuze hat mich im Praxiseinsatz überzeugt. Sie ist gross genug geschnitten, dass sie problemlos über meinen MTB-Helm passt. Gerade bei Regen ist das auf einer Abfahrt ein grosser Vorteil.

Gleichzeitig ist die Kapuze nicht ausschliesslich für die Verwendung mit Helm ausgelegt. Über die Verstellmöglichkeiten lässt sie sich so weit zusammenziehen, dass sie auch ohne Helm sehr gut am Kopf anliegt. Dadurch sitzt sie bei Wind nicht lose am Kopf und schränkt das Sichtfeld nicht unnötig ein.

Diese Kombination finde ich besonders gelungen: Mit Helm steht genügend Volumen zur Verfügung, ohne Helm lässt sich die Kapuze auf eine körpernahe und komfortable Passform reduzieren. Für eine Mountainbikejacke, die auch abseits des Bikes getragen wird, ist das für mich eine sehr durchdachte Lösung.

Durchdachtes Taschensystem

Überzeugt hat mich auch das Design der Taschen. Arc’teryx platziert einen Teil des Stauraums am unteren Rücken.

Dieses Prinzip kenne und schätze ich bereits vom Rennradfahren. Werden die Taschen gefüllt, liegen die Gegenstände relativ nah am Rücken. Das zusätzliche Gewicht hängt dadurch nicht ungünstig an der Jacke und zieht insbesondere die Vorderseite nicht nach unten.

Gerade bei einer so leichten Jacke halte ich das für eine sehr durchdachte Lösung.

Kleine Gegenstände können zudem direkt an der Jacke getragen werden und sind schnell erreichbar. Nicht jedes Detail an einer Mountainbikejacke muss spektakulär sein. Manchmal zeigt sich ein gutes Design gerade an solchen einfachen Lösungen, die während der Tour einfach funktionieren.

Geringes Gewicht als grosser Praxisvorteil

Meine Rhoam Hybrid Jacket wiegt in Grösse M nachgewogen lediglich 264 g. Die Herstellerangabe liegt bei 270 g. Das geringe Gewicht sehe ich nicht nur als guten Wert auf dem Papier. Für mich verändert es tatsächlich, wie ich die Jacke nutze.

Auf einer Mountainbike-Tour weiss ich morgens häufig nicht, ob ich eine Jacke überhaupt brauchen werde. Bei gutem Sommerwetter könnte man deshalb versucht sein, eine schwerere Hardshell zu Hause zu lassen.

Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket ist dagegen so leicht, dass ich sie einfach einpacke.

Gerade meine beiden beschriebenen Situationen zeigen, warum das sinnvoll ist: Auf dem Pass benötigte ich plötzlich Windschutz, obwohl der Aufstieg sehr heiss gewesen war. Bei einer anderen Tour wurde aus Sommerhitze innerhalb kurzer Zeit ein Gewitter mit Regen und deutlicher Abkühlung.

Für solche wechselhaften Bedingungen ist die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket aus meiner Sicht besonders interessant.

Verarbeitung und Materialien

Die Verarbeitung macht auf mich einen sehr hochwertigen Eindruck. Arc’teryx kombiniert ein dreilagiges GORE-TEX-ePE-Hardshellmaterial mit einem 20-Denier-Obermaterial aus recyceltem Nylon und elastischem Softshellmaterial unter den Armen.

Zur Ausstattung gehören zudem eine helmtaugliche und verstellbare StormHood, verstellbare Ärmelabschlüsse, ein Zwei-Wege-Frontreissverschluss, eine Brusttasche und das bereits erwähnte Taschensystem am unteren Rücken.

Die Rhoam-Kollektion wurde speziell fürs Mountainbiken entwickelt. Arc’teryx hat dabei die Materialien gezielt nach Körperzonen angeordnet und den Schnitt an die Bewegungen auf dem Bike angepasst.

Nachhaltigkeit der Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket

Auch beim Material gibt es positive Ansätze. Arc’teryx verwendet recyceltes Nylon und eine FC0-DWR-Imprägnierung. Das Produkt enthält zudem Materialien, die den bluesign-Kriterien entsprechen. Die Herstellung erfolgt laut Arc’teryx in Vietnam.

Trotzdem bleibt eine technisch aufwendige Funktionsjacke aus verschiedenen synthetischen Materialien ein komplexes Produkt. Für mich gehört deshalb zur Nachhaltigkeit auch, wie vielseitig und wie lange eine Jacke tatsächlich genutzt wird.

Durch das geringe Gewicht und den breiten Einsatzbereich hat die Rhoam Hybrid Jacket zumindest gute Voraussetzungen, häufig getragen zu werden.

Preis-Leistung: Für wen lohnt sich die Rhoam Hybrid Jacket?

Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket gehört klar zum oberen Preissegment bei Mountainbikejacken. Das ist gleichzeitig einer der Punkte, an denen man das Konzept kritisch hinterfragen muss.

Für weniger Geld bekommt man durchaus eine separate leichte Wind- oder Softshelljacke und eine Regenjacke. Die Rhoam versucht dagegen, Eigenschaften beider Kategorien in einer einzigen, sehr leichten Jacke miteinander zu verbinden.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen funktioniert dieses Konzept erstaunlich gut. Besonders auf langen MTB-Touren in den Bergen sehe ich darin einen echten Vorteil. Ich muss nicht mehrere Jacken mitnehmen und habe trotzdem einen guten Schutz vor Wind und Regen sowie eine für eine Wetterschutzjacke überzeugende Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit.

Der Preis bleibt hoch. Wer hauptsächlich kurze Touren bei stabilem Wetter fährt, braucht eine derart aufwendige Hybridkonstruktion vermutlich nicht. Wer dagegen häufig lange Mountainbike-Touren in den Bergen unternimmt, bekommt eine sehr durchdachte und vielseitige Jacke.

Fazit zum Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket Test

Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket hat mich vor allem durch ihr ausgewogenes Verhältnis aus Wetterschutz, Atmungsaktivität, Bewegungsfreiheit und geringem Gewicht überzeugt.

Das Hybridkonzept funktioniert in der Praxis besonders dann gut, wenn sich die Bedingungen während einer MTB-Tour schnell verändern. Genau für solche Situationen ist die Jacke meiner Meinung nach konzipiert: heisse Anstiege, windige Passhöhen und kalte, regnerische Abfahrten.

Mit 264 g in Grösse M ist sie zudem leicht genug, um sie auch bei unsicherer Wetterlage problemlos im Rucksack mitzunehmen. Die gute Bewegungsfreiheit, die helmtaugliche StormHood und das durchdachte Taschensystem ergänzen das Konzept sinnvoll.

Eine vollständig wasserdichte Hardshell ersetzt die Rhoam Hybrid Jacket aus meiner Sicht nicht. Wer jedoch eine leichte und vielseitige MTB-Jacke für wechselhafte Bedingungen sucht und bereit ist, dafür einen entsprechend hohen Preis zu bezahlen, erhält eine technisch sehr durchdachte Lösung.

Für lange Mountainbike-Touren in den Schweizer Bergen ist die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket für mich deshalb eine überzeugende Begleiterin.

Fakten

Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket, Farbe: Forage, Grösse: M, Artikelnummer: X000009572

  • Gewicht: 264 g nachgewogen (270 g laut Hersteller)
  • Grösse: Der Tester ist 178 cm gross und trug Grösse M.
  • Material:
    • Material Hardshell: 3L GORE-TEX ePE, 20D recyceltes Nylon
    • Material Softshell: 50D Stretch-Nylon, 84 % Nylon, 16 % Elastan

Angaben vom Hersteller

Die Rhoam Hybrid Jacket für Herren ist eine atmungsaktive Shelljacke, die speziell fürs Mountainbiken entwickelt wurde.

Die Jacke ist als Hybrid-Shell mit gezieltem Bodymapping konstruiert und soll Wetterschutz und Luftzirkulation bei schweisstreibenden Anstiegen miteinander verbinden.

Die Rhoam ist eine robuste Hybrid-Shell für Mountainbiker, die Schutz bei leichtem Schlechtwetter und Schlamm bietet und gleichzeitig für anstrengende Anstiege ausgelegt ist. Das speziell aufs Mountainbiken abgestimmte Bodymapping setzt die unterschiedlichen Materialien gezielt dort ein, wo sie am effektivsten sind: elastisches Softshellmaterial in wichtigen Bereichen für eine bessere Atmungsaktivität und wasserdichtes Hardshellmaterial in den übrigen Bereichen zum Schutz vor den Elementen.

  • Mountainbike-spezifisches Hybrid-Bodymapping
  • Wasserdichtes 3-Lagen-Hardshellmaterial an exponierten Bereichen
  • Elastisches Softshellmaterial unter den Armen für Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit
  • GORE C-KNIT Backer
  • Verstellbare, helmtaugliche StormHood
  • Zwei-Wege-Frontreissverschluss
  • Brusttasche mit Reissverschluss
  • Taschensystem am unteren Rücken
  • Verstellbare Ärmelabschlüsse
  • FC0-DWR-Imprägnierung
  • Enthält bluesign-konforme Materialien
  • Nicht vollständig wasserdicht; als WINDSTOPPER by GORE-TEX Labs klassifiziert
  • Made in Vietnam
  • Garantie: Normale Produktlebensdauer

Preis

Die Arc’teryx Rhoam Hybrid Jacket kostet 499€.
Händlersuche/Storefinder

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Hersteller Arc’teryx

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller

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