Test Osprey Raptor 14
7.5 / 10 Bewertung
PRO
  • sehr guter, fester Sitz am Körper
  • toller Tragekomfort
  • sehr gute Belüftung
  • gute Helmhalterung
  • inklusive Trinkblase
  • sehr aufgeräumtes, durchdachtes Design
  • hochwertig ausgestattet und verarbeitet
CONTRA
  • fast zu viele Taschen/Einteilungen
  • keinerlei Angaben zu Umwelt/Nachhaltigkeit
  • Schwingen-Design
Testurteil
Der Osprey Raptor 14 ist der Hammer. An diesem Bike-Rucksack ist alles dran und drin, was es braucht. Er überzeugt in allen Bereichen und übertrifft nicht nur die Erwartungen, sondern in Sachen Ausstattung, Qualität und Materialien lässt er auch die Konkurrenz weit hinter sich. Der Raptor 14 setzt wirklich neue Massstäbe.
Funktion9
Qualität/Verarbeitung8.5
Gewicht/Packmass7.5
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung7.5

Fakten

Osprey Raptor 14 Mens, Farbe persian blue, Volumen: 14 l,

  • Gewicht: 670 g nachgewogen ohne Trinkblase und ohne Werkzeugtasche (730 g laut Hersteller)
  • Grösse: 50 x 22 x 22 cm

Angaben vom Hersteller:

Der Raptor 14 Trinkrucksack verfügt über viele nützliche Features fürs Mountainbiking. Dieser Trinkrucksack hat eine integrierte 3L Hydraulics™ Trinkblase, damit Du beim Mountainbiken immer genug zu trinken hast. Die Trinkblase ist über ein Reißverschlussfach von außen zugänglich und ermöglicht so schnelle und einfache Befüllung. Das clevere Design der Trinkblase macht das Trinken leicht: Sie hat eine hydrostatische Platte, die die anatomische Form beibehält und zugleich den Wasserdruck konstant hält. Damit der Schlauch nicht herumbaumelt und stört, verfügt dieser Trinkrucksack über jeweils einen Magneten im Beißventil und am Brustgurt, so dass alles an seinem Platz bleibt und auch immer zugänglich ist. Die ventilierte AirScape™ Rückenplatte und BioStretch™ Schulter- und Hüftgurte sorgen dafür, dass Du kühl bleibst und gute Bewegungsfreiheit hast. Unsere innovative LidLock™ Fahrradhelmbefestigung ermöglicht es Dir, den Helm außen am Rucksack anzubringen, so dass er im Innern des Rucksacks keinen Platz wegnimmt. Deine Ausrüstung kann einfach im Innern verstaut und organisiert werden. Im unteren Fach befindet sich der herausnehmbare ToolWrap™ Werkzeugbeutel, in dem Du Dein Werkzeug handlich organisieren kannst. Das vordere Kompressionsfach mit einem Abflussloch bietet extra Stauraum für größere oder nasse Artikel. Reflektierende Grafiken und eine Fahrradlichtbefestigung sorgen für weitere Sicherheit und Sichtbarkeit bei schlechtem Wetter oder wenn es dunkel wird.

  • BioStretch™ Hüft- und Schultergurt
  • AirScape™ Rückenplatte mit Schaumkanten zur Ventilation
  • Kratzfreies Sonnenbrillen und Elektronik Reißverschlussfach
  • LidLock™ Fahrradhelmbefestigung
  • Reflektierende Graphiken
  • 3L Hydraulics™ Trinkblase mit inbegriffen
  • Internes Trinkblasenfach
  • Interner Schlüsselclip
  • LED-Licht-Befestigung
  • Magnetisch, verschließbares Beißventil um Wasserverlust zu vermeiden
  • Seitliche Kompressionsriemen
  • Brustgurtschnalle mit Magnet
  • Made in ? – keine Angaben gefunden
  • Garantie: All Mighty Guarantee – lange kostenlos (im Rahmen einer dem Produkt angemessenen Lebenszeit)

Praxistest Osprey Raptor 14

Den Osprey Raptor 14 habe ich den Sommer hindurch auf vielen Bike-Touren getestet, unter anderem eine Woche lang im Val Lumnezia. Der Bike-Rucksack ist ein sehr grosszügig ausgestatteter und komfortabler Begleiter auf Tagestouren. Beim Packen muss man sich gut überlegen, was man wo an welchem Ort und in welcher Tasche versorgt. Der Osprey Raptor 14 hat nicht nur 14 Liter Volumen, sondern scheint auch 14 Fächer zu haben. Zumindest hat er ein Hauptfach mit vier Einstecktaschen – hier lässt sich z.B. einen Luftpumpe perfekt unterbringen.  Dazu hat er aber noch ein von aussen zugängliches Stretchfach inklusive Seitentaschen, eine Stretchtasche auf der Front und darunter eine weitere Reissverschlussöffnung. Hinter der verbirgt sich noch einmal eine weitere Innentasche, mit Netzmaterial unterteilt. Damit nicht genug – am Boden hat der Rucksack noch eine separate Tasche, in der man Werkzeug und Co. unterbringen kann. Damit alles aufgeräumt ist, liegt eine extra rollbare Werkzeugtasche bei, die sich auch im Fach befestigen lässt. Der Reissverschluss des Faches lässt sich zudem extra sichern. Dazu kommen Taschen am Hüftgurt usw. Das ist alles in allem für mich ein wenig zu viel an Fächern und Taschen. Das wäre aber dann auch der einzige Kritikpunkt.

Sonst überzeugt der Osprey Raptor 14 in allen Punkten! Er sitzt irrsinnig solide, kompakt und sicher am Körper. Dabei stört er keine Bewegung und trägt sich enorm angenehm. Dazu tragen sicher auch die leicht elastischen Schultergurte bei, die zudem extrem atmungsaktiv sind. Der Rucksack liegt gut am Körper an und trotzdem staut sich am Rücken die Wärme nicht.

Besser und einfacher als bei allen anderen Bike-Rucksäcken, die ich bisher gesehen habe, funktioniert die Helmhalterung, bei der man eine Kunststoffkralle durch eine Helmöffnung zieht.

Perfekt gelöst ist auch die Integration des Trinksystems. Die Blase liegt am Rücken, kann überall fixiert werden und der Schlauch baumelt nirgends rum, denn er wird den Schultergurt entlang unter einem Reissverschluss geführt. Auch am Ende baumelt das Mundstück nicht rum und nervt, denn es hat einen Magneten und lässt sich so am Brustgurt befestigen. So findet man es auch schnell. Zudem ist das Auffüllen der Trinkblase einfach, denn sie ist “von aussen zugänglich”, das heisst man muss nicht das Hauptfach öffnen, sondern nur das extra Fach, dass sich direkt hinter dem Rücken befindet.

Der Mountainbikerucksack Osprey Raptor 14 ist bis ins letzte Detail durchdacht und man merkt dem Rucksack an, dass hier jemand mit Erfahrung am Werk war. Dieser Rucksack ist keine Idee, kein Entwurf, sondern scheint auf echten Erfahrungen zu basieren. Alles hat seinen Platz und funktioniert einfach. Dabei stellt der Beikerucksack von Osprey die Konkurrenz in den Schatten. Er zeigt so viele kleine, gute Ideen, die sonst nirgends zu finden sind. So ist beispielsweise jeder Kompressionsgurt am Ende gesichert. Doch nicht einfach mit einem billigen, elastischen Band, das immer wieder wegrutscht und das man suchen muss. Beim Osprey sorgen fixe Kunststoffschnallen für Ordnung und perfekte Bedienbarkeit.

Auch qualitativ spielt der Rucksack in seiner eigenen Liga. Die Verarbeitung ist top. Die Anzahl der verwendeten Materialien ist gross – je nach Einsatzzweck kommt ein anderes Material zum Einsatz. Im Brillenfach ein kratzfreies Material, ein haltbares Stretchmaterial an der Aussentasche und den Seitentaschen und so weiter.

Das Design ist für einen Osprey schon fast aufgeräumt, aber es könnte noch einfacher sein – die markentypischen Schwingen-Prints finde ich nicht schön. Auch nicht beim Osprey Raptor 14. Aber ich kann damit leben. 😉 Und Biken.

Mit dabei ist gleich eine Trinkblase. Diese stammt nicht von Osprey, sondern von Hydrapak hergestellt. Sie überzeugt mich nicht wirklich, vor allem da sich das Mundstück extrem schlecht reinigen lässt. Aber dafür kann Osprey reichlich wenig. Und immerhin ist schon gleich eine Trinkblase dabei. Ich habe sie aber nach einiger Zeit ausgetauscht.

Leider gibt es beim Rucksack und auch im Internet null Angaben zu Nachhaltigkeit, Produktion, Recycling etc. Das gibt Abzug. Hier sollte die Marke mehr Anstrengungen machen und transparenter kommunizieren.

Fazit: Der Osprey Raptor 14 ist der Hammer. Einen besseren Bike-Rucksack kenne ich derzeit nicht. Zu verbessern gibt es wenig – mir hat er ein paar Fächer zu viel, aber die muss man ja nicht nutzen.

Den Bike-Rucksack gibt es auch als spezielles Damenmodell – und auch den Osprey Raven haben wir getestet.

Preise

Der Osprey Raptor 14 kostet 165 CHF.

Händlersuche Schweiz/Storefinder

Den Rucksack gibt es auch mit weniger Volumen als Raptor 10. Die Damenmodelle heissen Raven 10 und 14.

Links

Hersteller Osprey

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über New Rock Sport

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