Warum Sonnenbrillen in den Bergen unverzichtbar sind

In den Bergen wirkt Licht anders als im Tal. Höhenlage, klare Luft und grosse, helle Flächen verändern die Strahlenbelastung spürbar und erhöhen zugleich die Anforderungen an die Augen. Während eine Sonnenbrille im Alltag oft als Komfort gilt, übernimmt sie am Berg eine echte Schutzfunktion. Entscheidend ist nicht nur die Helligkeit, sondern vor allem der Anteil an UV-Strahlung und die Art, wie Schnee, Fels und Wasser Licht zurückwerfen. Wer diese Mechanismen versteht, erkennt schnell, warum Augenschutz dort besonders wichtig ist.

Mehr UV-Strahlung mit jedem Höhenmeter

Mit steigender Höhe nimmt die UV-Belastung zu, weil die Atmosphäre dünner wird und weniger Strahlung filtert. Der entscheidende Effekt entsteht durch die kürzere „Schutzstrecke“: Ein Teil der UV-Strahlung, der in tieferen Lagen abgeschwächt wird, erreicht in der Höhe direkter die Augen. Zusätzlich sorgt die häufig klarere, trockenere Luft in alpinen Regionen dafür, dass weniger Streuung und Dunst das Licht dämpfen. Dadurch steigt nicht nur die gefühlte Helligkeit, sondern auch die biologische Wirkung der Strahlung auf Hornhaut, Bindehaut und Linse. Die Augen reagieren darauf empfindlich, weil UV-Strahlung Entzündungsprozesse auslösen kann und die Oberfläche des Auges stark beansprucht.


Eine Sonnenbrille fungiert hier als Schutzbarriere: Sie reduziert die UV-Strahlenbelastung und senkt damit das Risiko akuter Beschwerden, die in den Bergen besonders problematisch sind, da Rückzug und Erholung häufig nicht unmittelbar möglich sind. Vor diesem Hintergrund gelten Sonnenbrillen von eyes+more für viele Bergsteiger als unverzichtbarer Bestandteil der Grundausstattung.

Schnee, Fels und Wasser als Strahlenverstärker

In alpiner Umgebung trifft Licht selten nur „von vorn“ auf das Auge. Schnee reflektiert einen grossen Teil der einfallenden Strahlung und verwandelt die Landschaft in eine helle Fläche, die Licht von unten nach oben zurückwirft. Das Auge erhält damit Strahlung aus mehreren Richtungen, was die Gesamtbelastung deutlich erhöht. Auch helle Felsen, Gletscherflächen oder nasse Steine verstärken den Effekt, weil sie Licht streuen und Reflexe erzeugen, die sich ständig verändern.

Gerade dieser Wechsel aus direkter Sonne, reflektiertem Licht und abrupten Helligkeitsspitzen ist eine Herausforderung für den Sehapparat. Zwar reagiert die Pupille, doch sie kann UV-Strahlung nicht zuverlässig abblocken und arbeitet langsamer als die wechselnden Reflexe in einer bewegten Bergszenerie. Ohne den Schutz einer Sonnenbrille kann die Hornhaut überreizt werden. Im Extremfall entsteht eine schmerzhafte Entzündung, die als Schneeblindheit bekannt ist.

Wind, Kälte und trockene Luft als zusätzliche Belastung

Neben Strahlung greift auch das Bergklima die Augen an. Wind transportiert Staub, feine Sandpartikel oder Eiskristalle und trocknet die Tränenflüssigkeit schneller aus. Kälte verlangsamt zudem die natürliche Befeuchtung, weil die Lidränder und die Tränendrüsen weniger effizient arbeiten können. In trockener Höhenluft verdunstet der Tränenfilm schneller, wodurch die Hornhautoberfläche weniger gut geschützt bleibt. Reizungen, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl entstehen dann nicht nur durch ultraviolette Strahlung, sondern auch durch mechanische und klimatische Faktoren.

Eine Sonnenbrille wirkt wie ein Wind- und Partikelschild: Sie reduziert den Luftstrom direkt am Auge und verringert so die Wahrscheinlichkeit, dass winzige Partikel auf die Hornhaut treffen. Gleichzeitig sinkt die Notwendigkeit, die Augen ständig zusammenzukneifen. Das entspannt die Lidmuskulatur und kann den Tränenfilm indirekt stabilisieren. Dieser Schutz ist im Gebirge besonders wertvoll, da Erschöpfung und Unterkühlung die Fähigkeit des Körpers, kleine Reizungen zu kompensieren, mindern.

Bilder Sonnenbrillen in den Bergen: © Google Nano Banana Pro

ÜBER DEN AUTOR

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Inhaltsverzeichnis