Banff Mountain Film Festival 2017 World Tour

Es ist wieder Banff Mountain Film Festival World Tour, wie jedes Jahr, das hat schon fast Tradition. Wir freuen uns auf einen Abend voll von Outdooradventure, Action und schönen Landschaftsbildern.

Beeindruckende Persönlichkeiten im Teil eins des Banff Mountain Film Festival 2017

Im ersten Teil werden wir nicht enttäuscht. Die vier Filme vor der Pause sind unterhaltsam und die erste Hälfte schnell vorbei. Beeindruckende Persönlichkeiten bestimmen das Programm. Ein Gedicht übers Biken, mit vielen eindrucksvollen Stimmungsbildern. Der Film heisst Dreamride und besser könnte man den Film gar nicht beschreiben. Da bekommt man sogar als Rennvelofahrer Lust, das Rad zu wechseln.

Four Mums in a boat ist witzig, kurzweilig und erfrischend anders. Es geht für einmal nicht um schneller, höher und schwieriger. Der Film zeigt Menschen wie du und ich, die eine grosse Herausforderung annehmen und über ihre Grenzen hinauswachsen. Was auf den ersten Blick unmöglich scheint, schaffen sie zusammen als Team.

Nach Ace and the Desert Dog kommt dann Doing it scared. Der Film ist eine Liebeserklärung ans Leben und an die Freundschaft. Paul Pritchard kehrt fast zwanzig Jahre nach seinem Unfall an den Totem Pole in Tasmanien zurück. Er ist seit dem Unfall halbseitig gelähmt und musste Vieles neu lernen. Mit Hilfe seiner Freunde und eines ausgeklügelten Steig-Systems kann er an einem Seil auf die schicksalhafte, freistehende Felsnadel vor der Küste Tasmaniens klettern. Ein Film und eine Persönlichkeit, die unter die Haut gehen. Im Interview in der Pause erklärt Paul, dass das Seil für ihn ein Hilfsmittel war, so wie dies für manche von uns eine Brille ist.

Schlammschlacht, Chaosflieger und wunderschöner Iran im zweiten Teil des Banff Mountain Film Festival 2017

Nach der Pause ändert die Stimmung der Filme etwas. Die fliegenden Musiker im Film Metronomic sind etwas surreal und so unsinnig, dass es schon wieder irgendwie unterhaltsam und lustig ist.

Wunderschöne, eindrucksvolle Bilder liefert der Film über Skifahren im Iran [Iran: A Skier’s Journey]. Die Kultur und Stimmungen sind toll eingefangen. Ich bekomme Lust, in den Iran zu reisen, die Landschaften sind atemberaubend.

Die Schlammschlacht am Poumaka ist dann nicht mehr so ganz mein Ding, ich frage mich, ob die ganze Expedition einfach stattfand, um etwas richtig Ausgefallenes und Krasses zu machen. Es sieht auch nicht so sehr nach Spass aus, eher nur nach wie einer erzwungenen Suche nach Abenteuer; etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen nach meinem Geschmack.

Auch der letzte Film Fledglings ist nicht so ganz der Volltreffer meiner Meinung nach. Die beiden Profikletterer Cedar Wright und Matt Segal präsentieren ihre neuste Idee. Sie versuchen sich im Gleitschirmfliegen, wie gewohnt als Chaos-Himmelfahrtskommando. Irgendwie sehr gesucht und nach dem Motto «möglichst gefährlich und provokativ».

Nach dem Film Doing it scared finde ich den Film nicht ganz so lustig und es erscheint mir fragwürdig, ob er die richtige Message rüberbringt, sich absichtlich möglichst grossen Risiken auszusetzen?

Ein interessantes Outdoorfilmfestival ist das Banff Mountain Film Festival 2017 – sehenswert auf jeden Fall.

Fazit: Bis auf zwei Filme war es wieder ein ganz tolles Outdoorfilm-Erlebnis mit Filmen von den unterschiedlichsten Outdoor-Abenteuern. Ein cooler Moderator hat sympathisch durch den Abend geführt und ein interessantes Interview mit dem Kletterer Paul Pritchard bot sogar in der Pause Unterhaltung. Ich freue mich jedenfalls schon auf nächstes Jahr.

Mehr Infos zu Terminen und Tickets der Banff Mountain Film Festival 2017 World Tour hier.

Trailer Banff Mountain Film Festival 2017

Quelle Bilder: Banff Mountain Film Festival

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