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Im Rahmen des adidas Rockstars 2014 Events hatte ich die Gelegenheit persönliche Gespräche mit zwei Atletinnen von adidas zu führen.

Interview mit Barbara Zangerl aus Österreich

Sie kam mit Sturheit zum Erfolg und war bereits mit 19 Jahren eine der besten Boulderinnen der Welt. 2008 zwang sie ein Bandscheibenvorfall in die Knie, nach der Rehabilitation aber, erstrahlte sie in neuem Licht und wuchs über sich hinaus. Mit dem Film «Same Same But Different» visualisierte sie ihre Veränderung und wurde zu einer der talentiertesten Routenkletterinnen weltweit. Barbara Zangerl, 26 Jahre jung, ist ein Kletter-Stern und eine Inspiration für viele Kletterinnen. Ich habe Barbara Zangerl getroffen und stellte Ihr in einem Interview ein paar Fragen:

Man sagt: «einmal mit dem Rücken, immer mit dem Rücken». Inwiefern trifft dies auf Dich zu und wie gehst Du damit um?

Ich kann mittlerweile gut mit der Verletzung umgehen, dennoch ist und bleibt sie eine Schwachstelle. Wenn Du demnach einen Bandscheibenvorfall hast, bleibt dieser sicher bestehen und Du musst halt immer darauf achten. Zum Beispiel beim Bouldern, wenn ich da weit runterspringen muss, geht das nicht mehr so gut wie früher. Aber bei Seilstürzen oder wenn ich den ganzen Tag im Gurt hänge, da hab ich keine Probleme mehr damit. Bei mir ist es so, das ich halt regelmässig in Therapie gehe und meine täglichen Übungen durchziehe. Auf diese Weise verhindere ich Versteifungen und bleibe weiterhin beweglich.

Die Sturheit brachte Dich zum Erfolg, wie sieht es bei dir im privaten aus?

Ich bin generell ein sturer Mensch. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann will ich dieses Ziel auch mit «allen Mitteln» erreichen. Mein Partner ist mindestens genau so stur wie ich. Wenn wir verschiedene Meinungen haben, dann gehen wir auch mal mit getrennten Meinungen auseinander und erzwingen nichts.

Wie fühlt es sich an, wenn Du hörst, dass Du eine Inspiration für viele Kletterinnen und Boulderinnen bist?

Dies zu hören gibt mir ein gutes Gefühl, wenn das jemand so sieht. Das ist für mich total lässig wenn ich wen inspirier. Ich finde es auch cool, wenn es immer wie mehr Mädels versuchen, so wie ich zu klettern oder zu bouldern. Für mich ist dies eine Ehre.

Was sind Deine nächsten grossen Pläne?

Ich entscheide meine Pläne alle sehr spontan. Ich war jetzt den ganzen Sommer in den Dolomiten unterwegs und hab da rumprobiert, die Bella Vista musste ich aber dann leider aufgeben wegen den schlechten Wetterverhältnissen. Wenn ich diese Route dieses Jahr nicht mehr schaff, dann schaff ich sie nächstes Jahr. Mein anderes Ziel ist die Unendliche Geschichte, die Route vom Beat Kammerlander in Rätikon. Die 8b+ ist ca. 10-15 Seillängen gross und wird etwa gleich bewertet wie der Silbergeier, soll aber ein ganzes Stück schwerer sein. Keine Ahnung, ob ich das schaff. Doch diese Idee schwirrt mir schon eine Weile im Kopf herum und ist eines meiner nächsten und grössten Ziele.

Danke Barbara für das Interview!

Interview mit Mayan Smith-Gobat aus Neuseeland

Ihr Idol ist Lynn Hill und sie ist selbst schon für viele andere Extremsportler zum Idol geworden. Die Rede ist von niemand anderen als von Mayan Smith-Gobat. Sie schaffte 2011 die «Salathé» ohne Seil, auf den berüchtigten El Capitan. Nichts für schwache Nerven –diese Frau hat es mit körperlicher und mentaler Höchstleistung geschafft. Nach Steph Davis, welche die Salathé 2005 als erste Frau im Freiklettern erfolgreich bestieg, ist Mayan Smith-Gobat erst die zweite Kletterin, welcher diese Höchstleistung gelang. Mayan Smith-Gobat nahm sich für ich-liebe-berge.ch die Zeit, um mit mir ein Interview zu führen:

Die Salathé hochzusteigen ist schon was Spezielles. Was war es, was Dich dazu motivierte?

Die Liebe zum Fels, die körperliche als auch die mentale Herausforderung beim Klettern. Mein Ziel ist es immer wieder über mich herauszuwachsen, meine eigenen Grenzen zu überwältigen. Die Salathé frei zu klettern war auch historisch eine Herausforderung für mich, welche ich zu meistern hatte.

Die Route «Place of Happiness» am Pedra Riscada in Brasilien war auch ein Platz der Glücklichkeit für Dich, weshalb?

Hauptsächlich waren es die Menschen die da leben und die Natur an sich. Rio de Janeiro ist eine Stadt der Armut welche mich sehr traurig stimmte, doch umso mehr ich weiter ins Landesinnere zog, umso schöner wurde es auch. Die Menschen wurden zunehmend glücklicher. Das schönste war für mich persönlich der Weg an sich, die Reise durch die Wildnis Brasiliens.

Du setzt Dich sehr für den Nachwuchs im Klettersport ein. Möchtest Du unseren Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Mein Tipp ist, mit Leidenschaft und Spass zu klettern. Dies möchte ich allen mit auf den Weg geben. Die Leidenschaft fürs Klettern hat auch mir ganz neue Fenster geöffnet und liess mich Ziele erreichen, welche mir erst unmöglich erschienen. Habt Spass an dem was ihr macht und auch Ihr werdet eure Ziele erreichen.

Danke Mayan für das Interview!


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