Neben der neuen, wasserfesten Daune gibt es im Bereich Daunenbekleidung eine weitere Neuerung, die auf uns zurollt: farbige Daune.

Ganz im Trend leuchtender und knalliger Farben wird nun die Daune selber farbig. Die Aussenstoffe sind mittlerweile so dünn, dass die Daune darunter sichtbar ist. Was früher ein reines Füllmaterial war, das rein Isolierungszwecken diente, wird nun zusätzlich ein modisches Element der Kleidung.

Mitte 2012 wird Hi-Tec das sog. Color-Tec auf den Markt bringen. Eine gefärbte Daune. Los geht’s mit der Frauenjacke Timaru Down Hoody. Durch das transparente Aussenmaterial aus Rip-Stop-Nylon scheint die Daune durch und verleiht der Jacke eine eigene Optik. (Ehrlich gesagt erinnert die Optik mich an Industrielappen, die aus allen möglichen Stoffresten … lassen wir das.) Die Jacke hat zwei Reissverschlusstaschen, einen Zug im Saum und kostet über dem Teich 190 Dollar.

Die farbigen Daunen werden in einer Reihe von Farben auf den Markt kommen. Sei es unifarben oder verschiedenfarbige Daunen in Kombination. Neben dem ästhetischen Effekt, der Farbstoff erhöht angeblich die Füllkraft der Daune, soll die Behandlung aber keine nachteiligen Auswirkungen auf die natürlichen Öle in den Federn haben.

Beim Blick nach Europa lassen sich auch hier Marken finden, die auf die neue Daune setzen. Kjus wäre eine. Sie stellten auf der ISPO 2012 im Januar eine „Limited Edition“ vor. Typisch Europa lieber also erstmal vorsichtig testen.

Zusammengefasst ist es ein modischer Furz. Aber ein lustiger. Und wenn man die derzeitige Diskussion um Daunen grundsätzlich verfolgt, wäre eine farbige Kennzeichnung der Daunen generell vielleicht noch sinnvoll? Daunenfedern aus Lebendrupf könnte man blutrot einfärben. Und jene fairen Daunen von all den Gänsen, die sich freiwillig  selber das Leben genommen haben, grün einfärben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, die Idee kommt nicht so gut an.

Mal sehen, wie lange es nun dauert, bis Primaloft & Co auch als farbige Version auf den Markt kommt.

Bild: Timaru Down Hoody von Hi-Tec

About The Author Rüdiger Bodmer