Ratgeber Outdoorküche – Kochen unter freiem Himmel

Ein paar Tage draussen zu sein und das rund um die Uhr stellt einen guten Ausgleich zum Alltag dar. Zu einem richtigen Outdoor-Erlebnis gehört die Übernachtung im Zelt genauso wie das Kochen unter freiem Himmel. Ein leckeres Frischluft-Gericht ist mit kleinen Tricks und Tipps im Handumdrehen zubereitet und füllt die Energiereserven auf.

Eine warme Mahlzeit nach einem langen Tag an der frischen Luft ist göttlich. Doch was müssen Wanderer, Camper und Festival-Besucher beim Kochen beachten? Was im Haus selbstverständlich ist, fordert in der Natur besondere Beachtung. Mit einer sinnvollen Ausstattung und dem Augenmerk auf kleine Details fehlt es auch in der Camping-Küche nicht an Genuss.

Die Grundlagen

Basis ist eine sichere Kochstelle, die möglichst windgeschützt und auf geradem Untergrund gelegen ist. Bei Regen hält ein aufgespanntes Tarp den Platz trocken. Um bei allen Wetterbedingungen effizient zu kochen, schützt ein faltbarer Windschutz den Kocher. Ausserdem sollte beim Campen der Fokus auf haltbaren Lebensmitteln und leichten Rezepten liegen. Beispielsweise ein Couscous-Gericht mit einer würzigen Sosse: Dafür in einem Topf Wasser zum Kochen bringen und es anschliessend über den Couscous giessen, der in einem separaten Gefäss quellen kann. Währenddessen ist im Topf auf dem Kocher schnell eine würzige Tomatensosse gezaubert. Pfiff bekommen die passierten Tomaten durch Zutaten wie Zwiebeln, Gewürze und Mais. Wer beim Transport auf leichtes Gepäck achten muss, ist mit Trockengemüse, Nüssen, Ingwer- und Knoblauchknollen gut ausgestattet. Serviert auf stabilem, leichtem Camping-Geschirr schmeckt das fertige Gericht unter freiem Himmel besonders gut.

Die Sache mit dem Wasser

Ob fürs Trinken oder Kochen, ausreichend Flüssigkeit ist ein Muss. Nicht jeder Ort bietet direkten Zugang zu einer Quelle oder einem Leitungssystem: Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann Wasser in Plastikcontainern mitführen. Ist dafür kein Platz, füllen saubere Flüsse und Seen die Flaschen auf. Doch aufgepasst: Auch klares Wasser aus der Natur kann Schadstoffe enthalten. Zu den einfachsten Methoden Erreger abzutöten, zählen das Abkochen des Wassers oder die Verwendung von Aufbereitungstabletten. Für die Entfernung aller Mikroorganismen ist ein spezieller Wasserfilter sinnvoll.

Reinigen und entsorgen

Ob in der Natur oder auf dem Campingplatz, die Picknickstelle muss sauber hinterlassen werden. Camper können ihre Kochutensilien mit Wasser und biologisch abbaubarer Seife reinigen. Dabei entstehendes Schmutzwasser wird ein gutes Stück vom Ufer entfernt entsorgt. Bei Dunkelheit hilft eine Stirnlampe, den Kochplatz abzubauen, zu reinigen und die Lebensmittel sicher zu verstauen. Lebensmittel oder Müll können separat vom restlichen Gepäck in wasserdichten Beuteln aufbewahrt werden.

So fängt der Tag gut an

Am nächsten Morgen gilt: Ein guter Kaffee ist Entspannung pur. Darauf sollte niemand verzichten müssen. Instantkaffee muss nicht sein, denn mit einer kompakten Halterung für Kaffeefilter ist auch beim Camping, am Berg oder auf dem Festival ein frisch gebrühter Kaffee garantiert. Teeliebhaber sind mit einer Teekanne (inklusive Teefilter) gut ausgerüstet. Für die Tour können Heiss- wie Kaltgetränke in eine Thermosflasche abgefüllt werden.

Vielleicht bietet schon das nächste Wochenende Gelegenheit für eine Auszeit im Freien?

Quelle: Tatonka