Test Therm-a-Rest NeoAir XLite
7.7 / 10 Bewertung
PRO
  • extrem leicht
  • sehr klein verpackbar
  • gute Polsterung, bequem
  • Konstruktion sorgt für gute Isolierung, wenig Wärmeverlust
CONTRA
  • raschelt etwas
  • langer Atem zum Aufblasen notwendig
  • relativ schmal geschnitten
Testurteil
Die Schlafmatte Therm-a-Rest NeoAir XLite ist extrem leicht und klein verpackbar. Die mit Luft gefüllte Matte bietet einen guten Liegekomfort, aber nicht nur das, sie isoliert auch gut. Von alleine füllt sie sich aber nicht, sie muss aufgeblasen werden.
Funktion8.8
Qualität/Verarbeitung7
Gewicht/Packmass9
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung8.5

Fakten

Isomatte Therm-a-Rest NeoAir Xlite, inkl. Packsack und Repair-Kit, getestet in Grösse S

  • Gewicht: 230 g nachgewogen (230 g laut Hersteller)
  • Masse: 51 x 119 x 6,3 cm (Länge M: 183cm, L: 196cm)
  • Packmass: 23 x 9 x 9 cm
  • Leichtmatratze zum Aufblasen; Eignung: 3-Saison
  • Farbe: Radiant (gelb)
  • Aufbau innen: Triangular Core Matrix, Reflective Barrier zu Wärmereflexion der Wärmestrahlung des Körpers
  • R-Wert: 3,2
  • Material: 30d High Tenacity Nylon

Produktion und Nachhaltigkeit:

  • Produktion: Made in Ireland
  • Keine Hinweise zum Thema Nachhaltigkeit/Umweltschutz gefunden.

Zubehör:

  • NeoAir Pump Sack
  • Minipump

Praxistest Therm-a-Rest NeoAir XLite

Eine Outdoor-Matte sollte bequem sein, genügend breit, nicht rutschen, nicht rascheln und robust sein, damit man sie auch direkt auf unterschiedlichstem Untergrund verwenden kann. Zudem sollte sie aber auch einfach aufblasbar, klein und leicht sein. Diese Anforderungen stellen die Quadratur des Kreises dar. So kommt man nicht umhin, sich zu entscheiden, worauf man bei der Wahl einer Matte den Hauptfokus legen möchte.

Die NeoAir XLite spielt ihre Stärke im Hinblick auf die Kriterien leicht und klein verpackbar aus. Die von mir getestete Version S mit der Länge von 119 cm ist da sogar noch puristischer (und noch leichter) – man spart grad nochmals ca. 100 Gramm im Vergleich zur längeren Variante. Ob man mit der Kurz-Variante zurechtkommt oder eine der längeren Varianten vorzieht, muss man selber ausprobieren. Für den Winter hat die lange Variante sicherlich Vorteile, damit man an den Beinen und Füssen nicht kalt hat. Ich persönlich verwende die kurze Variante aber auch im Schnee – mit einer Unterlage wie z.B. dem Rucksack für die Beine.

Was mich neben dem super-kompakten Packmass begeistert hat: Aufgeblasen ist die Matte erstaunlich dick (6,3 cm) und so der Liegekomfort toll. Dies hätte ich von einer solch leichten Matte nicht erwartet. Dank der reflektierenden Mittelschicht erreicht man auch einen recht guten Isolationswert (R-Wert: 3,2). Um Liegekomfort und Wärme zu erreichen, verfügt die Matte im inneren über schräges, doppellagiges Kammernsystem (genannt: Triangular Core Technology) und eine reflektierende Mittelschicht (genannt: Reflective Barrier). Leider führt dieses Innenleben auch dazu, dass die Matte bei Bewegungen raschelt. Dies liegt jedoch im erträglichen Masse, man schläft trotzdem gut. Die Matte ist mit ihrer Mumienform und max. 51 cm Breite kompakt geschnitten, keine Liegewiese.

Da die Matte über keine selbstaufblasende Füllung verfügt (deshalb der Name der Produktlinie “NeoAir”), muss man kräftig reinpusten, bis die Matte gefüllt ist. Wem dies zuviel ist, der kann sich hier mit einem Pumpsack (der auch ein Packsack ist) oder einer elektrischen Minipumpe behelfen.

Die Matte ist aus einem feinen Nylon-Gewebe hergestellt. Achtung: Beim Einsatz ausserhalb des Zeltes (z.B. als Sitzmatte beim Abendessen) ist Vorsicht geboten, sobald es Steine oder scharfe Dinge am Boden hat.

Fazit: Ein Top-Matte wenn es ums Gewicht geht – und trotzdem erstaunlich komfortabel. Aufpassen muss man aber, wenn man die Matte ausserhalb des Zeltes einsetzen möchte.

Preis

Online erhältlich für 119 €.

Die Kurzversion (S) wird gemäss meinem Wissensstand in Schweizer Outdoorläden leider kaum angeboten.

Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller Therm-a-Rest

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über ICON Outdoor AG

About The Author Christian Denzler