Test MountainSkyver Rock 20”

Skyver 13

Test MountainSkyver Rock 20”

  • Der MountainSkyer ist ein Bergroller mit Rucksack
  • Das neue Konzept funktioniert, überzegt aber nicht vollkommen
  • Im Vergleich zu einem MTB trägt sich der MountainSkyver besser, ist aber schwer und fährt sich nicht so gut

Ich-liebe-Ausrüstung-Bewertung

6.0 Punkte

Pro

  • Auf- und Abbau gehen schnell
  • Rucksack lässt sich vom Rad trennen, beim Fahren also am Rücken tragen
  • Guter Rucksack

Contra

  • Fahreigenschaften
  • Um es wirklich bequem zu tragen, muss man zu viel demontieren
  • Abstand zwischen Vorder- und Hinterrad zu gering
  • Hohes Gewicht

Fakten

MS MountainSkyver Rock 20”

Angaben vom Hersteller:

  • Gewicht: ca. 11,5 kg
  • Rahmen: hochwertiges Alu 6061 t6
  • Pedalarm: hochwertiges Alu 7005
  • Bremsen: Scheibenbremsen (180 mm)
  • Gabel: Einfachbrücken-Federgabel (130 mm)
  • Dämpfer hinten: Stahlfeder-Dämpfer (80 mm)
  • Reifen: 20”
  • Lenker + Vorbau: Kalio Leichtbau Alu

Vier Modelle decken verschiedene Einsatzbereiche ab: So wird der MountainSkyver mit den Modellen SUMMIT und KIBO einerseits zum knieschonenden Abfahrtsgerät für Bergsportler und eröffnet andererseits Freestylern und Downhill-Spezialisten mit dem CROSS-X und dem ROCK völlig neue Möglichkeiten. Mit dem FREESOLO kannst du dir sogar deinen ganz persönlichen MountainSkyver individuell zusammenstellen.

Praxistest MountainSkyver Rock 20”

2011 wurden sie vorgestellt, die Bergroller von Skyver. 2012 haben wir sie getestet, jetzt erscheint der Bericht, pünktlich zum Frühlingsbeginn. Getestet haben wir den Skyver Rock auf einer Bergtour und einigen Downhill-Touren. Grundsätzlich könnte man sehr viel über den Skyver schreiben, wir versuchen uns aber kurz zu halten.

Die Grundidee des Skyver ist, dass man ihn besser als ein Mountainbike tragen kann und dadurch auch Strecken bergab fahren kann, die man mit dem MTB nicht erreicht. So richtig überzeugt hat uns das Konzept aber nicht. Das hohe Gewicht ist störend. Und auch die Fahreigenschaften sind gegenüber einem Moutainbike dermassen schlechter, dass es uns nicht begeisterte. Aber der Reihe nach.

Trageeigenschaften

Bergauf trägt sich der Skyver mit dem Rucksack recht gut. Der Rucksack stammt von Ortovox und lässt sich gut tragen. Für eine Tagestour kann man noch gut etwas in den Rucksack packen. Für mehr reicht der Platz aber nicht.

Auf- und Abbau

Oben angekommen kann man den MountainSkyver relativ schnell für die Abfahrt startklar machen. Der Zusammenbau ist relativ einfach – man setzt das Vorderrad ein, klappt den Rahmen auseinander und fixiert dabei das hintere Dämpferelement. Los geht’s.

Fahreigenschaften

Bergab funktioniert die Federung gut. Die Federgabel vorne und der Dämpfer hinten funktionieren. Der geringe Durchmesser des Vorderrades schafft eine sehr leichtgängige Lenkung.  Auch durch den geringen Radstand ist der Bergroller daher nicht sehr stabil – all zu schnell kann man damit nicht fahren.

Bei der Abfahrt steht man auf den seitlich ausklappbaren Trittflächen. Diese sind sehr rutschfest und sogar in der Höhe verstellbar. Zum Bremsen dienen vorne und hinten Scheibenbremsen. Diese funktionieren einwandfrei.

Besser als bei der Konkurrenz ist ganz klar, dass sich der Rucksack vom Rad trennen lässt und beim Fahren am Rücken getragen werden kann. Das ist klar angenehmer.

Nervig sind natürlich Flachstrecken. Hier kommt man nur mit Rollertechnik und Anstossen voran. Die Downhill-Eigenschaften sind aber insgesamt nicht gleichwertig mit einem MTB.

Preis

In der Schweiz erhältlich für 979 CHF.

Links

Hersteller

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über LiteXpress Schweiz GmbH

Funktion0
Qualität/Verarbeitung0
Gewicht/Packmass0
Umwelt/Nachhaltigkeit0
Preis-Leistung0

ÜBER DEN AUTOR

Rüdiger Bodmer

Rüdiger Bodmer testet Ausrüstung für ich-liebe-berge.ch – der ausgebildete Wanderleiter des Schweizer Bergführerverbands (SBV) sowie Wanderleiter mit eidg. Fachausweis führt professionell Touren. Im Winter leitet er Schneeschuhtouren im In- und Ausland. Dazu gibt der Lawinenexperte Kurse und Vorträge. Auch Kurse mit Zertifikat leitet er als Ausbildner des Swiss Mountain Training vom Schweizer Bergführerverband. Im Sommer leitet er Wanderungen, Alpinwanderungen, Wanderreisen und Trekkings. Viele seiner Touren führt er in Zusammenarbeit mit den Bergsteigerschulen Berg+Tal und Höhenfieber durch. Ehrenamtlich leitet er zudem Touren für den Schweizer Alpen-Club (SAC). Berge sind etwas Wunderbares für Rüdiger. Für ihn sind es Orte, denen er sich verbunden fühlt, an denen er sich wohlfühlt. Und davon gibt es einige. Er geniesst es draussen unterwegs zu sein. Privat ist er viel mit Schnee- und Wanderschuhen unterwegs, unternimmt aber gerne auch Skitouren, Hochtouren, geht Klettern oder Eisklettern und was man sonst noch so draussen anstellen kann. Als Guide will er aber vor allem eins – schöne Erlebnisse teilen und ein Stück seiner Begeisterung weitergeben. Bei seinen Touren legt er besonderen Wert auf die Sicherheit – neben einer guten Vorbereitung bildet er sich ständig weiter. Neben der Aus- und Fortbildung achtet er darauf, dass, wenn immer möglich, bei seinen Touren die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt und die Natur möglichst nicht beeinträchtigt wird. Über die Jahre hat Rüdiger ein grosses Interesse und Know-how im Bereich Ausrüstung entwickelt. Er hat ich-liebe-berge.ch gegründet.

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