Test Suunto Ambit HR

Die Suunto Ambit HR ist die perfekte Uhr für leistungsorientierte und polysportive Menschen. Die Ambit mit Pulsband ist ein top Trainings- und Messinstrument für verschiedenste Sportarten, vom Trail Running über Bergsteigen bis hin zum Biken. Sie ist personalisierbar und auf jede Sportart individuell einstellbar. Das Spielzeug für ambitionierte (Hobby-)Sportler!

Ich-liebe-Ausrüstung-Bewertung

7.9 Punkte

Pro

  • GPS-Uhr mit breitem Spektrum an Einsatzmöglichkeiten durch Höhenmesser (GPS und/oder barometrisch), Pulsmesser, horizontale und vertikale Geschwindigkeits-Anzeige, Runden-Messer, Stopp-Uhr, Temperatur-Anzeige, Kompass und vielem mehr
  • pro Sportart und mit herunterladbaren Sport-Apps individualisierbar
  • robust und leicht
  • schlichtes Design mit guter Integration des GPS-Senders
  • Trainings- und Übersichtsplattform auf movescount.com mit Social-Media- Elementen

Contra

  • Menüführung braucht etwas Übung
  • mächtige Uhr (besonders für ein Damenhandgelenk)
  • keine Auto-Stopp-Funktion für automatisches Anhalten bei keiner Bewegung (z. B. effektive Fahrzeit beim Mountainbiken/Radfahren)
  • langsamer Support der Movescount-Plattform

Fakten

Lieferumfang:

  • Suunto Ambit (schwarz oder silber) HR
  • Suunto ANT-Herzfrequenzgurt (nur beim Modell HR inklusive)
  • Auflage- und Datenübertragungs-Kabel
  • Kurzanleitung
  • Gratis-Account auf Movescount.com (Online-Daten- und Trainingsplattform mit Social-Media-Elementen)
  • Gratis Download Moveslink 2 (Daten-Synchronisation)

Angaben vom Hersteller:

Spezielle Outdoor-Funktionen:

  • Umfassendes GPS mit Wegpunkt- und Routennavigation
  • Einzigartiger 3D-Kompass
  • Präzise barometrische Höhenmessung
  • Barometer
  • Temperaturmessung
  • Globale und lokale GPS-Raster

Erweiterte Trainings-Funktionen:

  • Präzise Trittfrequenz und Geschwindigkeit (FusedSpeed™) mit Beschleunigungsmesser und integriertem GPS
  • Präzise vertikale Geschwindigkeit mit barometrischer Höhenmessung
  • Erweiterte Herzfrequenzmessung mit Peak-Trainingseffekt und Erholungszeit
  • Online-Sporttagebuch mit Planungs- und Analysetools auf Movescount.com
  • Kompatibel mit Suunto Bike POD, Road Bike POD und Cadence POD

Für alpine Abenteuer und den täglichen Gebrauch: Besonders robustes Gehäuse

  • Extra lange Batterienutzungsdauer; ungefähre Betriebszeit: 1. Outdoor-Modus 50 h – mit längerem GPS-Tracking-Intervall, z. B. für Wanderungen

    2. Trainingsmodus 15 h – mit kürzerem GPS-Tracking-Intervall, z. B. für das Lauftraining

    3. Uhrmodus 30 Tage – Nutzung als Uhr mit ABC-Funktionen

  • Wasserdicht bis 100 m /328 ft (ISO 2281)
  • Aktualisierung mit neuen Funktionen über Movescount.com möglich

Erhältliche Komponenten:

  • Bike Pod
  • Cadence Pod
  • Road Pod
  • Running Pod
  • Fahrradhalterung
  • Extra Ladegerät

Praxistest Suunto Ambit HR

Zwei Mädels, eine Uhr: Wir zwei nahmen die GPS-Sportuhr Ambit von Suunto mit Pulsband (einmal in silber und einmal in schwarz) mit zu allem, was wir gerade sportlich unternahmen. So begleitete uns der polysportiv einsetzbare Chronograph beim Renn- und Tourenradfahren, Biken, Joggen, Trail Running, Wandern, Bergsteigen und Skitouren.

Die Suunto Ambit HR ist ein Spielzeug für Entdecker und leistungs- bzw. zahlenorientierte Sportler. Es gibt kaum etwas, das die Uhr nicht auswerten und anzeigen könnte. Das Display ist gross und unterteilt sich horizontal in drei Sektoren, wobei das mittlere Feld überproportional in der Grösse ist. Was die Ambit anzeigt, kann jeder für sich individuell auf die Sportart angepasst leicht auf der Online-Plattform einstellen. Das Display ist beleuchtbar und kann mittels der Lock-Funktion arretiert werden, so dass beispielsweise bei einer blöden Bewegung nicht die Bewegungsaufzeichnung gestoppt wird.

Die GPS-Uhr Suunto Ambit HR zeichnet nicht nur die gewohnten Parameter wie gemachte Höhenmeter, Auf- und Abstieg, Zeit usw. auf, sondern auch den zurückgelegten Weg. Sollte man sich verlaufen, bringt einem die Track-Back-Funktion zum Ausgangspunkt zurück. Ebenfalls können auf der Uhr die aktuelle und durchschnittliche Geschwindigkeit, den Standort (Koordinaten), Routen und Point of Interests (POIs) abgelesen werden. Dadurch kombiniert die Ambit die Vorteile eines GPS und einer Trainings-Uhr.

Mit der Suunto Ambit HR kann man auch Navigieren. Pfeile zeigen zwar, in welche Richtung es gehen soll. Es fehlt jedoch eine Karte. Beim Biken und Joggen, wenn man Wege hat, klappt die Navigation ganz gut. Im weglosen Gelände und wenn es genau sein soll, wie beim Bergsteigen, ist sie dafür weniger zu empfehlen.

Auch die Menüführung ist etwas gewöhnungsbedürftig oder besser gesagt, ohne Bedienungsanleitung ist man bei der funktionsreichen Uhr verloren. Obwohl wir beide uns gewohnt waren, Suunto-Sportuhren zu bedienen, taten wir uns anfangs schwer zu finden, wo welche Programme und welche Funktionen versteckt sind. Nach einer Eingewöhnungszeit hat sich dies nun etwas gelegt, aber logisch ist uns immer noch nicht alles.

Einer von uns ist aufgefallen, dass der Geschwindigkeitszähler beim Biken und Rennradfahren nicht genau arbeitet. Die maximal erreichte Geschwindigkeit war knappe 55 km/h. Interessanterweise waren es aber beim Snowboarden über 70 km/h. Mh, das kann nicht stimmen. Woran es liegt? Wir wissen es nicht.

Die Uhr Suunto Ambit HR ist bis 100 m wasserdicht. Sie unterstützt jedoch keine Pulsfunktionen im Wasser. Dafür brachte Suunto die Ambit2 S HR auf den Markt (keine Wetterfunktionen und bei dem Höhenmesser gibt es Einschränkungen).

Suunto spricht von einer Akku-Laufzeit von 15 Stunden mit GPS und 50 Stunden ohne GPS. Bei unseren Tests war nach 4.5 Stunden Aufzeichnung und GPS-Navigation die Akkuleistung noch auf etwa 60 Prozent. Wird die Suunto Ambit HR auf mehrtägigen Touren genutzt, braucht man also unbedingt eine Auflademöglichkeit. Ein Fakt, der die Uhr für längere Touren in den Bergen unattraktiv macht. Es gibt aber die Möglichkeit, die GPS-Funktion zu deaktivieren oder die Einstellungen anzupassen. Wird das Messen der Position auf einmal pro Minute verkürzt, verlängert sich die Akkudauer um ein Mehrfaches.

Um das volle Spektrum der Möglichkeiten auszuschöpfen, macht es Sinn, einen Account auf der Online-Plattform ‚Movescount‘ zu eröffnen und das Synchronisations-Tool ‚Moveslink‘ auf dem Computer zu installieren. Die gespeicherten Trainings können so auf Movescount übernommen und ausgewertet werden.

Movescount ist eine sehr vielseitige Online-Plattform mit Social-Media-Elementen. Zum einen können darüber die Einstellungen der Suunto Ambit HR vorgenommen werden. Zum anderen werden die aufgezeichneten Daten übersichtlich dargestellt (Kalenderansicht mit Sportart und Eckdaten, Ansicht pro Sportart, Ansicht pro Aufzeichnung inkl. allen Eckdaten, Kartenansicht und Graph mit den verschiedensten Parametern wie Herzfrequenz zu Weg und vielem mehr). Siehe zum Beispiel Account von Ueli Steck oder eine seiner Detailansichten. Zur Trainingsplanung stehen auf movescount.com ebenfalls diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Auf der Online-Plattform können Routen geplant und auf die Ambit geladen werden. Die Navigation kann zusammen mit dem Trainingsmodus genutzt werden. So navigiert die Uhr zum gewünschten Ziel und gleichzeitig werden Parameter wie Tempo, Distanz, Höhenmeter, Höhe usw. aufgezeichnet.

Natürlich dürfen in unserer Zeit die Social-Media-Elemente nicht mehr fehlen. So kann man sich auf movescount.com, wenn man will, untereinander vernetzen und gegenseitig die Trainingsdaten einsehen und Kommentare schreiben. Ebenfalls steht einem auf der Plattform eine immense Sammlung an publizierten Runden und Trainings zur Verfügung oder analog zum Apple Store Apps zur Individualisierung und Erweiterung der Suunto Ambit HR. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So gibt einem nach dem Training das Bierburner-App an, wie viel Bier für die verbrannten Kalorien getrunken werden darf. Natürlich gibt es auch eine grosse Anzahl Apps, die einem bei Wettkämpfen und im Training unterstützen.

Beim letzten Versionen-Update gab es im Anschluss diverse Bugs. So funktionierten bei einer von uns beiden nicht mehr alle Ansichten und das Unterregister mit den detaillierten Trainingsdaten konnte nicht mehr geöffnet werden. Darauf gab es ein Mail an den Support. Und dann war Geduld angesagt. Nach etwa drei Wochen trudelte dann endlich eine Antwort ein, auch wenn sie wenig weiterhalf. Auf alle Fälle fand sie schlussendlich selbst heraus, dass es ein Browser-Kompatibilitäts-Problem war. Seit dem Wechsel auf einen anderen Browser funktioniert alles einwandfrei. Ebenfalls klappt die Übertragung mittels Moveslink, dem Synchronisationstool zur Übermittlung der Daten von der Uhr auf movescount.com oder umgekehrt, nicht immer einwandfrei. Leider klappt das Übermittlen nicht immer beim ersten Mal. Sie überprüft nach dem Uploaden immer auf der Uhr, ob die Route auch tatsächlich gespeichert wurde.

Die Suunto Ambit HR sieht nicht wie eine übliche Sportuhr aus, sondern glänzt mit einem schlichten aber schönen Design. Wählt man die schwarze Variante, wirkt diese sportlich und die silberne kann gut auch als modisches Accessoire getragen werden.

Alles in allem ist die Suunto Ambit HR einfach toll, ein geniales Trainingsgerät für polysportive oder ambitionierte Sportler und für Technikfreaks ein vielseitiges sowie interessantes Spielzeug. Anfangs benötigt es zwar etwas mehr Zeit als bei einer herkömmlichen Pulsuhr oder Fahrradcomputer, dafür eröffnet sich eine neue Welt an Möglichkeiten. Zudem spart man mit ihr im Rucksack Platz, da die Ambit verschiedene Instrumente in einer Uhr vereint.

Hat man sich einmal in die Suunto Ambit HR verliebt, wird es für andere Sportuhren schwierig. Wir zwei sind auf alle Fälle mit ihr überaus glücklich und werden sie nicht mehr so schnell hergeben.

Preis

Die Suunto Ambit HR ist in der Schweiz mit Pulsband für rund 435 CHF erhältlich.

Links

Hersteller Suunto

About The Author Marianne Reinthaler