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An der internationalen Sportmesse ISPO in München wurde ich auf mamalila aufmerksam. Zum einen war mamalila mit der „Allwetterjacke für zwei“ sowohl zum Finalisten des BRANDNEW AWARD gewählt, als auch zum Gold Winner in der Kategorie „Apparel special purpose“ mit dem ISPO AWARD ausgezeichnet worden.

Die Jury urteilte: “Die innovative mamalila Jacke ist modernen Eltern auf den Leib geschnitten, die trotz oder gerade wegen ihres Nachwuchses aktiv bleiben und draußen unterwegs sein möchten. Ein wunderbares Produkt, das vielseitig eingesetzt werden kann und viele innovative Details in sich birgt – für eine Zielgruppe, die gerade im Outdoormarkt oft vernachlässigt wird.”

Zum anderen empfahl mir der Gewebehersteller Sympatex, die Marke genauer anzusehen, da sie die neusten Materialien einsetzen würden. So kam es zum Kontakt und zum Interview mit der Marke für die Grossen und Kleinen. Interviewt haben wir Vicki Marx, die Gründerin von mamalila.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, mamalila zu gründen?

Ich habe meine Kinder, angefangen mit meiner Tochter Lilli, von Geburt an viel getragen, und war mit meiner Freundin auch im Winter sehr viel draußen im Wald und auf den Feldern unterwegs zum spazieren gehen. Naja, und die zu großen Skijacken die wir über unsere Kinder anziehen mussten waren sehr unbequem und überhaupt nicht schön … . Nach einigen Jahren Erfahrung mit anderen Tragemüttern und verschiedenen Tragelösungen sind dann die mamalila Allwetterjacken entstanden.

Was bedeutet der Name? Ist mamalila für violette Mütter?

Nein (Smiley), Mama von Lilli und Lasse – mamalila. Ohne die beiden hätte ich sicher nie Tragebekleidung gemacht.

Wer steckt hinter der Firma/Marke? Wie habt ihr das finanziert?

Das bin erstmal ich, Vicki Marx, ich habe sowohl die Firma als auch die Marke mamalila aufgebaut. Zunächst mit eigenen Mitteln, Unterstützung durch Freunde und Familie und Bankkrediten habe ich klein angefangen, im eigenen Keller und winzigem Büro, Pakete selbst gepackt und zur Post gebracht. Nach und nach kamen Mitarbeiterinnen dazu, um die wachsende Arbeit zu erledigen. Das sind alles auch Mütter, die aufgrund ihrer Kinder ihren ursprünglichen Job aufgegeben haben und nun Teilzeit z.T. auch als Selbstständige ihre Kompetenz in das Unternehmen mamalila einbringen. So ist z.B. eine Modedesignerin dabei, eine Grafikerin … etc. Das funktioniert prima, und wir sind alle ein tolles Team. Logischerweise ist daher Familienfreundlichkeit beim mamalila-Arbeitstag Grundvoraussetzung!

Worauf seid Ihr besonders stolz?

Auf die vielen positiven Kundenrückmeldungen, die oft als Dankeschön an uns formuliert zurückkommen. Das zeigt uns, das wir den Frauen wirklich sinnvolle und schöne Produkte anbieten können. Und natürlich, das wir als „Außenseiter“ in der Sportbranche auf der ISPO 2013 einen Gold Award erhalten haben für das Design der Allwetterjacke für zwei!

Was hat mamalila in Zukunft vor in Bezug auf die Produkte?

Wir werden weiter schöne Tragebekleidung entwickeln, und diese auch dem Outdoormarkt anbieten – ich stelle fest, das immer mehr Familien zusammen beim Sport sind, draußen etwas unternehmen wollen. Und es gibt keinen Grund, dies nicht mit den Kleinsten auch zu tun – wenn man die passenden Jacken dazu hat.

Außerdem erweitern wir unser Sortiment in Richtung Stillen und Schwangerschaft und bieten demnächst Stillkleider an, die genauso praktisch wie attraktiv sind wie die Tragejacken.

Wo bekomme ich Produkte von mamalila derzeit? Was ist in Sachen Vertrieb geplant?

Entweder auf unserer Homepage unter www.mamalila.de oder bei Händlern, vor allem solchen die Tragesysteme verkaufen, oder auch Naturtextilläden, Schwangerschaftsläden …

Kann ich die Sachen auch online in der Schweiz kaufen?

Ja, wir haben einen eigenen Vertrieb in der Schweiz, unter www.sonnenkind.ch finden Sie unser komplettes Sortiment. Darüber hinaus bekommen Sie mamalila auch bei anderen Händlern in der Schweiz, die Tragesysteme verkaufen.

Wo werden die Sachen hergestellt?

Wir fertigen überwiegend in Polen, die Materialien kaufen wir bei deutschen und italienischen Firmen ein.

Euer Design ist sehr schlicht und zurückhaltend. Dazu sind viele Materialien sehr umweltfreundlich und die Verarbeitung gut. Wie wichtig ist Euch Nachhaltigkeit?

Wie diese Aspekte schon aussagen, sehr wichtig. Dabei sehen wir uns nicht in erster Linie als „Biolabel“, sondern agieren aus der Überzeugung heraus, das wir Tragebekleidung anbieten für Eltern mit kleinen Kindern, die gerne in der Natur sind, die mit ihren Kindern aufgeschlossen, bewusst und sehr natürlich umgehen (das alleine bedeutet ja schon das Tragen der Kinder), und daraus ergibt sich auch ein entsprechender Umgang mit unseren Ressourcen und bei der Produktgestaltung.

Nachhaltigkeit ist daher für mich nicht nur das Verwenden von Bio-Baumwolle, sondern z.B. auch ein langlebiges Produktdesign, eine gute Verarbeitung, die multifunktionale Verwendung der Jacken, Produktion unter sozial einwandfreien Bedingungen etc. Mode muss nicht davon leben, möglichst schnell zu wechseln, altes wegzuwerfen und neues billigst zu produzieren, zu Lasten von Rohstoffen, billiger Arbeitskräfte und der Gesundheit. Wir versuchen vielmehr, mit unserer Kollektion einen längerfristigen Wert zu schaffen, mit Mode, in der man sich wohlfühlt, und die den gewünschten Nutzen bringt. Denn unser Ziel ist es vor allem, den Eltern das Tragen schöner und leichter zu machen.

Danke für das Interview.

Bitte schön!


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