Die Openair-Saison ist bereits wieder in vollem Gange. Tolle Acts und fantastische Bühnenshows begeistern die Zuschauer des Gampel Openairs Jahr für Jahr. Was für niemanden eine besonders grosse Rolle zu spielen scheint, ist der Campingplatz. Und das, obwohl wir dort schlafen und praktisch die ganze Zeit verbringen, in der wir nicht versuchen, verschwitzt tanzend in die vorderste Reihe eines Konzerts zu kommen. Das soll sich nun ändern, denn als Webseite, die sich für Outdoor begeistert, möchten wir wissen, wie die ganze Organisation des Zeltplatzes funktioniert. Was für Hindernisse gibt es, wie gross ist der Zeltplatz und was gibt es dort alles zu entdecken?

Camping am Openair Gampel – Die vergangenen Jahre

Bald steht das Openair Gampel an und ich werde mit meinen Freunden an vordester Front mit dabei sein. Was mich neben den total coolen Künstlern, die auftreten werden, interessiert, ist der Campingplatz. Ich werde das Gelände anschauen, sehen, wie es aufgebaut ist und welche Zelte zu finden sind. Doch bevor ich dort hingehe, interessiert mich, welche Hürden das Organisationsteam zu meistern hat, bis der Zeltplatz “bezugsfertig” ist. Zunächst ist anzumerken, dass das Camping am Openair Gampel gratis ist. Das mag erstmal für selbstverständlich gehalten werden, was es aber nicht ist: Das Openair Gampel ist das schweizweit einzige Openair, an welchem man kostenfrei campieren kann.

Das Openair Gampel nutzt 16 Hektar Land für den Campingplatz, das Problem eines Platzmangels ist also von vornherein ausgeschlossen. Natürlich gibt es beim Organisieren eines so grossen Events dennoch Hürden, wenn auch andere als der vorhandene Platz. Neben des benötigten Platzes ist es natürlich auch wichtig, dass jeder sein Zelt erreichen kann. Hierfür werden die Wege entweder mit befahrbaren Schwerlastplatten oder mit Absperrbändern abgesteckt. Würde man dies nicht machen, kämen die einen oder anderen gar nicht mehr zu ihrem Zelt.

Nun stellt sich die Frage, wie der Campingplatz nach dem Festival aussieht … Dies hängt grösstenteils vom Wetter ab, denn ist das Wetter und somit der Boden trocken, bleibt die Wiese gut erhalten und kann sich problemlos erholen, wenn das Festival/Openair zu ende geht. Regnet es jedoch in Strömen, wird der ganze Zeltplatz zu einem riesigen Schlammloch, in dem die Zelte einsinken und die Wiese dran glauben muss.

Die grösseren Zelte, wie beispielsweise das Walliser Partyzelt unterliegen klaren Bauvorschriften und müssen von den Behörden bewilligt werden. An diesen Vorschriften merkt man, dass die Sicherheit der Besucher unheimlich wichtig ist. Doch nicht nur für die grossen Zelte gibt es Regeln, auch auf dem Campingplatz selbst gibt es Regeln, die von den Gästen eingehalten werden müssen.

Camping am Openair Gampel – Regeln

Das Zelten ist, wie zu erwarten, nur auf dem dafür vorgesehenen Gelände erlaubt. Und sind wir mal ehrlich, 16 Hektar Land reichen ziemlich sicher für alle Besucher. Um die Sicherheit und auch die Kontrolle zu gewährleisten, gibt es einige Verbote:

  • jegliche Arten von Möbeln, ausgenommen kleine Camping-Möbel
  • eigenständiges Entfachen von Feuer, Fackeln oder Feuerwerk
  • Grills jeglicher Art
  • Audio-Aufnahme bzw. Abspielgeräte
  • Kameras mit auswechselbaren Objektiven
  • Selfie-Sticks jeglicher Grösse
  • Waffen (oder andere gefährliche Gegenstände)
  • Glas in jeglicher Form

Ich empfinde all diese Verbote als nachvollziehbar, da sie entweder dem Schutz der Besucher oder der Acts dienen. Natürlich gibt es immer welche, die diese Regeln missachten, hierfür hat die Organisation des Openair Gampels aber glücklicherweise ein grosses Aufgebot an Security-Mitarbeitern.

Natürlich ist das Camping am Openair Gampel nicht nur von Verboten geprägt. Erlaubt sind folgende Dinge:

  • Aludosen, PET und Tetrapacks (3 Liter Getränke pro Person)
  • MP3-Player
  • kleine Kameras, die nicht für den professionellen Gebrauch sind
  • Kühlboxen (Danke dafür, niemand mag warme Getränke!)
  • Sonnenschirme
  • kleinere Instrumente

Für den Jugendschutz und die Umwelt tut das Openair Gampel auch etwas: Das Campen ist nämlich erst mit dem erfüllten 16. Lebensjahr erlaubt und es gibt einen offiziellen Apell an die Besucher, ihre Zelte wieder mitzunehmen oder sie wenigstens getrennt zu entsorgen, wenn das Openair Gampel zu Ende ist.

Wem es nicht gefällt, auf dem Openairareal zu übernachten, findet auf umliegenden Campingplätzen oder in nahegelegenen Hotels Schlafmöglichkeiten. Meiner Meinung nach beeinträchtigt das jedoch das ultimative Festival-Feeling.

Ich freue mich bereits jetzt, das Camping am Openair Gampel zu erkunden und die Acts zu sehen. Nach dem Openair hört ihr wieder von mir, mit ganz vielen Eindrücken und Bildern!

Für mehr Infos zum Openair, besucht die offizielle Webseite vom Openair Gampel.

Quellen: