„Bei uns scheint immer die Sonne! Wir tragen die Sonne im Herzen!“ Von dem durfte ich mich am 7. Oktober 2014  persönlich überzeugen und begleitete Tanja Bandi, zusammen mit einer kleinen Gruppe auf ihrem Lamatrekking. Das Wetter war grausig, es war bewölkt und es regnete von Zeit zu Zeit. Doch dies spielte auf dem Trek überhaupt keine Rolle, Tanja Bandi verstand es die Gruppe bei Laune zu halten. Ihre herzliche, offene und überaus freundliche Art ist wohl der Grund für Ihren Erfolg.

Im Gespräch mit Tanja Bandi fiel mir auf, das Lamatrekking mehr für sie ist, als nur ein Geschäft. Auch mehr als nur ein Hobby – die Liebe zu ihren Tieren steht für sie eindeutig und spürbar im Vordergrund.

Die Gruppe bestand aus zwei Kindern, begleitet wurden die zwei Jungen von ihrer Mutter und Grossmutter. Sie kannten Tanja und die Lamas bereits, da sie vor zwei Jahren schon einmal mit dabei waren. Bevor es losging, mussten die Lamas erst noch gestriegelt werden, um das Vertrauen zu den Tieren aufzubauen und umgekehrt. Tanja Bandi versteht die Sprache der Lamas und sie hat das nötigte Einfühlungsvermögen, auf die Bedürfnisse von Mensch und Tier einzugehen.

Auf gewissenhaftes Führen der Tiere legt Tanja Bandi viel Wert und liess die Gruppe nie aus den Augen. Auch auf ein gutes Beisammensein achtet die 28-jährige, die Gruppenkonstellation ist für sie von grosser Bedeutung. Ihr ist es lieber eine kleine Gruppe zu führen als eine Grosse, denn so kann sie sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der verschiedenen Individuen konzentrieren.

Die Tour führte vom Hof an den Feldern vorbei zum Chileholzwald, auf dem Weg am Waldrand entlang zum wunderschönen Eichwald. Durch den Eichwald führte auch der historisch wichtige Weg nach Bern, die alte Bernstrasse. Von da ging es wieder zurück auf den Hof. Für die beiden Jungs waren diese zwei Stunden Aufregung und Abenteuer schon viel. Auch der Regen setzte zunehmend stärker ein. Vom Timing war die Tour für die beiden Kinder perfekt.

Neben Trekkingtouren mit den Lamas, bietet Tanja Bandi auch noch Schlafen im Heu und Lama Führtraining an. Das Führtraining mit Coach für lamagestützte Interaktion ist auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen zugeschnitten. Was aber nicht heissen möchte, das nicht jeder dieses Angebot in Anspruch nehmen darf. Das überaus ruhige und einfühlsame Tier ist für solche Aufgaben der perfekte Partner. Tanja Bandi zusammen mit dem Lamas helfen ihnen dabei, ein gesundes Gleichgewicht zu finden und in manchen Fällen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Im Angebot Schlafen im Heu finden wir eine von innen umgebaute  zweistöckige Scheune vor. Gut ausgestattet mit weichen Heubetten, einem Essabteil für max. 25-30 Personen und Stereoanlage, ist der Blickfang auf jeden Fall die selbstgebaute Bar die mit im Raum steht. Der Raum ist warm eingerichtet und gut isoliert gegen Kälte, was auch ein Übernachten im Winter möglich macht. Ausserdem befindet sich in der Nähe auf dem Feld ein Tipi mit Feuerstelle, was auch ein besonderes Erlebnis verspricht.

Tanja Bandi besitzt durch ihr Flair zu exotischen Tieren auch Yaks (Rinderart aus Zentralasien) und zwei Mérens (trittsicheres, hartes, unempfindliches Bergpferd). Mit den Yaks plant sie zukünftig auch Touren zu machen, doch noch sind diese in der Trainigsphase.

Was mich persönlich an der ganzen Tour faszinierte, war das Tier selbst. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, interessiere mich für Tiere und habe schon viele Tiere erlebt. Doch ist mir bis heute charakterlich noch nie ein Tier so aufgefallen, wie das Lama. Die ruhige Energie, die es ausstrahlte und dessen Einfühlungsvermögen machen dieses Tier sehr besonders. Auch liessen sich die Lamas von den Kindern gerne drücken und genossen es sehr gestreichelt zu werden. Ich werde Tanja Bandi und die Lamas auf jeden Fall wieder besuchen, dann mit meinen eigenen Kindern.

Merci an Tanja Bandi für diese interessante Tour und für den Einblick in ihr Lamatrekking.

Links

lamatrekk.ch

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