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Wann ist es passiert?

Am Sonntag, den 17. April 2016.

Wo ist es passiert?

Noch unklar – sobald zuverlässige Informationen vorliegen, wird es aktualisiert.

Welche Gefahrenstufe war dort gemeldet?

Gemeldet war Lawinengefahrenstufe 2 (mässig) ansteigend auf Stufe 3 (erheblich) ab 2500 m Höhe in den Expositionen W über N bis SE.

Die meist kleinen Triebschneeansammlungen vom Samstag können leicht ausgelöst werden. Im Tagesverlauf entstehen weitere Triebschneeansammlungen. Mit Neuschnee und starkem Wind steigt die Lawinengefahr am Nachmittag an auf die Stufe 3, “erheblich”. Touren erfordern eine vorsichtige Routenwahl.

Was ist passiert?

Angaben der Kantonspolizei Wallis:

Am Sonntag 17. April 2016 gegen 11:20, ging in der Region Galmilicke eine Lawine nieder. Ein Tourenskifahrer verlor dabei sein Leben und zwei weitere wurden verletzt. Aufgrund des starken Nebels gestaltete sich die Rettungsaktion sehr schwierig und konnte erst am Montag am Morgen abgeschlossen werden.

Nach Eingang der Alarmmeldung verhinderte der starke Nebel den Einsatz eines Helikopters. 14 Mitglieder der Rettungsstation Goms machten sich zu Fuss auf den Weg. Nach sechs Stunden Fussmarsch trafen die Mitglieder der Rettungsstation vor Ort ein. Ein Teil der Rettungskräfte baute ein Iglu für die Verletzten. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe und die Helfer verbrachten die Nacht nach einem einstündigen Fussmarsch in der Oberaarjochhütte.

Nach ersten Erkenntnissen wurden drei Tourenskifahrer einer Sechsergruppe von der Lawine mitgerissen. Einer der Verschütteten wurde unter den Schneemassen begraben und verschied. Bei einem der zwei Verletzten handelt es sich um einen deutschen Bergführer aus dem Kanton Bern. Die Gruppe startete am Samstag vom Jungfraujoch, verbrachte eine Nacht in einer Hütte und beabsichtigte sich nach Münster zu begeben.

Während der Rettungsaktion wurde mehrmals versucht mit Helikoptern von der Walliser, wie auch von Berner Seite zur Unfallstelle zu gelangen. Montagmorgen konnten nach mehrmaligen Versuchen mit zwei Helikoptern der Air-Zermatt die zwei verletzten Tourenskifahrer ins Spital nach Visp geflogen werden. Anschliessend wurden die Rettungskräfte, der Rest der Gruppe, sowie die verstorbene Person ebenfalls ins Tal geflogen. Die formelle Identität des Opfers ist noch im Gange.

Quellen: Kantonspolizei Wallis, SLF
Bild Karte Quelle: map.geo.admin.ch, Copyright geodata © swisstopo

Wichtige Hinweise

Die Daten (alle von Kantonspolizei/SLF/Rettung) können Fehler und Ungenauigkeiten enthalten – besonders kurz nach Unfällen sind die verfügbaren Informationen meist nur lückenhaft und relativ ungenau. Sobald genauere Informationen vorliegen, werden diese möglichst aktualisiert.

Der genaue Unfallhergang wird von der Polizei analysiert, was in der Regel mehrere Monate dauert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse (z. B. genaue Unfallstelle, Unfallhergang) fliessen anschliessend in die Unfallberichte sowie die Unfalldatenbank des SLF sowie in die Übersicht der letzten 20 Jahre des SLF ein.

Leider ist es ein sehr trauriger Anlass, diese Zeilen zu schreiben. Aus Respekt gegenüber den Verunfallten ist uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir hier nur Fakten/Informationen liefern wollen. Und keinerlei Schuldzuweisungen, Mutmassungen oder Vermutungen anstellen. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Informationen können helfen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen (Ziel Prävention).

Den Angehörigen und Familien der Verunglückten möchten wir mitteilen, dass wir Ihren Verlust zutiefst bedauern und sprechen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.


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