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Wann ist es passiert?

Am Sonntag, den 27. März 2016.

Wo ist es passiert?

Das Anrissgebiet der Lawine liegt im Lengtal, unterhalb bzw. nördlich des Sulzgrates. Das Gebiet gehört zur Gemeinde Obergoms und liegt im Wallis.

Unterwegs war der Verunglückte angeblich von der Capanna Corno-Gries CAS (Bedretto, Tessin) über den Cornopass Richtung Teltschehorn 2744 m unterwegs. Da sich der Unfall auf der Abfahrt ereignete, löste sich die Lawine wohl, nachdem sie die Hinneri Sulzlicke 2797 m überquert hatten und Richtung Norden fuhren. Die Skiroute über den Pass Hinneri Sulzlicke hat die Nummer 567a.

Das Anrissgebiet liegt auf ca. 2440 m Höhe in einem Nordhang.

Welche Gefahrenstufe war dort gemeldet?

Lawinengefahrenstufe 2, mässige Lawinengefahr in den Expositionen NW über N bis E ab 2000 m.

Hauptgefahr Triebschnee – Gefahrenbeschrieb: Die Triebschneeansammlungen der letzten drei Tage liegen auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche. Dies besonders an sehr steilen Nord- und Osthängen. Mit mässigem Wind entstehen weitere Triebschneeansammlungen.
Tourengeher oder Freerider können Lawinen auslösen. Diese sind meist klein. Eine vorsichtige Routenwahl ist wichtig.

Was ist passiert?

Im Oberwallis verunglückte am Ostersonntag, den 27.03.2016 ein Tourenskisfahrer in Ulrichen in der Gemeinde Obergoms tödlich. Er wurde von einer Lawine mitgerissen und getötet. Der Verunfallte war nach Angaben der Polizei mit einem Kameraden von der Corno-Gries-Hütte in Richtung Teltschenhorn unterwegs.

Als sie auf der Abfahrt waren, löste sich unterhalb des Sulzgrates und oberhalb des ersten Fahrers ein Schneebrett (Triebschnee), wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Die Lawine riss den Skifahrer mit.

Die unverzüglich aufgebotenen Rettungskräfte konnten den Mann 40 cm unter der Schneedecke nur noch tot bergen. Beim Opfer handelt es sich um einen 44-jährigen Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt.

Quellen: Kantonspolizei Wallis, SLF
Bild Karte Quelle: map.geo.admin.ch, Copyright geodata © swisstopo

Wichtige Hinweise

Die Daten (alle von Kantonspolizei/SLF/Rettung) können Fehler und Ungenauigkeiten enthalten – besonders kurz nach Unfällen sind die verfügbaren Informationen meist nur lückenhaft und relativ ungenau. Sobald genauere Informationen vorliegen, werden diese möglichst aktualisiert.

Der genaue Unfallhergang wird von der Polizei analysiert, was in der Regel mehrere Monate dauert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse (z. B. genaue Unfallstelle, Unfallhergang) fliessen anschliessend in die Unfallberichte sowie die Unfalldatenbank des SLF sowie in die Übersicht der letzten 20 Jahre des SLF ein.

Leider ist es ein sehr trauriger Anlass, diese Zeilen zu schreiben. Aus Respekt gegenüber den Verunfallten ist uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir hier nur Fakten/Informationen liefern wollen. Und keinerlei Schuldzuweisungen, Mutmassungen oder Vermutungen anstellen. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Informationen können helfen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen (Ziel Prävention).

Den Angehörigen und Familien der Verunglückten möchten wir mitteilen, dass wir Ihren Verlust zutiefst bedauern und sprechen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.


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