Ratgeber Bike Schuhe

Ein gutes Fahrrad erfüllt den Menschen mit Freude. Ob auf den täglichen Touren zur Arbeit oder bei der sonntäglichen Spazierfahrt durch das Gelände: Je besser das Vehikel ausfällt, desto bequemer und schneller kommt sein Besitzer voran. Doch neben dem Zweirad selbst sollte auch die weitere Ausstattung auf hohem Niveau erworben werden. Ein wichtiges Augenmerk kommt dabei den Schuhen zu.

Auf den Zweck achten

Zunächst muss vor dem Kauf genau erwogen werden, für welche Einsätze die Radschuhe gedacht sind. Grundsätzlich lassen sich drei Modelle unterscheiden:

  1. Am wohl bekanntesten sind jene Exemplare, die für Radrennfahrer konzipiert wurden. Sie verfügen über unflexible Materialien, sind wenig komfortabel, dafür übertragen sie die Kraft gut.
  2. Die zweite Variante liegt in den Schuhen, die für Mountainbike und Trekking-Rad genutzt werden. Diese sind biegsamer und bequemer gestaltet, sollen sie doch auch im Gelände die Füsse schonen und ihnen Halt geben, wenn der Fahrer einmal vom Sattel absteigen muss.
  3. Die dritte Option liegt dagegen in alltagstauglichen Schuhen, die auch im Büro getragen werden können.

Radschuhe für das Rennrad / Rennveloschuhe

Nicht alleine Radprofis schwören auf eine feste Verbindung der Schuhe mit den Pedalen. Diese wird über ein Klicksystem hergestellt. An der Sohle der Schuhe befindet sich ein kleines Plättchen, das in das dafür vorgesehene Gegenstück der Pedale einrasten kann. Der Fahrer ist damit imstande, auch grössere Einwirkungen auf die Tretarme auszuüben, ohne dabei sein Gleichgewicht zu verlieren. Die Schuhe selbst sind zumeist aus Leder oder Kunststoff gefertigt und erlauben nur wenig Spielraum zur Bewegung der Füsse. Zu einem Einsatz ausserhalb des Sports eignen sich diese Modelle daher nicht.

Radschuhe für Mountainbiker /  Mountainbikeschuhe

Ob Mountainbike oder Tourenrad, viele Radler kennen das Erfordernis, während der Fahrt absteigen zu müssen. Hierauf sollte bei der Wahl der Schuhe geachtet werden. Wer häufiger Treppen steigen oder im Gelände aus dem Sattel gehen muss, erwirbt solche Bike-Schuhe, die etwas robuster und biegsamer gefertigt wurden. Zudem verfügen die Modelle meist über belastbare Sohlen. An diesen kann sich abermals ein Klicksystem befinden. Gängig ist zudem eine Ausführung, bei der sich auf den Pedalen kleine Stifte befinden, sie sich in den weichen Sohlen der Schuhe einhaken und somit für Halt sorgen.

Radschuhe für den Alltag

Natürlich hat der Markt in den letzten Jahren auch auf die Wünsche der Kunden gehört und sogar solche Exemplare entworfen, die alltagstauglich sind oder selbst im Büro getragen werden können. Sie werden in der Regel aus weicheren Materialien konzipiert. Durch das lange Tragen wird der Fuss anschwellen – die flexiblen Oberstoffe sorgen dafür, dass Schmerzen nicht auftreten können. Allerdings sollten derartige Schuhe tatsächlich massgetreu passen, da auf dem Rad und im Büro unterschiedliche Bewegungsabläufe des Fusses stattfinden, der Radschuh aber jederzeit optimal sitzen muss.

Für alle Jahreszeiten

Unabhängig des Einsatzes gilt es darüber hinaus, die Witterungseinflüsse in die Planungen des Kaufs einzubeziehen. Gerade im Winter lohnt es sich, auf solche Schuhe zurückzugreifen, die mit festeren und isolierenden Stoffen ausgestattet sind. Im Sommer dagegen können leichtere und winddurchlässige Exemplare zum Einsatz kommen – gerne auch als Sandaletten, die ebenso mit einem Klicksystem erhältlich sind. Gerade bei längeren Touren können die Füsse somit je nach Wetter umschmeichelt werden, wodurch sich nicht alleine das Wohlbefinden des Fahrers steigert, sondern auch die Motivation für weitere Kilometer in die Höhe getrieben wird.

Bild: Keen

Die passenden Pedalen

Damit der Fuss während der Fahrt alle Kräfte auf das Rad umlegen kann, muss die Pedale mit dem bereits angesprochenen Klicksystem ausgestattet sein. Hierbei handelt es sich oftmals um Ausführungen, die herstellerübergreifend kompatibel erworben werden können. Es ist somit nicht nötig, sowohl die Pedalen als auch die Schuhe beim gleichen Fabrikanten zu kaufen. Wichtig ist es allerdings, sich an die feste Verbindung zu gewöhnen und diese auch bei einem Sturz schnell und problemlos mit einer Fussbewegung zu öffnen. Damit ist die Grundlage für bequeme und wohltuende Fahrten gelegt.

Bild: Shimano

Alle Bilder stammen vom jeweiligen Hersteller