Im Sommer freuen wir uns auf sie und auch im Winter sorgt sie im Schneetreiben für eine ganz besondere Stimmung: Die Sonne. Schickt sie uns ihre Strahlen, verbringt man automatisch mehr Zeit im Freien und auch das Wandern macht in ihrer Anwesenheit doppelt so viel Spass. So schön ihre wärmende Wirkung aber auch ist – vor allem beim Wandern kann sie ihre Schattenseiten zeigen. Das gilt nicht nur für die Haut, sondern vor allem für die Augen.

Beim Thema Sonnenschutz denken viele Menschen zunächst an Sonnencreme und den Hautschutz. Aber auch die Augen sollten vor direkter UV-Strahlung geschützt werden. Das gilt vor allem beim Wandern, denn hier ist mit einer verstärkten Sonneneinstrahlung und einer zusätzlichen Reflexion zu rechnen, die langfristige Schäden am Auge verursachen können. So reflektiert Schnee bis zu 95 Prozent des Lichtes, weshalb bei einer Wintertour die Ausrüstung das A und O ist, wozu eine Sonnenbrille in jedem Fall dazu gehört.

Schutz vor UV-Strahlung durch die Sonnenbrille

Eine Sonnenbrille zum Wandern sollte in jedem Fall zu 100 Prozent vor UVA-, UVB- und UVC-Strahlung schützen. Es ist auf die Kennzeichnung UV 400 zu achten, denn je höher es geht, umso mehr nimmt die UV-Strahlung zu: Pro 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung im Schnitt um 15 Prozent zu. So ist die Belastung der UV-Strahlung auf 3.000 Meter Höhe um circa 50 Prozent höher als im Flachland. Zudem sollte die Wahl auf sehr dunkel getönte Gläser fallen, die sich ideal für Gebirgs- und Wandertouren bei Sonnenschein eignen und zusätzlich Licht filtern. Optional kann man Modelle mit selbsttönenden Gläsern wählen. Falls man generell eine Sehhilfe tragen muss, gibt es Gestelle in entsprechender Sehstärke, die so für einen guten Schutz und gleichzeitig klare Sicht sorgen.

So sollte die Sonnenbrille sitzen

Eine Sonnenbrille zum Wandern muss in jedem Fall die perfekte Passform haben: Enganliegend, mit breiten Bügeln und weit nach hinten sitzend. Das sorgt dafür, dass die Brille vor seitlicher Streustrahlung schützt und beim Wandern und Klettern weder verrutschen, noch runterfallen kann. Durch den optimalen Sitz bietet sie zudem Schutz vor Wind, Staub, Steinen und Insekten.

Die richtige Pflege der Sonnenbrille beim Wandern

So, wie Wanderschuhe stets richtig gepflegt werden müssen, sollte man bei einer Wanderung auch die Sonnenbrille in einem guten Zustand halten. Staub, Dreck, nasse Witterungsverhältnisse und Schnee sind bei Bergtouren nicht selten. Schmutzschichten legen sich auf die Gläser und nehmen einem die Sicht. Es reicht nicht aus, diese kurz an der Kleidung sauber zu wischen, denn auch hier befinden sich kleinste Staubpartikel und Schmutzkörner, welche im schlimmsten Fall sogar kleine Kratzer verursachen können. Am einfachsten und sichersten funktioniert die Reinigung mit speziellen Brillenputztüchern, die in jedem Fall mit zur Ausrüstung gehören sollten.

Auch Kinder brauchen Sonnenschutzbrillen

Wo Erwachsene in die Auswahl einer guten Sonnenbrille zum Wandern viel Zeit investieren, wird oft vergessen, dass auch oder gerade Kinder ebenso einen hochwertigen Schutz benötigen. Mit Kindern wandern, bringt eine Menge Freude, aber diese brauchen einen ebenso hohen Schutz.

«Kinderaugen haben grössere Pupillen und klarere Linsen, so dass etwa 70 Prozent mehr UV-Licht auf die Netzhaut gelangen als bei Erwachsenen.»

Kinderarzt Ulrich Fegeler

Spezielle Kinderbrillen von der Stange reichen dafür nicht aus. Es gelten die gleichen Anforderungen wie an die Brille für Erwachsene: 100 prozentigen UV-Schutz, gekennzeichnet mit UV 400 und die perfekte Passform, um auch die seitliche Einstrahlung zu verhindern.

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