Soto StormBreaker im Test

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Review Box 0
7.4 / 10 Bewertung
PRO
  • kompakter, leistungsstarker Kocher
  • Benzinbetrieb ohne Vorheizen
  • Betrieb mit Benzin oder Gas ohne Ventilwechsel
  • super Schnellverschluss an Brennstoffquelle
  • sehr guter Regler an der Brennstoffquelle
  • guter Druckindikator an der Benzinpumpe
CONTRA
  • Benzinflaschen können nicht voll befüllt werden
  • Fehleranfälligkeit der drehbaren Stützen
  • Schlauchbefestigung am Kocher
Testurteil
Mit dem Soto StormBreaker Multifuel-Kocher gibt es endlich einen Kocher, der (fast) ohne Zusatzaufwand mit Benzin betrieben werden kann. Der Kocher muss im Betrieb mit Benzin nicht vorgeheizt werden und ist somit direkt einsatzbereit. Durch ausgeklügelte Verbindungselemente (schnelles Entkoppeln des Kochers von der Brennstoffquelle), der geringen Grösse und des geringen Gewichts sowie der hohen Leistungsfähigkeit ist der StormBreaker OD-1ST ein optimaler Begleiter unterwegs.
Funktion8
Qualität/Verarbeitung7.5
Gewicht/Packmass8
Umwelt/Nachhaltigkeit6
Preis-Leistung7.3

Fakten

Soto StormBreaker, #OD-1STC(EU) / EAN 4953571093819

  • Gewicht: 226 g nachgewogen (225 g laut Hersteller)
  • Gasventil 55 g nachgewogen (53 g laut Hersteller)
  • Pumpe 171 g nachgewogen (170 g laut Hersteller)
  • Materialien: Aluminium, Edelstahl, Messing

Angaben vom Hersteller:

Der Multifuel-Kocher StormBreaker von Soto ist der Beweis, dass man auch Ausrüstungsgegenstände wie Kocher für unterwegs noch weiter verbessern kann. Da wäre zum einen das Gewicht – der leicht zu faltende Kocher besteht aus Edelstahl, Aluminium und Messing wiegt gerade mal 448 Gramm. Er kann mit Flüssigbrennstoffen (Rein- oder Auto-Benzin) oder mit Gas betrieben werden. Der Wechsel gelingt dabei, ohne dass die Düse gewechselt werden muss. Dazu muss der StormBreaker auch bei der Verwendung mit Benzin nicht mehr vorgeheizt werden. Bei tiefen Temperaturen lässt sich die Gaskartusche umdrehen, um die Leistung zu verbessern.

Ein faltbarer Stabilisator liegt bei. Neben Kälte kann dem StormBreaker – der Name ist Programm – auch Wind kaum etwas anhaben. Pfannen und Töpfe sitzen tief über dem konkaven Brennerkopf, der mit über 300 Mikroflammen einheizt. Insgesamt verbraucht er weniger als andere Multifuel-Kocher – bei Gas verbraucht er 250 Gramm in 48 Minuten und bei Benzin etwa 480 Milliliter für 96 Minuten. Dabei ist der Kocher im Betrieb erstaunlich leise! Leicht, praktisch, effizient, benutzerfreundlich, vielseitig und in typisch hoher Soto-Qualität.

  • Multifuel-Kocher
  • kann mit Gas-Schraubkartuschen oder flüssigem Brennstoff (Reinbenzin) betrieben werden
  • ausgezeichnet mit dem ISPO Award 2019 Gewinner
  • leicht zusammenfaltbar
  • rutschfeste Topfauflagen
  • klappbarer Stabilisator für Gaskartuschen
  • kein Düsenwechsel bei Brennstoffwechsel notwendig
  • Brennerkopf mit mehr als 300 Mikro-Flammen
  • konkaves Brennerkonzept
  • Pumpe mit Druckanzeige
  • Verbrauch: ca. 0.8 h bei Verwendung eines 250 g Gaskanisters, ca. 1.6 Stunden bei Verwendung von 480 ml Benzin
  • Wärmeleistung: 3.5 kW, 3.000 kcal/h, 11.780 BTU (berechnet aus Verbrennungsdaten für 5 Minuten ab Zündung bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C)
  • bei Verwendung von Flüssigkraftstoff nur mit dem SOTO Wide-Mouth-Kraftstoffflaschen verwenden
  • inkl. Kocher mit Schlauch, Flasche, Stabilisator, hitzereflektierende Folie, Wartungskit, Packsack
  • Topfhalterung Aussendurchmesser: 170 mm
  • Masse: 150 × 130 × 90 mm
  • Packmass: 65 × 65 × 90 mm
  • Made in Japan
  • Garantie: im normalen, gesetzlichen Rahmen

Praxistest Soto StormBreaker

Was gibt es Schöneres, als bei einer Skitour auf dem Gipfel eine frisch zubereitete Suppe (zugegeben: normalerweise sind es Fertigsuppen) zu teilen? Vor jeder Tour stelle ich mir ähnliche Fragen: Soll ich die Kamera mitnehmen? Soll ich den Gaskocher oder den Benzinkocher mitnehmen? Der Gaskocher funktioniert in grosser Höhe und bei niedrigen Temperaturen oft mehr schlecht als recht und ausserdem türmen sich die halb vollen Gasflaschen (zu gross wäre die Gefahr, dass die Gaskartusche zu wenig Inhalt hat) zu Hause. Der Benzinkocher ist, ganz ehrlich, immer ein bisschen mühsam. Beim Trennen der Pumpe vom Kocher läuft immer ein bisschen stinkendes Benzin aus und das Vorheizen und die russigen Pfannen sind weitere Gründe dagegen.

Im Januar erhielt ich den Multifuel-Kocher Soto StormBreaker und bei der nächsten Skitour auf das Winterhorn bereicherte der Kocher meine Tourenausrüstung. Auf dem Sattel, kurz vor dem Gipfel, lichtete sich der Nebel und die Sonnenstrahlen kamen gerade recht für eine vorgezogene Gipfelsuppe. Ausgepackt, zusammengesteckt (ja gesteckt, nicht geschraubt) und nach kurzem Pumpen angezündet, kann man gleich zu Beginn den Topf mit Schnee auf den Kocher stellen. Zu unserem Erstaunen blieb das ewige Warten auf das kochende Wasser aus und schon nach wenigen Minuten war das Mahl zubereitet. Steckverbindung lösen, alles in den Rucksack und weiter gehts. Erstes Fazit: So einfach wie ein Gaskocher, so leistungsstark in der Höhe und im Schnee wie ein Benzinkocher.

Drei Monate später muss ich glücklicherweise die erste Einschätzung noch nicht revidieren und der Soto StormBreaker begleitet mich regelmässig auch auf kleinere Spaziergänge oder Ausflüge in den Klettergarten. Durch die kompakten Masse, das geringe Gewicht und die Dichtheit der Benzinflasche entfällt für mich oft die Frage, ob ich ihn mitnehmen soll. Schaden kanns nicht.

Im Gebrauch mit einer Gasflasche unterscheidet sich der Soto StormBreaker kaum von anderen seiner Art. Die Regulierung befindet sich direkt bei der Kartusche und die Gas-Schraubverbindung garantiert eine gute Verfügbarkeit. Die Schraubverbindung für die Gaskartusche kann wieder mittels Steckverbindung am Schlauch vom Kocher befestigt werden. Die Kartuschenaufnahme wird mittels ausklappbaren Beinen zum Ständer. Die Gaskartuschen können also kopfüber verwendet werden, wodurch die Leistung bei tiefen Temperaturen gesteigert werden soll.

Ohne Wechseln der Düse kann der Multifuel-Kocher Soto StormBreaker mit Rein- oder Autobenzin verwendet werden. Die Pumpstange lässt sich leider nicht in eingefahrenem Zustand arretieren, dadurch schaut sie immer etwa einen Zentimeter heraus. Sehr praktisch hingegen ist der kleine Druckindikator. Sobald genügend Druck vorhanden ist, wird dieser Stift sichtbar und dadurch weiss man genau, wann der benötigte Druck vorhanden ist bzw. wann man während dem Kochen Nachpumpen muss. Im Betrieb mit Reinbenzin verbrennt der Kocher den Brennstoff sehr sauber, so dass die Pfanne nicht russig wird.

Der Kocher selber ist solide verarbeitet und alle Verbrauchsteile lassen sich mit dem mitgelieferten Werkzeug ersetzen. Der Schlauch zur Brennstoffquelle ist mit einem Metallgewebe verstärkt und ist gerade lang genug. Die Standfüsse können eingeklappt werden und sind im ausgefahrenen Zustand fixiert. Diese Fixierung könnte sich im langjährigen Gebrauch als mögliche Schwachstelle erweisen. Eine weitere suboptimal gelöste Stelle ist die Befestigung des Brennstoffschlauches am Kocher. Dieser ist ein bisschen zu wenig abgewinkelt und dadurch entsteht je nach Packart im Rucksack ein leichter Knick im Schlauch. Alles in allem jedoch kein starkes Argument gegen den Soto StormBreaker, da dieses Problem bei vielen Kochern besteht zumal der Schlauch relativ einfach gewechselt werden könnte.

Der Verbrauch des Soto StormBreaker liegt bei maximaler Leistung bei etwa 180 g Gas bzw. 270 g Reinbenzin pro Stunde. Einen Liter Wasser kocht im Gasbetrieb nach 7 Minuten und 20 Sekunden und im Betrieb mit Reinbenzin nach nur 6 Minuten und 50 Sekunden. Zum Vergleich: dieselbe Menge benötigt auf einem Standardherd (Glaskeramik) 8 Minuten und 40 Sekunden bis das Wasser den Siedepunkt erreicht.

Preis

Der Soto StormBreaker kostet 239.90 CHF.

Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller: SOTO

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über Transa Backpacking AG

ÜBER DEN AUTOR

Moritz Wernli

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