Test Dynafit Daymaker
6.5 / 10 Bewertung
PRO
  • Lampe und Akku sind perfekt in den Helm integriert
  • sehr leicht
  • unterschiedliche Leuchtstufen für Aufstieg und Abfahrt
  • gutes Lichtbild
  • Kinnriemen mit Magnetverschluss einfach zu schliessen und zu öffnen
  • Akku über Mini-USB-Anschluss aufladbar
  • zertifizierter Helm: UIAA 106 (+ EN 12492)
CONTRA
  • Einschaltknopf der Lampe sehr schlecht bedienbar
  • Justier-Mechanismus schwer zugänglich
  • hoher Preis
  • Leuchtkraft grenzwertig für schnelle Abfahrten
Testurteil

Der leichte Skitourenhelm Dynafit Daymaker hat eine Stirnlampe direkt im Helm integriert. Damit ist man für Nachttouren inklusive (gemütlicher) Abfahren gut gerüstet. Zusätzlich macht er auch bei den üblichen Touren am Tag eine super Figur.

Funktion7
Qualität/Verarbeitung7.5
Gewicht/Packmass9
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung4

Fakten

Dynafit Daymaker, Farbe: white/red/black, Grösse: uni, Artikelnummer: 08-0000048231

  • Gewicht: 396 g inkl. Akku nachgewogen (320 g laut Hersteller)
  • Grösse: 56-62 cm
  • UIAA 106 zertifiziert & EN 12492

Angaben vom Hersteller:

  • 4 elektronisch differenziert angesteuerte ineinander verschmelzende Lichtkegel
  • 4 Leuchtstufen (Aufstieg Standard, Aufstieg high / Abfahrt Standard, Abfahrt high)
  • bei schwachem Akkuzustand schaltet die Lampe automatisch auf Aufstieg Standard mit einer verbleibenden Leuchtdauer von 1 Std.
  • Aluminium gekühlte Leuchtköper
  • USB Steckverbindung
  • maximale Energieeffizienz ohne Streuverlust
  • fließender Kontrastübergang der Physiologie des menschlichen Auges nachempfunden
  • Leuchtkraft: 1’000 Lumen
  • Akku: 2000 mAh
  • Leuchtdauer: 4 Std. (3 Std. Aufstieg Standard + 1 Std. Abfahrt Standard)
  • Reichweite: 200 m
  • Made in China 

Praxistest Dynafit Daymaker

Eine komplett neue Idee im Bereich Skitourenequipment kommt vom deutschen Skitourenspezialisten Dynafit: als Antwort auf den Trend zu vermehrten Nachtskitouren (insbesondere nächtlichen Trainingseinheiten auf Skipisten) und der steigenden Anzahl von Skitourenrennen am Abend und in der Nacht, hat Dynafit mit dem Daymaker einen Helm mit integrierter Stirnlampe entworfen, welcher sowohl für den Aufstieg wie auch für die Abfahrt konzipiert ist.

Den Dynafit Daymaker Skitourenhelm habe ich einerseits bei zwei Nachtskitourenrennen und andererseits auch bei normalen alpinen Skitouren getestet.

Auf den ersten Blick sieht der Dynafit Daymaker wie ein normaler Skitourenhelm aus, wäre da nicht dieser weisse, abnehmbare Aufsatz auf der Vorderseite des Helms. In diesem ist die Leuchte mit vier integrierten Lampen sowie dem Aus-/Einschaltknopf untergebracht. Durch die vier unterschiedlichen Leuchtstufen (Aufstieg Standard, Aufstieg high / Abfahrt Standard, Abfahrt high) kann man die Sichtweite stets den Bedürfnissen anpassen. Leider ist der Knopf etwas zu klein ausgefallen. Dessen Bedienung ist mit Handschuhen leider sehr mühsam. Diese Schwäche kommt vor allem bei Rennen zum Tragen, wenn der Puls hoch und die Geduld, den Knopf zu finden, niedrig ist.

Vom Aufsatz geht ein dünnes Kabel in den Helm, welches die Lampe an der Stirn mit dem Akku an der Helmrückseite verbindet. Das Kabel ist dezent im Dynafit Daymaker verlegt und weder Kabel noch die USB-Steckverbindung haben sich beim Test als störend erwiesen. Der Akku ist wiederum perfekt in den Helm integriert, und nur ein Kenner würde beim Anblick von hinten überhaupt bemerken, dass es sich hier nicht um einen ganz normalen Helm handelt.

Erstaunlich ist das extrem geringe Gewicht des Dynafit Daymaker – knappe 400 Gramm bring die Kombination aus Helm, Lampe und Akku auf die Waage – ein Spitzenwert. Ausserdem entfällt natürlich die Montage einer Stirnlampe am Helm, was mangels geeigneter Halterungen oftmals mühsam und nervig sein kann.

Beim Praxistest in der Nacht war ich mit der Leuchtkraft im Aufstieg durchaus zufrieden. Die Spur wird ausreichend ausgeleuchtet und ermöglicht sicheres Gehen. Wer auch ein Stück vorausblicken will, um Gelände und Spurverlauf zu antizipieren, muss eine Stufe höher schalten (ev. auch schon auf Abfahrtmodus). Mit dieser Einstellung hat man ausreichend Weitsicht. Leider kommt auch in diesem Moment das Hauptmanko, der Einschaltknopf, zu tragen – egal ob mit Handschuhen oder kalten Fingern.

Im Abfahrtsmodus (Abfahrt high) gibt der Dynafit Daymaker grundsätzlich gut Licht für eine gemächliche Abfahrt und die Orientierung im Gelände. Beim Downhill im Rennmodus auf der Piste war die Leuchtkraft aber schon grenzwertig – hier hätte ich mir eine stärkere Performance erhofft. Die Positionierung der vier Scheinwerfer (die laut Dyanfit in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt wurden) ergeben ein gutes Lichtbild. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lampen, erzeugt der Dynafit Daymaker nicht einen einzigen runden Lichtkegel, sondern leuchtet das Sichtfeld mit unterschiedlichen Stärken aus. Statt krassen Kontrasten zwischen Lichtkegel und stockdunkler Umgebung geniesst man die Vorteile eines fliessenden Überganges.

Aufgeladen wird der Lampen-Akku mittels Mini-USB-Verbindung. Einfach die Steckverbindung im Helm trennen und das Ladekabel anschliessen. Fertig. Einen Helm an die Steckdose zu hängen löst beim ersten Mal schon ein Schmunzeln aus …

Die Leuchtdauer des Akkus entspricht in etwa den Angaben von Dynafit, wobei natürlich die Umgebungstemperatur auch eine wesentliche Rolle spielt. Damit es nicht plötzlich schwarz wird, schaltet die Lampe bei niedrigem Batteriestand automatisch auf den Aufstiegsmodus. Bei meinem Test war das nach ca. 70 Minuten im stärksten Leuchtmodus der Fall.

Die Passform des Dynafit Daymaker habe ich als gut wahrgenommen. Sie kann durchaus mit anderen, leichten Skitourenhelmen verglichen werden. Als Besonderheit seien hier die angenehmen Futter-Pads im Helm und vor allem der Kinnverschluss erwähnt. Der Schliessmechanismus ist mit einem Magneten versehen und lässt sich ganz leicht quer öffnen. Dies ist auch mit Handschuhen easy zu handeln. Im Gegensatz dazu ist das Justierrad zur Anpassung des Helmdurchmessers an der Hinterseite des Helms (wenn der Helm aufgesetzt ist) schwer zugänglich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dynafit Daymaker eine gelungene Kombination aus Skitourenhelm und Stirnlampe darstellt, die durch minimales Gewicht überzeugt und sowohl in der Nacht als auch bei Touren am Tag gute Dienste leistet. Leider hat dieser Skitourenhelm auch seinen Preis, der durchaus mit dem Kauf einzelner Komponenten (Helm und sehr gute Stirnlampe) vergleichbar ist.

Preis

Der Dynafit Daymaker kostet 549 CHF.

Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller Dynafit

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller

About The Author Thomas Reinthaler