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Test Jack Wolfskin Alpine Trail 36
6.7 / 10 Bewertung
PRO
  • bequemer, breiter und stabiler Hüftgurt mit praktischem Fach
  • grosses Deckelfach mit Dokumentenfach, höhenverstellbar
  • zwei praktische Stretch-Seitentaschen
  • elastisches Aussenfach
  • Riemen zur Seitenkompression bei leichter Beladung
  • integrierte Regenhülle mit Clip gesichert, mit Riemen zur Befestigung
  • hochwertiges, robustes Material und trotzdem leicht
  • saubere Verarbeitung
CONTRA
  • Brustgurt für Frauen zu tief angesetzt
  • Seitentaschen etwas zu hoch angesetzt, schlecht zugänglich
  • kein seitlicher Zugriff ins Hauptfach
  • Rückenlänge nicht verstellbar
  • seitlicher Kompressionsriemen erschwert den Zugriff auf das elastische Aussenfach
Testurteil

Der Jack Wolfskin Alpine Trail 36 ist ein sehr leichter und schlanker Rucksack, der sich dank seinem komfortablen Hüftgurt besonders angenehm trägt. Dank Kompressionsriemen und flexibler Volumenerweiterung ist er vielseitig und für unterschiedlich lange Touren einsetzbar.

Funktion6.9
Qualität/Verarbeitung7.5
Gewicht/Packmass7.5
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung6.7

Fakten
Jack Wolfskin Alpine Trail 36, Farbe: Bright Pumpkin, Grösse: S/M, 36 Liter, Artikelnummer: 2003631-3021
  • Gewicht: 1270 g nachgewogen (1340 g laut Hersteller)
  • Material: 1. Oberstoff 100 % Polyamid, 2. Oberstoff 100 % Polyamid, 3. Oberstoff 100 % Polyester, Futter 100 % Polyester

Angaben vom Hersteller:

Leichter, schlanker und robuster Ein-Kammer-Rucksack für alpine Touren. Mit Seilfixierung, Befestigungs-Möglichkeiten für Trekkingstöcke und Eisgerät ist er gut ausgestattet. Eine Vielzahl von praktisch angeordneten Taschen bietet reichlich Stauraum.
Das Tragesystem sitzt eng am Körper, bietet viel Bewegungsfreiheit und stetige Belüftung durch einen zentralen Lüftungskanal am Rücken sowie belüftete Polster an Schulter- und Hüftgurt.

  • Flexibles Vollkontakt-Tragesystem mit rückennahem Sitz und ausgezeichneter Belüftung (ACS TIGHT ALPINE)
  • Hauptfach mit Innentasche (zugleich Stauraum für Trinkblase), Deckeltasche mit Innentasche für Dokumente und mit Schlüsselhaken, große elastische Netztasche auf der Vorderseite, Hüftgurttasche, 2 elastische Seitentaschen
  • Vorbereitung für Helmfixierung
  • Seilfixierung unter dem Deckelfach
  • Trekkingstock- und Eisgerät-Fixierung
  • Seiten-Kompression
  • Reflektoren
  • SOS-Set mit Signalpfeife am Brustgurt sowie alpinen Notsignalen und Verhaltensregeln auf der Innenseite der Deckeltasche
  • Vorbereitung für Trinksystem (Schlauchführung und -fixierung)
  • Integrierte Regenhülle in Bodentasche
  • Packsack: extrem leichtes, strapazierfähiges Gewebe (CROSS RIP) und leichtes Gewebe mit hoher Abrieb- und Reißfestigkeit (NAILHEAD)
  • Boden: extrem leichtes, reißfestes Gewebe mit Verstärkungsfäden
  • Rahmen: flexibler Federstahl
  • Made in Vietnam

Praxistest Jack Wolfskin Alpine Trail 36

Der Jack Wolfskin Alpine Trail 36 besticht schon rein optisch durch seine schlanke Gestalt und die saubere Verarbeitung. Beim Testen fiel mir als erstes der angenehme breite Hüftgurt auf, der wie auch die Träger mit Belüftungslöchern durchsetzt und doch sehr stabil ist. Was mich jedoch stört ist, dass der verstellbare Brustgurt für Frauen zu tief angesetzt ist. An die höchste Stelle hochgeschoben kann ich den Brustgurt nur knapp über den Brüsten schliessen. Wirklich bequem wäre er erst wenn ich ihn drei bis fünf Zentimeter höher oben tragen könnte.

Trotzt der Belüftungslöcher in den Tragriemen und dem gutem Belüftungskanal am Rücken ist eine gewisse Wärmeentwicklung nicht zu vermeiden, da es sich ja doch um einen Kontaktrucksack handelt. Dies macht ihn aber sehr angenehm zum Tragen, da man das Gewicht nahe am Rücken hat. Dafür sorgt unter anderem auch ein im Hauptfach angebrachtes Innenfach, das erlaubt schweres Gepäck rückennah zu verstauen. Zudem lässt sich der Rucksack durch die Lastengurte an den Schultern und die Kompressionsriemen auf der Seite näher an den Körper ziehen. Die Riemen zur seitlichen Kompression konnte ich nur im oberen Bereich des Jack Wolfskin Alpine Trail 36 nutzen, da die unteren Riemen über die seitlichen Aussentaschen führen, in denen ich meine Getränkeflasche mitführte. Das rückennahe Innenfach kann auch für das Trinksystem verwendet werden. Dies habe ich jedoch nicht ausprobiert, da ich mobile Flaschen im Seitenfach bevorzuge.

Überrascht war ich vom Volumen des Jack Wolfskin Alpine Trail 36. Das eher schmale Hauptfach lässt weniger Stauraum vermuten als es tatsächlich bietet. Doch das Hauptfach des Wanderrucksackes verfügt über eine zweiten Kordelzug, wodurch sich das Volumen in der Höhe erweitern lässt. Dementsprechend lässt sich auch der flexiblen Deckel nach oben erweitern. Dieser ist mit einer Stoffschicht fest am Rücken vernäht und mittels zwei Riemen in der Höhe verstellbar. Auch der Deckel selbst bietet einiges an Stauraum. Er ist mit einem oben angebrachten, grossen Fach sowie mit einem Dokumentenfach ausgestattet. Zudem kann auf dem Deckel an vier Schlaufen zusätzlich Material befestig werden. Ausserdem bestehen extra Schlaufen um alle möglichen Geräte zu befestigen und auch die seitlichen Kompressionsriemen können zur Materialbefestigung umgenutzt werden.

Ihr eigentlicher Zweck ist es aber den Rucksack bei nur minimaler Füllung an der Seite zu komprimieren, was gut funktioniert und ihn dadurch etwas stabiler macht. Was dann eher Probleme macht ist das Deckelfach, welches bei mir (durch seine leichte Zugänglichkeit) immer gut gefüllt ist und dann etwas stark nach unten hängt. Für Tagestouren fand ich den Jack Wolfskin Alpine Trail 36 daher fast ein wenig zu gross, jedoch gut, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und nicht jede/r einen Rucksack tragen möchte.

Dadurch, dass der Jack Wolfskin Alpine Trail 36 ein klassischer Einfach-Rucksack ohne seitlichen Zugriff zum Hauptfach ist, ist meines Erachtens ein Aussenfach sehr wichtig. Dieses Aussenfach ist beim Alpine Trail 36 aus elastischem Stoff, wodurch es sehr flexibel ist. Etwas umständlich ist jedoch dessen Befestigung mittels einem Riemen unter dem Deckel (kann zur Seilfixierung unter dem Deckel benutzt werden), der den Zugang zum Fach erschwert.

Da ich wie gesagt lieber Flaschen als ein Trinksystem mit mir trage sind mir die seitlichen elastischen Fächer enorm wichtig. Beim Jack Wolfskin Alpine Trail 36 sind diese Seitentaschen relativ tief und geben der Flasche dadurch einen guten Halt. Allerdings sind sie ein wenig zu hoch angebracht, sodass das Greifen der Flasche etwas mühsam ist und einige Verrenkungen erfordert.

Sehr praktisch fand ich das grosszügig geschnittene Fach am Hüftgurt, das neben dem Handy auch leicht eine kleine Kompaktkamera fasst. Überzeugt hat mich auch die integrierte Regenhülle im Boden des Rucksacks. Neben ihrem eigentlichen Auftrag schützt sie in verstautem Zustand den Rucksackinhalt bei einer Rast vor Bodennässe. Die Regenhülle lässt sich sehr einfach montieren und mittels eines Riemes gut befestigen. Sie ist mit einem Klipp gesichert, lässt sich aber zum trocknen auch abnehmen.

Insgesamt ist der Jack Wolfskin Alpine Trail 36 ein sehr leichter, schöner Rucksack mit hochwertigen, sauber verarbeiteten, robusten aber trotzdem leichten Materialien und einem bequemen Tragesystem. Er eignet sich von der Grösse her für Mehrtagestouren, kann aber gut auch für Eintagestouren genutzt werden.
Preis
Der Jack Wolfskin Alpine Trail 36 ist für 139.95 € erhältlich.

Händlersuche/Store-Locator
Links
Hersteller Jack Wolfskin

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller


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