Test Scott Stego
6.5 / 10 Bewertung
PRO
  • maximaler Tragkomfort: guter Sitz und optimale Belüftung
  • trotz grösserem Gewicht, spürt man diesen kaum
  • moderne und schöne matte Farbe
CONTRA
  • Optik ist etwas klobig
  • Haare bleiben an den innwendigen Noppen hängen
  • Flüssigkeitsaufnahme der Stirnpolster gering
  • zum Thema Nachhaltigkeit musste nachgefragt werden, keine Infos auf der Homepage
Testurteil
Der Scott Stego Bike-Helm zeigt sich in einem der heutigen Zeit angepassten Design. Der Helm bietet ambitionierten Bikern, welche nach erfolgreichem Uphill, gerne den rasanten Downhill geniessen, eine höchst komfortable Passform sowie einen optimalen Schutz für den Kopf. Bei diesem Helm findet das Biker-Herz Design und Schutz in einem!
Funktion8.1
Qualität/Verarbeitung7
Gewicht/Packmass5.5
Umwelt/Nachhaltigkeit5
Preis-Leistung6.8

Fakten

Scott Stego, Farbe: metallic green matt, Grösse: S, Artikelnummer: 227640

  • Gewicht: 313 g nachgewogen (340 g Grösse M laut Hersteller)
  • Material/Zusammensetzung: In-Mold Technology und PC Micro Shell

Angaben vom Hersteller:

Die Fahrradtechnologie hat grosse Fortschritte gemacht. Heute fahren wir schneller und auf anspruchsvolleren Strecken. Deshalb ist ein zuverlässiger Helm für risikofreudige Trail Rider jetzt wichtiger denn je. Beim SCOTT Stego Helm, dem perfekten Helm für solche Fahrer, stehen daher neben Stil und Innovation vor allem Sicherheit und Funktionalität im Mittelpunkt. Der Stego bietet einen erstklassigen Schutz, wobei insbesondere die am meisten gefährdeten Bereiche des Kopfs geschützt werden und dazu bietet er noch das bewährte MIPS Brain Protection System. Hinzu kommen breite Kühlkanäle im Inneren, damit du vertrauensvoll an deine Grenzen gehen kannst.

Nachhaltigkeit/Umwelt: SCOTT nimmt das Thema Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit seiner Produkte bei Produktion und Vertrieb sehr ernst. So arbeiten wir nur mit Lieferanten zusammen, die sich ebenfalls unseren hohen Standards verschreiben und die Einhaltung der SCOTT Restricted Substances List oder ähnlicher Standards gewährleisten können. Das jeweilige Produktmanagement ist mehrmals im Jahr vor Ort, um sich ein eigenes Bild von der Produktion zu machen, aber auch die Gewährleistung unserer hohen Qualitätsansprüche zu gewährleisten. Alle unsere Helme werden zudem als sog. Persönliche Schutzausrüstungen von unabhängigen Testlaboratorien auf deren Sicherheit sowohl in technischer als auch in umweltverträglicher Hinsicht geprüft.

  • MIPS Brain Protection System
  • Construction: In-Mold-Technologie + PC Micro Shell
  • Fit system: MRAS2
  • abnehmbares Visier
  • optimierte Belüftung
  • erweiterte Hülle
  • Made in China
  • Garantie: Helme sind nicht unbegrenzt haltbar. Sie müssen ausgetauscht werden, wenn Risse oder Anzeichen von Verschleiss sichtbar werden, spätestens jedoch nach 3 Jahren ab Erstgebrauch. SCOTT übernimmt keine Verantwortung für Schäden und Verletzungen aufgrund von nicht mehr geeigneten Helmen.

Praxistest Scott Stego

Ich habe mich für den Bike-Helm Scott Stego entschieden, weil er das neue MIPS Brain Protection System hat. Aber auch, weil mir das matte Design gefällt.

Ausgepackt und angepasst war der Scott Stego schnell, denn das Einstellen geht einfach und der Helm passt gut zu meiner Kopfform. Ein Blick in den Spiegel bestätigt, mit der ‚erweiterten Hülle‘ ist nicht zu viel versprochen. Wie bei klassischen Endurohelmen ist auch der Stego hinten tief geformt, d.h. die Schale reicht bis zu der Hinterhauptschwarte. Der Kopf wirkt etwas klein unter dem Helm, aber Hauptsache er passt und bietet optimalen Schutz. Zudem ist ein Helm heute nicht nur zum Schutze sondern auch als Accessoire gedacht! Ich habe den Helm etwas genauer betrachtet; die Verarbeitung des Materials ist sauber und der Helm weisst keine Mängel auf.

Getestet habe ich den Scott Stego beim Mountainbiken und beim Mountaincart-Fahren. Diesen Sommer ist es mit dem Wetter ziemlich gegensätzlich zum letzten Jahr. Somit habe ich den Scott Stego vor allem bei Sonnenschein und heissen Temperaturen getestet. Die Bedingungen waren optimal um die Belüftung zu testen!

Ich fahre immer mit Helm, d.h. ob es bergauf oder bergab geht. Der Helm sitzt auf dem Kopf und dekoriert nicht den Lenker! Der Scott Stego hat mich auf meinem Haupt überhaupt nicht gestört. Auch wenn ich bei über 35 Grad unterwegs war, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich die Hitze mehr als beim vorherigen Helm im Kopf staut. Die kleinen Polster an der Stirn haben leider nicht ein grosses Flüssigkeitsauffangvolumen, darum lief mir der Schweiss während einigen Uphills bei den ausgergewöhnlichen heissen Temperaturen ein paar mal übers Gesicht. An den voluminösen Lüftungseinlässen gibt es definitiv nichts auszusetzten. Der Wind fliesst in den vorderen Lüftungsschlitzen hinein und hinten wieder hinaus. Ich sage nur: Panta rhei!

Das Verstellen der Befestigungsriemen am Helm Scott Stego funktioniert einfach. Das Dreieck bei den Ohren kann vergrössert sowie der Winkel nach vorne oder hinten verstellt werden, je nachdem wie die Riemenlänge eingestellt werden soll. Die Kinnschlaufe wird mit deinem ‚Klick-Steck-System‘ bündig geschlossen. Am Hinterkopf kann anhand eines Drehrades der Helm am Kopfumfang angepasst werden, so dass dieser schön fest sitzt und nicht wackelt. Einzig wenn ich die Helmkamera oben drauf habe, rutscht mir der Stego vorne über die Stirn. Wenn ich den Helm genug taff befestige, rutscht dieser mit der Cam obendrauf zwar nicht mehr so stark, aber dann drückt er zu fest am Schädel. Diesbezüglich muss ich noch etwas ‚pröbeln‘. Die Kamera kann aber super gut mit der Halterung an den grossen Lüftungslöchern befestigt werden. Den GoPro-Montage-Sticker kann man auf dem breiten Mittelbalken perfekt befestigen.

Das MIPS Technologie besteht unter anderem aus einem gelben Innenraster (siehe Bild), welches dem Scott Stego zusätzliche Festigkeit/ Stabilität gibt. Die zwei hinteren Befestigungseinrichtungen stehen jedoch ein bisschen vor und dort reisst es mir beim Ausziehen immer Haare aus.

Innwendig hat es wie bei jedem Helm die kleinen Polster, die den Tragkomfort erhöhen und vorne an der Stirn zudem den Schweiss bis zu einem gewissen Grad auffangen. Diese Polster können problemlos zum Waschen entfernt werden.

Der Scott Stego gehört mit seinem Gewicht von über 300 Gramm (laut Hersteller bei Grösse M, 340 g) zu den Schwergewichten bei den Bike-Helmen. Viele Modelle wiegen unter 300 Gramm. Wir sind jedoch alle mit starken Nackenmuskeln versehen und spüren diesen Gewichtsunterschied wohl kaum. Darum sitzt der Scott Stego eigentlich federleicht auf dem Kopf, man spürt ihn überhaupt nicht.

Mit dem Preis von 229 CHF ist der Stego im Vergleich zu andern Bikehelmen im oberen Segment. Jedoch sind die anderen Helme mit MIPS Technologie auch alle zwischen 200 bis 250.-. Für einen guten Helm, der nicht nur schützt, sondern auch Tragekomfort bietet, liegt dieses Model in der Norm!

Wie sich der Helm bei einem Sturz, also einem Schlag verhält, habe ich zum Glück nicht getestet und ich habe es auch nicht vor. Ich bin mir aber sicher, dass dieser mindestens so gut Schützt wie andere Helme. Die MIPS Dämpfungstechnik scheint mir eine super Sache zu sein! Ähnlich wie bei einem Rückenpanzer, wird mit der MIPS Technologie die Belastung bei einem schrägen Aufprall gesenkt.

So testeten andere: Auch der Tester von endure-mtb.com ist mit mir gleicher Meinung. Der Helm sitzt perfekt, weil dieser nicht rutscht und das Gewicht nicht stört, die Belüftung optimal ist und die Einstellmöglichkeiten ideal sind! Der Meinung des Testers von mtb-news schliesse ich mich auch an. Seine Testergebnisse sind ähnlich wie meine und diese von eduro-mtb.

Helme stören mich prinzipiell nicht, denn ich trage seit langem bei vielen sportlichen Tätigkeiten Helme. Der Scott Stego gefällt mir super und ist definitiv eine Klasse für sich! Auch hier muss ich sagen: den gebe ich nicht mehr her!

Preis

Der Scott Stego Helm kostet 229 CHF.

Händlersuche/Store-Locator Link

Links

Hersteller Scott

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller

About The Author Christine Kühni

Christine Kühni testet Ausrüstung für ich-liebe-berge.ch – die sportbegeisterte Berggängerin ist nicht nur privat in den Bergen unterwegs, sondern leitet auch professionell Wander-, Schneeschuh- und Biketouren. Ihre Gäste leiden selten unter Muskelkater, da sie als Medizinische Masseurin den müden und verkrampften Muskeln Linderung verschaffen kann!