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Test Tecnica Inferno Max und Tecnica Inferno Sprint

Der Tecnica Inferno Max und der Tecnica Inferno Sprint sind innovative Trailschuhe mit überzeugenden funktionalen Details und

beeindruckender Leichtigkeit. Sie sind so bequem wie Finken und doch souverän im Gelände.

Ich-liebe-Ausrüstung-Bewertung

7.2 Punkte

Pro

  • sehr gute Stabilität
  • äusserst bequeme Schuhe
  • sehr leichte Konstruktion
  • guter Halt auf verschiedenen Terrains
  • Einlegesohlen von Ortholite erhältlich, passend zum Schuh für optimale Passform

Contra

  • enge Einstiegsöffnung
  • etwas kniffeliges Schnellschnürsystem
  • schlechte Qualität der textilen Griffe, zum Einsteigen

Fakten

Getestet wurden: Tecnica Inferno Max und Tecnica Inferno Sprint

Tecnica Inferno Max

TRS Tecnica Rolling System, Sohlenprofil “TecniGrip”, Obermaterial und Futter aus Textil, asymmetrisches Tunnelsystem mit Schnellschnürsystem, Farbe: Orange

  • Gewicht 320 g pro Schuh nachgewogen (325 g laut Hersteller)

Tecnica Inferno Sprint

TRS Tecnica Rolling System, Sohlenprofil “TecniGrip”, Obermaterial und Futter aus Textil, Snapback CoreTec Carbon Platte, asymmetrisches Tunnelsystem mit Schnellschnürsystem, Farbe: Orange

  • Gewicht 288 g pro Schuh nachgewogen (295 g laut Hersteller)

Praxistest Tecnica Inferno Max und Tecnica Inferno Sprint

Die Marke Tecnica steht vor allem für Skischuhe, Outdoor-Schuhe und Winterschuhe. In diesen Bereichen haben sie seit Jahrzenten eine führende Rolle eingenommen. Seit dem Frühjahr 2011 ist nun auch eine ganze Bandbreite von Trailrunning-Schuhen auf dem Markt erschienen, die bis heute ständig erweitert wurden. Tecnica setzt hier auf freches Design mit überzeugender Performance durch exklusive, selbst entwickelte technische Details.

Einerseits das “TRS – Tecnica Rolling Systems”. Es vereint eine starke Aufpralldämpfung mit der einzigartigen Energieübertragung nach vorne. Der Fersen- und Vorfussbereich sind, im Vergleich zu den allgemeinen All-Terrain Joggingschuhen, grosszügig nach oben gewölbt. Mich erinnert die seitliche Ansicht an die neuartigen Rocker-Ski Konstruktion.

Der hochgezogene Fersenbereich bietet so beim Auftreten mehr Kontaktfläche zum Boden und somit mehr Dämpfung und bessere Stabilität. Dieser hintere Bereich nimmt mittlerweile bis zu erstaunlichen ⅔ der Schuhlänge ein. Der Vorfussbereich – der restliche ⅓ der Schuhlänge – nennt sich Rolling Rocker. Durch seine Form wird die Energie schneller nach vorne übertragen und die Schubphase um ein mehrfaches verbessert, gerade im Uphill-Bereich spart das Kraft und im Downhill-Gelände reduziert es Stress sowie Müdigkeit und erhöht die Haftung.

Die andere technische Rafinesse heisst “Snapback CoreTec Carbon Platte” und funktioniert wie eine Sprungfeder. Sie sorgt für eine explosive Kraftübertragung und Rückgewinnung der kinetischen Energie und steigert dadurch die Leistungsfähigkeit. Das erlaubt schnellere und weitere Läufe mit weniger Kraftaufwand. Zudem wird eine bessere Torsionssteifigkeit erreicht und das Gewicht reduziert.

Zusätzlich bietet das TecniGrip Sohlenprofil festen Halt auf jedem Untergrund.

Erwähnenswert finde ich auch, dass die Schuhe kompatibel sind mit Einlegesohlen für Ortholite. So kann die Passform für jeden Fuss noch optimiert werden.

Zum Testmodell Tecnica Inferno Max – durch die wesentlich grössere und breitere Abrollfläche (+ 30 %), die hohe Sohle und wohl auch die Farbauswahl des Modells, erscheint der Schuh im Ganzen eher klobig und finkenähnlich. Aber ist der Schuh erst einmal angezogen, geniesst man das bequeme Fussbett, das äusserst abrollfreundliche Verhalten und auch das federleichte Gewicht. Der Schuh überzeugt schnell durch seine bequeme Passform, angenehme Stabilität und einen fast unerklärlichen Vorwärtsschub. Schon beim Gehen fühle ich mich getragen und von unsichtbarer Kraft angetrieben. Durch seine Grösse und „Bequemlichkeit“ erscheint er mir etwas behäbig. Ich sehe sein Einsatzgebiet in allen unterschiedlichen Terrains, aber eher für lange Läufe und weniger für Schnelligkeit.

Zum Testmodell Tecnica Inferno Speed – ein besonderes Highlight bei diesem Modell ist die „Snapback-Core-Tecs“ Konstruktion. Dieser Schuh macht seinem Namen alle Ehren. Im Vergleich zum Inferno Max, kommt der Inferno Speed schlanker daher, mit weniger Fussabdruck und auch einer niedrigeren Sohlenkonstruktion. Die Leichtigkeit bleibt, das behäbige Verhalten ist hier definitiv nicht zu finden. Gerade im Vorfussbereich fühle ich mich nackter mit dem Inferno Speed. Ich nehme den Untergrund viel direkter wahr. Die reduziertere Dämpfung und doch angenehme Stabilität bietet sich für mich eher für kürzere Läufe an, wenn es auch mal um Geschwindigkeit geht.

Beide, der Tecnica Inferno Max sowie der Tecnica Inferno Sprint, weisen ein unsichtbares asymmetrisches Schnellschnürsystem auf. Und auch beiden ähnlich ist die enge Einstiegsöffnung, welche mir etwas den Nerv raubt, zumal die Textilgriffe teils schon nach wenigen Benutzungen ausgerissen sind. Bin ich aber mal drin, ist es sogleich wieder vergessen.

Der Schuh fühlt sich an wie eine Socke mit guter Dämpfung, das Obermaterial schmiegt sich umfassend und angenehm an den Fuss an. Der Inferno Max ist eher breit geschnitten, wird für die schmalen Füsse wohl zuwenig seitliche Stabilität bieten. Hier empfinde sogar ich – mit breiten Füssen – den Schuh auf den ersten Blick und beim ersten Anziehen als zu weit und wenig umfassend. Aber kaum in Bewegung ist das Gefühl doch verflogen und ich fühle mich sehr gut gehalten und stabil.

Preis

Der Tecnica Inferno Max und der Tecnica Inferno Sprint sind in der Schweiz erhältlich. Ab 200 CHF.

Links

Hersteller Tecnica

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über Lowa Schuhe AG


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