Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket im Test

Salewa Vanir Icefall Down Jacket_9
5.9 / 10 Bewertung
PRO
  • herrlich leichter Tragekomfort
  • hält super warm – auch bei zweistelligen Minusgraden (getestet bis -10/-12 Grad)
  • hinten etwas länger geschnitten, dadurch genau richtig für kalte Wintertage
  • individuell anpassbare Kapuze – gibt zusätzlich warm
  • 2 grosse Taschen und 1 praktische Innentasche fürs Smartphone
CONTRA
  • nicht wasserdicht, schlechte Imürägnierung (DWR)
  • trägt etwas auf – Daune eben
Testurteil
Die Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket ist eine leichte, wasserdichte und weiche Daunenjacke, die der Hersteller in Zusammenarbeit mit professionellen Nutzern entwickelt hat. Sie hält herrlich warm, auch bei zweistelligen Minusgraden. Ihr Design ist angenehm leicht und dabei erfreut sie sich gleichzeitig über eine robuste Materialbeschaffenheit. Ihr Aussenmaterial wird als wasserdicht angegeben, was ich im Test so nicht bestätigen konnte. In kalten Regionen, wenn weder Regen noch starke Schneeschauer fallen, möchte ich aber dennoch diese warme Jacke nicht missen.
Funktion5
Qualität/Verarbeitung7
Gewicht/Packmass7.5
Umwelt/Nachhaltigkeit4
Preis-Leistung6

Fakten

Helly Hansen Vanir bzw. ganz genau Helly Hansen W Vanir Icefall Down Jacket, Farbe 603 north sea blue, Grösse M, #62777 603-M / EAN 7040055990393

  • Gewicht: 920 g nachgewogen (Herstellerangaben 915 g)
  • Materialien: Gewebe aus Polyamid (40-Denier), Füllung mit 85/15 Allied-Daunen von europäischen Gänsen sowie PrimaLoft® Silver-Isolierung (80 g) an exponierten Stellen

Angaben vom Hersteller:

Ein wichtiges Kleidungsstück in jedem Rucksack: eine leichte, wasserdichte und weiche Daunenjacke

Diese technische Daunenjacke wurde in Zusammenarbeit mit unseren professionellen Nutzern entwickelt. Leichtes, schlichtes Design, nun noch robuster und besser schützend durch strategisch platzierte wasserdichte Primaloft® Silver-Isolierung.

  • leichtes Design und 40D daunendichtes Material
  • PFC-freie DWR-Beschichtung
  • die Passform bietet Wärme für Aktivitäten bei kaltem Wetter
  • besonders weiche, warme und enganliegende Kapuze
  • Rückenlänge: 78 cm
  • die auf der Innenseite gut sichtbare Kapuze kann bei Bedarf nach außen umgeschlagen werden
  • Kapuzenregulierung an der Vorderseite mit Gummischnur und Kordelstopper auf beiden Seiten
  • durchgängiger Windfang hinter dem Mittelreissverschluss auf der Vorderseite weist den Wind ab und schützt das Gesicht
  • zwei Taschen bieten ausreichend Platz für Ihre persönlichen Gegenstände
  • große Innentasche links auf Brusthöhe mit verdecktem YKK®-Reissverschluss
  • regulierbare Ärmelabschlüsse mit Klettverschluss
  • gut sichtbarer Innensaum mit Gummischnur und Kordelstopper auf beiden Seiten
  • Saum mit verlängerter Rückseite für zusätzlichen Schutz
  • strapazierfähiger YKK® Vislon-Frontreissverschluss in der Mitte mit gut greifbarem Schiebergriff
  • Einschubtaschen mit flachen, verdeckten YKK®-Reissverschlüssen
  • reflektierendes HH-Logo auf der linken Brust und hinten an der Schulter
  • Verstärkte Ösen am Kordelzug
  • Ripsband-Kordelstopper
  • Unitex-Kordelstopper in flachem Design
  • versiegelte Kordelenden verhindern Ausfransen

Praxistest Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket

Eins kann ich sagen: Mit der Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket bist Du in der kalten Jahreszeit wirklich warm verpackt. Die leichte 700er-Dauenfüllung hält herrlich warm. Das Versprechen wasserdicht zu sein, kann diese Jacke allerdings nicht halten. So viel schon mal vorab. Doch jetzt von vorn.

Beginnen wir bei der Daunenfüllung, die für mich als Tierschützerin natürlich nicht so gerne gesehen ist. In Punkto Bauschkraft machen Daunen aber Kunstfasern schlichtweg nichts vor und gelten daher vollkommen zurecht als bester Wärmespender und -speicher und sind daher die Isolation der ersten Wahl im Expeditionsbereich. Ich gehe allerdings eher weniger auf Expedition, sondern hauptsächlich mit meinen Hunden raus und in die Berge.

Dabei hat mir die Helly Hansen Vanir Icefall Daunenjacke den kompletten Winter hindurch super Dienste geleistet. Besonders angenehm ist ihr hinten etwas längerer Schnitt. So bleibt auch der Bobbes immer schön warm. Allerdings tragen Daunenjacken immer in bisschen auf. Und das kann auch die Helly Hansen Vanir Icefall leider nicht verleugnen. Aber im Winter ist das ja nicht schlimm. Die Bikinfigur sieht eh keiner ;-).

Hinzukommt die schöne Kapuze, die sich mittel Kapuzenregulierung vorn und am Hinterkopf sehr gut anpassen lässt. Kälte oder gar schneidender Wind haben – bei optimaler Anpassung an deinen Kopf – also kaum eine Chance auf ein Durchkommen. Wenn der Wind mir bei meinen winterlichen Touren dann doch mal steif um die Nase und Ohren fegte, dann blieben unter dieser Kapuze zumindest die Ohren warm. Die Ärmelbündchen sind ebenfalls mittels Klettverschlusses individuell anpassbar. Aber das ist ja nun keine besondere Auszeichnung im Vergleich zu anderen Winterjacken.

Als besonders angenehm empfinde ich zudem die grossen Einschubtaschen links und rechts. Da passt ordentlich was rein und wenn die Fingerchen mal kalt sind, dann kannst du sie dir da drin ganz schnell wieder aufwärmen. Praktisch bei der Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket ist auch die grosse Innentasche in Brusthöhe links. Da packe ich gerne mein Smartphone rein und habe es dann jederzeit schnell griffbereit, wenn ich zum Beispiel ein schönes Foto von meinen Hunden knipsen möchte. Oder alternativ das Bergpanorama, dass sich zwischendurch auch mal auftun kann, wenn du nur ordentlich weit hinaufsteigst.

Einziger Wermutstropfen: die Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket ist nicht wasserdicht. Sie hat eine wasserabweisende DWR-Beschichtung – okay. Aber bei meinem Test hat die wohl versagt. Das Aussenmaterial wurde bei Regen oder auch leichtem Schneefall unfassbar schnell nass und dann fiel die Jacke (bzw. fielen die Daunen) auch direkt in sich zusammen. Wo genau sich die laut Hersteller strategisch platzierte wasserdichte Primaloft® Silver-Isolierung befindet, konnte ich während meines Tests nicht herausfinden. Ich vermute an Schultern und Oberarmen. Geholfen hat es nichts.

Fazit: Die Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket ist ein superwarme, herrlich leichte Jacke für kalte Wintertage – ideal auch bei zweistelligen Temperaturen. Getestet habe ich sie bis ca. minus zehn, vielleicht auch minus 12 Grad. Kälter wurde es in diesem Testwinter nicht. Zumindest nicht dort, wo ich mich in der Regel aufhalte. Ihre volle Isolationskraft entfaltet diese Jacke allerdings nur bei trockenem Wetter. Wer im Regen oder gar bei Schneefall unterwegs ist, sollte besser eine Hardshell darüber tragen.

Ach ja, kleiner Tipp noch zum Schluss: Wenn ihr die Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket waschen wollt, dann bitte  unbedingt im Trockner trocknen. Soviel ist ja eh schon mal klar. Das ist wegen der Daunen notwendig. Die Jacke sollte dann aber nach dem vollständigen Trocknen direkt aus dem Trockner genommen werden. Und dann ordentlich durchschütteln, damit sich die Daunen wieder schön gleichmässig in der Jacke verteilen. Bitte niemals im Trockner liegen lassen, sonst besteht die Möglichkeit, dass die Daunen verkleben.

Preis

Die Helly Hansen Vanir Icefall Down Jacket kostet 329 CHF.

keine Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller Helly Hansen

Auskunft und Vertrieb über den Hersteller

ÜBER DEN AUTOR

Tanja Neuburger

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Black Diamond Adam Clark_Isaac Freeland_2021_003815

Black Diamond Lawinensicherheitsausrüstung 2021/2022

Kolumbien

Dani Arnold – Solo Speed Rekord Petit Dru Nordwand

Prix Montagne Nominierte Timbaer Skimanufaktur Dano Waldburger Andreas Dobler

Timbaer Skimanufaktur gewinnt Prix Montagne 2021

MELDE DICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN

Scroll to Top