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Wann ist es passiert?

Am Sonntag, den 03. April 2016.

Wo ist es passiert?

Das Anrissgebiet der Lawine liegt in den Churer Alpen, abseits bzw. südlich der Skipisten von Arosa im Gebiet Verborgnen Weng – Aroser Alp auf ca. 2290 m Höhe.

Der Lawinenhang hat die Exposition Ost bzw. genauer Ostnordost (ENE).

Welche Gefahrenstufe war dort gemeldet?

für nasse Lawinen Lawinengefahrenstufe 3, erheblich (für trockene Lawinen Lawinengefahrenstufe 1, gering)

Es sind kleine und mittlere Gleit- und Nassschneelawinen zu erwarten. Dies an sehr steilen Ost-, Süd- und Westhängen unterhalb von rund 2800 m sowie an Nordhängen unterhalb von rund 2400 m. Zonen mit Gleitschneerissen sollten möglichst gemieden werden. Touren, Variantenabfahrten und Hüttenaufstiege sollten früh gestartet und rechtzeitig beendet werden.

Was ist passiert?

Ein 55-jähriger Schweizer ist am Sonntag auf einer Variantenfahrt bei Arosa in ein Schneebrett geraten und tödlich verletzt worden.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ihn seine Fahrt am Oberberg über den Hörnli-Express und anschliessend in Richtung Aroser Alp geführt. Oberhalb der Aroser Alp geriet er ausserhalb der gesicherten Piste auf einer Höhe von rund 2’200 Meter in eine Lawine.

Der Mann verbrachte das Wochenende zusammen mit seiner Ehefrau in Arosa. Am Sonntagnachmittag begab er sich nochmals auf die Skipiste. Die Ehefrau reiste mittlerweile ins Unterland zurück. Als sie ihren Ehemann telefonisch nicht erreichen konnte, meldete sie ihn am Sonntagabend als vermisst.

Der Vermisste wurde am Montagmorgen um 03.00 Uhr von der Pistenrettung der Bergbahnen Arosa in einem Lawinenkegel gefunden. Er konnte nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden.

Neben der Pistenrettung standen ein Rettungsteam der SAC Sektion Arosa sowie die Rega und die Kantonspolizei Graubünden im Einsatz.

Quellen: Kantonspolizei Graubünden, SLF
Bild Karte Quelle: map.geo.admin.ch, Copyright geodata © swisstopo

Wichtige Hinweise

Die Daten (alle von Kantonspolizei/SLF/Rettung) können Fehler und Ungenauigkeiten enthalten – besonders kurz nach Unfällen sind die verfügbaren Informationen meist nur lückenhaft und relativ ungenau. Sobald genauere Informationen vorliegen, werden diese möglichst aktualisiert.

Der genaue Unfallhergang wird von der Polizei analysiert, was in der Regel mehrere Monate dauert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse (z. B. genaue Unfallstelle, Unfallhergang) fliessen anschliessend in die Unfallberichte sowie die Unfalldatenbank des SLF sowie in die Übersicht der letzten 20 Jahre des SLF ein.

Leider ist es ein sehr trauriger Anlass, diese Zeilen zu schreiben. Aus Respekt gegenüber den Verunfallten ist uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir hier nur Fakten/Informationen liefern wollen. Und keinerlei Schuldzuweisungen, Mutmassungen oder Vermutungen anstellen. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Informationen können helfen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen (Ziel Prävention).

Den Angehörigen und Familien der Verunglückten möchten wir mitteilen, dass wir Ihren Verlust zutiefst bedauern und sprechen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.


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