•  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Wann ist es passiert?

Am Samstag, den 26. März 2016.

Wo ist es passiert?

Das Anrissgebiet der Lawine liegt am Ende des Iffigentals, oberhalb der Iffigenalp und gehört zum Gebiet der Gemeide Lenk. Der Verunglückte war nach Angaben der Kantonspolizei auf dem Weg zur Wildstrubelhütte, als sich ein Schneebrett auf 1920 m Höhe löste.

Das Anrissgebiet liegt in der Nähe des Sommerwegs, nordöstlich des Gipfels Mittaghore bzw. westlich der Blattihütte. Der Hang hat die Exposition Nord, das Anrissgebiet ist über 40 Grad steil.

Welche Gefahrenstufe war dort gemeldet?

Für trockene Lawinen Gefahrenstufe 1 gering, alle Expositionen + für nasse Lawinen Gefahrenstufe 2 mässig im Tagesverlauf.

Gefahrenbeschrieb: Hauptgefahr Triebschnee – Vor allem in Kammlagen entstanden kleine Triebschneeansammlungen. Diese sollten vor allem im absturzgefährdeten Gelände vorsichtig beurteilt werden. Im Hochgebirge sind die Gefahrenstellen weiter verbreitet und die Gefahr etwas höher.

Weitere Gefahr: Nasse Lawinen im Tagesverlauf – Mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung steigt die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen im Tagesverlauf an. Es sind zahlreiche meist kleine Lockerschneelawinen zu erwarten. An steilen Ost-, Süd- und Westhängen sind unterhalb von rund 2600 m kleine und vereinzelt mittlere Gleit- und Nassschneelawinen zu erwarten. Auch an Nordhängen sind unterhalb von rund 2000 m einzelne Gleitschneelawinen möglich. Zonen mit Gleitschneerissen sollten möglichst gemieden werden.

Was ist passiert?

Am Samstagmorgen ist in Iffigenalp (Gemeinde Lenk) ein Schneebrett abgegangen. Ein Mann wurde mitgerissen und konnte nur noch tot geborgen werden. Sein Begleiter blieb unverletzt.

Am Samstag, 26. März 2016, wurde der Kantonspolizei Bern gegen 08:10 Uhr ein Lawinenunfall im Gebiet Iffigenalp (Gemeinde Lenk) gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen hatten sich zwei Männer auf einer Skitour von der Iffigenalp in Richtung Wildstrubelhütte befunden, als sich ein kleines Schneebrett löste und den vorderen Mann mehrere hundert Meter mitriss.

Die umgehend alarmierten Rettungskräfte konnten den Verunglückten im Rahmen der Suche in der Folge lokalisieren, aber nur noch seinen Tod feststellen. Beim Verstorbenen handelt es sich um einen 35-jährigen Schweizer aus dem Kanton Bern. Der zweite Mann blieb unverletzt.

Im Einsatz standen weiter je ein Helikopter der Rega und der Air Glaciers, ein Spezialist des SAC sowie das Care Team des Kantons Bern.

Quellen: Kantonspolizei Bern, SLF
Bild Karte Quelle: map.geo.admin.ch, Copyright geodata © swisstopo

Wichtige Hinweise

Die Daten (alle von Kantonspolizei/SLF/Rettung) können Fehler und Ungenauigkeiten enthalten – besonders kurz nach Unfällen sind die verfügbaren Informationen meist nur lückenhaft und relativ ungenau. Sobald genauere Informationen vorliegen, werden diese möglichst aktualisiert.

Der genaue Unfallhergang wird von der Polizei analysiert, was in der Regel mehrere Monate dauert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse (z. B. genaue Unfallstelle, Unfallhergang) fliessen anschliessend in die Unfallberichte sowie die Unfalldatenbank des SLF sowie in die Übersicht der letzten 20 Jahre des SLF ein.

Leider ist es ein sehr trauriger Anlass, diese Zeilen zu schreiben. Aus Respekt gegenüber den Verunfallten ist uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir hier nur Fakten/Informationen liefern wollen. Und keinerlei Schuldzuweisungen, Mutmassungen oder Vermutungen anstellen. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Informationen können helfen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen (Ziel Prävention).

Den Angehörigen und Familien der Verunglückten möchten wir mitteilen, dass wir Ihren Verlust zutiefst bedauern und sprechen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.


  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Like us!

oder
Newsletter abonnieren

Merci!