Wenn man Berge liebt und häufig auf Entdeckungstouren geht, will man natürlich auch gern die atemberaubenden Alpenpanoramen mit der Kamera einfangen. Im Folgenden geben wir passionierten Wanderern und Kletterern dafür wichtige Tipps.

Man muss für gute Bilder kein Röbi Bösch sein, doch kann man sich seinen Umgang mit einer eventuell hohen Erwartungshaltung an Bilder zu Eigen machen. Er sagte nämlich einmal, dass er selten mit den Bildern von seinen Touren zurückkomme, die er sich vorher in Gedanken ausgemalt hatte. Es gehe eher darum, möglichst viel unterwegs zu sein und die Augen offen zu halten. Routine sowie wahrhaftig einzigartige Motive kämen dann von ganz allein.

Die Grundfragen: Was kann man am Berg? Und was kann man an Ausrüstung tragen?

Essentiell ist eine gute Einschätzung der eigenen Wander- und Bergsteigerfähigkeiten. Die Suche nach dem perfekten, aussergewöhnlichen Bild als Souvenir von einer Tour sollte einen nicht in ernsthafte Gefahr bringen. Damit einher geht eine konkrete praktische Überlegung: Wieviel darf die Kameraausrüstung überhaupt wiegen? Bei einer Bergtour zählt – auch wenn es überspitzt klingen mag – jedes Gramm. Daher sollte es wohlüberlegt sein, ob man eine Spiegelreflexkamera mit kompletter Ausstattung oder zum Beispiel eher eine kompakte Systemkamera mitnimmt. Man kann das natürlich auch von der jeweiligen Tour abhängig machen. Je nachdem, wie viel Gepäck und Ausrüstung aufgrund der Länge, des Schwierigkeitsgrades und der zu erwartenden Witterungsbedingungen benötigt. Wenn das Budget es zulässt, kann es sich entsprechend auch lohnen, mehrere Kameras oder Kamerasets zur Verfügung zu haben, aus denen man im Vorfeld dann spontan auswählen kann.

Welche Kamera? Was gilt es zu beachten?

Welche Kamera man verwenden sollte, ist letztlich eine Frage der persönlichen Präferenz und mit der Zeit auch der Gewöhnung. Röbi Bösch zum Beispiel benutzt seit jeher digitale und analoge Nikon Kameras. Für den Einstieg ist jedoch eine Outdoor-Systemkamera am besten geeignet. Ein paar Highlights aus dem letzten Jahr wurden hier auf chip.de zusammengestellt. Besonders auf Solidität, Wasserdichte und Staubschutz sollte man beim Kamerakauf achten. Des Weiteren sollte stets nur ein eingeschränkter Zoom verwendet werden, da das Objektiv ansonsten zu instabil wäre. Vor der Bergtour ist es wichtig, sich selbst gründlich mit der Kamera – d. h. Belichtung, Winkel, Blitz und dergleichen – auseinandersetzen.

Wenn die Bilder dann etwas geworden sind, sollte man sie natürlich nicht einfach digital verstauben lassen. Man kann sie sich zum Beispiel bei WhiteWall auf vielfältige Weise ausdrucken lassen. Für Bergszenarien empfehlen sich je nach Licht und dominierenden Farben Abzüge auf Leinwand, unter Acryl oder sogar auf Aluminium.


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Titelbild: © Robert Boesch für Mammut