Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho Test

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Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho Test
7.4 / 10 Bewertung
PRO
  • extrem klein und leicht
  • erstaunlich stark/robust
  • vielseitig
  • sehr dicht
CONTRA
  • Abspannösen etwas klein
  • bei Wind als Poncho etwas flatterig
  • fehlender Bauchgurt
Testurteil
Der Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho, grad mal eine Handvoll High-tech-Nylon, hat mich begeistert. So viel Schutz mit so wenig Gewicht/Volumen war bisher undenkbar. Und das mit einer alltagstauglichen Festigkeit! Dieses Teil ersetzt meine bisherigen Regenjacken und Zelte bei vielen Einsätzen mit ultraleichter Ausrüstung perfekt.
Funktion8.2
Qualität/Verarbeitung8
Gewicht/Packmass9
Umwelt/Nachhaltigkeit7
Preis-Leistung5

Fakten

Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho, Farbe: blau, Artikelnummer: APONCHO15DBL

  • Gewicht: 182 g nachgewogen (282 g laut Website, 230 g laut Aufdruck)
  • Grösse: 145 x 265 cm, gepackt 9 x 13 cm
  • Material: Ultra-Sil Nano Nylon (15-Denier), Cordura

Angaben vom Hersteller:

Ein Multitalent gegen Regen: eine Regenjacke/Rucksackregenhülle/Plane/Tarp aus dem Hause Sea to summit in einem! Für alle, die in gemäßigten Klimazonen wandern oder beim Trekking unterwegs sind. Das Wichtigste: Der Ultra-Sil Nano Tarp Poncho mit silikonisierter Oberfläche besitzt wasserdichte Nähte, doppelt genäht und verklebt. Druckknöpfe an den Seiten lassen sich nutzen, um den Regenschutz als Poncho zu erhöhen. Den Kopf schützt eine ergonomische, dreiteilige Kapuze mit Schild. Unser Tipp: Diesen Poncho können Sie auch als Plane einsetzen, er besitzt Befestigungspunkte für Abspannleinen an den Ecken. Keine Sorge: Der Sea to summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho ist so großzügig geschnitten, dass sogar ein großer Rucksack darunter passt!

  • super kompakt und ultra light
  • einfaches Wechseln von Regenbekleidung zu Unterschlupf
  • auch für grosse Rucksäcke geeignet
  • Wasserddichte doppelte Nähte mit Tape verschweisst
  • Ultra-Sil Material mit maximaler Qualität
  • Ergonomische dreiteilig geformte Kaputze
  • Silikonisierte Oberfläche zum einfachen Trockenschütteln
  • Made in China
  • Garantie lifetime

Praxistest Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho

Ich hasse Regen. Meistens plane ich meine Touren so, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist. Gerade dann nervt es aber, doch eine Regenjacke oder einen Regenschirm, allenfalls sogar ein Zelt, mittragen zu müssen, obwohl man es vermutlich dann doch nicht braucht. Die Lösung könnte der Sea to Summit Ultra-Sil Tarp Poncho sein. Mit gerade mal 180 Gramm und einem Volumen von 9 x 13 cm kommt dieses Produkt vom innovativen Hersteller Sea to Summit in einer kleinen, perfekt angepassten Hülle daher. Während auf der Site vom Hersteller eigentlich nur der schwerere Bruder mit 280 Gramm zu finden ist (ohne Nano), wurde hier nochmals an der Gewichtsschraube gedreht. Klasse! Wem das zu gross oder schwer ist, der soll zu Hause bleiben.

Einsatz des Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho als Poncho: verschliesst man die etwas klein geratenen Druckknöpfe, erhält man eine grosse Pellerine. Mit einer durchdachten Kaputze und genügend Material, unter das auch ein grosser Rucksack passt, erhält man einen veritablen Schutz. Die hintere Länge kann man, je nach Rucksack, verlängern oder verkürzen – einfach die eingeabeitete Kordel ziehen.

Was ich etwas vermisse, ist eine Möglichkeit, den Poncho um den Körper zu schürzen. Da lohnt sich, vor allem bei Wind, eine Behelfsschnur. Die Wasserdichte ist perfekt. Luftig genug, um nicht zu schwitzen, ist es dabei auch. Ob man allerdings in dieser Kluft dann noch speeden mag, muss wohl individuell entschieden werden.

Nach dem Regen lässt sich der Ultra-Sil Nano Tarp Poncho dank der silkonisierten Oberfläche leicht ausschütteln und nimmt auch im wieder gepackten Zustand selbst kaum Feuchtigkeit auf.

Einsatz des Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho als Tarp: alle Druckknöpfe öffnen, die Kaputze zuzurren und man erhält eine grosse, rechteckige Plane, die man auf verschiedenste Weise als Schutz einsetzen kann, sei dies gegen Wind oder Regen. Hilfreich dabei sind sicher Stöcke, dass man ein paar zusätzliche Abspannschnüre braucht – sollte auch klar sein, sonst geht nix. Als Heringe eignen sich kurze Holzstücke, das können auch Alpenrosen und ähnliches sein, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Etwas grösser hätten die Abspannschlaufen meiner Meinung nach sein dürfen, siehe Fotos. Dafür sind alle Befestigungspunkte mit zusätzlichen Verstärkungen ausgebildet, das hält auch bei stürmischem Wetter weit besser als die improvisierten Verankerungen am Boden. Je nach Ausrichtung kann die Kapuze etwas stören, ein Wassereinfall kann daraus resultieren, wenn man nicht vorausdenkt.

Einsatz des Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho als Bodenblache: ebenfalls benutze ich den Tarp als wasserdichte Plane, um unter freiem Himmel die Nacht zu geniessen. Grad bei kleinen Isomatten gerät der Daunenschlafsack so nicht in Berührung mit dem feuchten Untergrund. Der Tarp selbst bleibt dank Silikonbeschichtung erstaunlich sauber.

Weitere Einsatzmöglichkeiten wie Regenwassergewinnung sind durchaus denkbar. Der Sea to Summit Ultra-Sil Nano Tarp Poncho ist eine alte Erfindung, mit neuestem Material perfektioniert, yes!

Preis

Das Sea to Summit Ultra-Sil Tarp Poncho kostet 129 CHF.

Händlersuche/Storefinder

Links

Hersteller Sea to Summit

Auskunft und Vertrieb in der Schweiz über Kundert Vario AG

Funktion0
Qualität/Verarbeitung0
Gewicht/Packmass0
Umwelt/Nachhaltigkeit0
Preis-Leistung0

ÜBER DEN AUTOR

Stefan Hollenstein

Stefan Hollenstein testet für ich-liebe-berge.ch – mit Bruder und Schwester wuchs er in einer naturverbundenen Familie in Chur auf. Von klein auf in den Bergen unterwegs, der Vater eher botanisch, die Mutter eher alpin interessiert, bald schon aktiv in der JO-Rätia des SAC. Rasch wurden die Touren schwieriger und extremer – Sportklettern, Skitouren, Mixed … Und dann immer mehr das Umdenken, die Einsicht, dass  «schwieriger» nicht automatisch «schöner» bedeutet. Parallel dazu die Gleitschirm-Ausbildung, und die liess ihn nicht mehr los. Schon 1992 erwarb er Doppelsitzer- und Fluglehrer-Brevet, seit 1994 leitet er das Flugcenter Grischa, zuerst in Davos, Klosters und heute in Fanas. Draussen sein, Berge und Sonne geniessen, die Passion wurde mit dem Beruf verbunden. Nach wie vor ist er sehr viel zu Fuss unterwegs, sei dies beim Trailrunning, bei mehrtägigen Speedhike- Biwak- und Trekkingtouren im In- und Ausland, gerne natürlich mit der leichtesten Gleitschirmausrüstung um sich die Abstiege zu ersparen … Ob zu Fuss oder in der Luft, eine optimale Ausrüstung ist ihm wichtig. Priorität haben dabei ganz klar die Funktionalität und die Qualität, Optik und Label sind eher weniger entscheidend.

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