Test Marmot Megawatt Jacket
6 / 10 Bewertung
PRO
  • angenehmer Schnitt
  • funktional
  • atmungsaktiv
  • wasserresistent
CONTRA
  • geringe Winddichte
  • empfindliches, feines Obermaterial
  • schlechte Komprimierbarkeit
Testurteil

Die Marmot Megawatt Jacket überzeugt mit neuen Textilien, smartem Design und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Eine Jacke, die für fast alle Zwecke Verwendung findet – dies auch dank neuartigem Einsatz und Zusammenspiel von verschiedenen Materialien.

Funktion6.4
Qualität/Verarbeitung6.8
Gewicht/Packmass4.5
Umwelt/Nachhaltigkeit6
Preis-Leistung6.2

Fakten

Marmot Megawatt Jacket, Farbe Peak Blue 2639, Grösse L, Artikelnummer 73810-2639-5

  • Gewicht: 630 g nachgewogen (718.7 g laut Hersteller)
  • Material/Zusammensetzung:
    • Aussenmaterial: 100 % Nylon (Pertex Microlight©)
    • Füllung: 100 % Entendaunen (800+ cuin, Down Defender)
    • 2. Füllung: 100 % Polyester (Polartec Alpha®)
    • Innenfutter: 100 % Polyamid (Mesh, DriClime®)

Angaben vom Hersteller:

Double down on the new world order — the Megawatt Jacket has the unique feature of double the insulation for active use in cold conditions. This hybrid jacket boasts the supreme thermal regulation of Polartec® Alpha® — stuffed throughout the entire jacket — and the unmatchable warmth of a water-resistant, 800-fill-power goose down — strategically placed in the torso and attached, adjustable hood. Throw in a wicking mesh lining and Pack Pockets™, and the Megawatt Jacket is a powerhouse of winter warmth.

  • Feature List: 800 Fill Power Goose Down in Hood and Torso with Down Defender, Attached Adjustable Hood with Peripheral Cord, Elastic Bound Cuffs, Elastic Draw Cord Hem, Interior Lycra Cuffs, Interior Mesh Storage Pocket, Internal Zippered Pocket, Pack Pockets, Polartec Alpha Insulation, Ultralight Pertex Microlight Fabric
  • Main Materials: Pertex Microlight© 100% Nylon Triple Ripstop 1.2 oz/yd
  • Center Back Length (Base of neck to bottom of hem): 27.25in
  • Fit: Regular Fit

Praxistest Marmot Megawatt Jacket

Die Marmot Megawatt Jacket gehört nicht zu der Sorte, bei der man denkt, sie könnte künftig Teil jeder Wintersportausrüstung sein. Nein, im Gegenteil, das schlichte Design und das weiche Oberflächenmaterial lassen die Jacke eher ein wenig wie einen gemütlichen Hoodie wirken und weniger wie eine Funktionsjacke für anspruchsvolle Bedürfnisse. Allerdings sollte man sich – speziell im Fall der Marmot Megawatt Jacket – nicht von den Äusserlichkeiten ablenken lassen.

Denn dank des eher passiven Schnitts der Jacke liegt sie in jeglichen Situationen bequem eng an, lässt aber für Bewegungen genügend Spielraum. Dieser angenehme Schnitt sieht zwar im Alltag getragen wenig sportlich aus, ist aber funktionell für viele Einsatzbereiche.

Limitierender Faktor betreffend des Einsatzbereichs ist eher das Oberflächenmaterial. Es ist sehr dünn, damit es möglichst leicht und atmungsaktiv bleibt. Aufgrund dieser dünnen Schicht sind aber reibungsintensive Sportarten wie Klettern damit nicht zu empfehlen.

Da sich die Marmot Megawatt Jacket auch in der Praxis als wirklich sehr atmungsaktiv herausgestellt hat, ist sie vor allem für aerobe Bewegungen in kälteren Zeiten zu empfehlen. Die hohe Atmungsaktivität hat allerdings auch ihre Downside, da somit auch die Winddurchlässigkeit zunimmt – die Jacke ist nicht winddicht. Im Praxistest hatte der Windchill-Faktor weit stärkeren Einfluss im Marmot Megawatt Jacket als in einer herkömmlichen Daunenjacke. Bei einem frischen Wind und ohne Bewegung fühlen sich bereits Temperaturen unter 10 Grad relativ kühl an.

Diese beiden Nachteile, sowohl der zusätzliche Windchill-Faktor als auch das empfindliche Oberflächenmaterial, lassen sich aber mit einer guten Hardshell-Schicht über der Jacke beheben. In Kombination mit einer solchen Überschicht dürfte sich ein unschlagbares Duo ergeben.

Im grossen Ganzen überwiegen die Vorteile des Materials auch ohne zusätzliche Hardshell-Jacke. Durch die Wasserresistenz der verwendeten Daune und des Oberflächenmaterials bietet die Marmot Megawatt Jacket bereits solo einen gewissen Wetterschutz. Der Verzicht auf Daune in den Extremitäten zugunsten von Polartec Alpha reduziert das Volumen der Jacke ein wenig, ein Packwunder ist die Jacke aber nicht. Der Hybrid- bzw. Mapping-Ansatz ist aber gut, denn der Kern des Körpers bleibt dank Daune warm, die Arme bleiben beweglich dank Polartec Alpha. Im Praxistest fiel zwischen den beiden Füll-Materialien kein Wärmeunterschied auf.

Positiv an der Marmot Megawatt Jacket aufgefallen sind mir die netten Ärmelabschlüsse, in die man bei kälteren Temperaturen mit den Händen schlüpfen kann. Dies verhindert einen Spalt zwischen Handschuh und Jacke und speichert die Wärme in der Jacke effektiver. Aber auch falls man diese Abschlüsse nicht mag: wenn man sie nicht nutzt, stören sie kaum.

Abschliessend muss ich sagen, dass sie Kombination von Daune und Polartec Alpha durchaus das Potenzial hat, im Bergsport die reinen Daunenjacken zu verdrängen. Die Marmot Megawatt Jacket ist aufgrund ihrer hohen Atmungsaktivität bestens für bewegungsintensive Sportarten geeignet – kombiniert mit einer Hardshell-Jacke darüber ergibt sich sogar ein beinahe unschlagbares Team, das die Layerstrategie prägen kann. Persönlich werde ich in Zukunft v.a. bei Skitouren und Gleitschirmflügen auf das Marmot Megawatt Jacket setzen. Bei Bedarf in Kombination mit einer Wind- und Wetterschutzjacke.

Preis

Das Marmot Megawatt Jacket kostet 420 CHF.

Links

Hersteller Marmot

comments (1)

  • Hey, danke für den Test! Bin schon länger auf der Suche nach einem neuen Jacket für meinen Ski-Urlaub, bis jetzt hat mich aber noch nichts wirklich überzeugt. Ich habe vor allem nach atmungsaktiven Jackets gesucht, die dazu noch cool aussehen. Das Marmot Megawatt Jacket vereint beides, von daher werde ich sie mir wahrscheinlich kaufen. Beste Grüße

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