Neues Buch Wanderwelt Val Müstair – Naturjuwel für alle Jahreszeiten

Das Val Müstair (Münstertal) verbindet das Engadin mit dem Südtiroler Vinschgau. Der regionale Naturpark bietet viel ungezähmte Natur und eine grosse Artenvielfalt. Hochalpine Landschaften findet man dort ebenso wie mediterrane Vegetation. Dabei ist das sonnenverwöhnte Tal eine Wanderwelt für alle Jahreszeiten. Im Frühling locken Blumenwiesen neben uralten Lärchen- und Arvenwäldern. Im Sommer und Herbst bieten Gipfel, Passübergänge und Höhenwege atemberaubende Touren. Der Winter wiederum präsentiert eine tief verschneite Märchenwelt, deren Zauber man am besten mit Schneeschuhen oder auf Winterwanderwegen entdeckt. Äusserst sehenswert sind auch das UNESCO-Welterbe Kloster St.Johann in Müstair, die pittoresken Dörfer mit ihren Sgrafitto-verzierten Häusern oder die Kirchen und Burgruinen um Taufers.

Das Buch enthält 20 Wanderungen, 6 Schneeschuhtouren und 4 Winterwanderungen, einen ausführlichen Serviceteil sowie zahlreiche Hintergrundartikel zu Natur, Kultur und Geschichte.

  • Wanderwelt Val Müstair, Wanderungen und Schneeschuhtouren zwischen Ofenpass und Glurns
  • Autoren: Daniel Fleuti, Andrea Kippe
  • Verlag: Rotpunktverlag
  • Mit Farbfotos, Routenskizzen und Serviceteil
  • 320 Seiten
  • Klappenbroschur
  • Format 12 × 19 cm
  • Preis: CHF 38.–, € (D) 34,–, € (AT) 34,90,–
  • ISBN 978-3-85869-780-6

Interview zum Buch Wanderwelt Val Müstair mit den Autoren

Wir wollten es genauer wissen und haben den Autoren des neuen Wanderführers einige Fragen gestellt. Hier ihre Antworten!

Der Wanderführer Val Müstair ist von Andrea Kippe und Dir, Daniel Fleuti. Wie arbeitet man an so einem Führer zusammen? Habt Ihr Euch aufgeteilt oder mehr zusammen gearbeitet?

Sowohl als auch. Vieles haben wir zusammen gemacht: Das Konzept, die Auswahl der Touren und Hintergrundthemen, die Wanderungen im Tal, viele Recherchen und Besuche vor Ort. Die Redaktion der einzelnen Beiträge haben wir dann aufgeteilt, so dass jedes von uns etwa die Hälfte der Inhalte zum Buch beigesteuert hat. Einzig für die Fotos war nur ich zuständig.

Wer hatte die Idee zum Wanderführer Val Müstair?

Ich trug die Idee, einen Wanderführer zu schreiben, schon lange mit mir herum. Ich verfasse viele Wander- und Schneeschuhreportagen für Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz. Dabei entstand der Wunsch, einmal ein richtiges Wanderbuch zu realisieren. Nebst dem Schreiben widme ich mich immer öfter auch der Fotografie. Ein Buch erschien mir als geeignet, beide Passionen mal richtig auszuleben. Andrea musste ich nicht lange überreden: Sie stand von Beginn weg hinter dem Projekt. Es war auch für sie als Journalistin und Wildnispädagogin eine neue, besondere Herausforderung.

Was war Eure Motivation? Warum das Val Müstair?

Wir kannten das Val Müstair von Schneeschuhtouren, die wir mit unserem kleinen Outdoor-Unternehmen Wildout Naturerlebnisse durchführen. Das Tal ist ein Schmuckstück: viel wilde, ursprüngliche Natur, viel Sonne, eine lebendige Kultur, gutes Essen und herzliche Menschen. Der Rotpunktverlag war für uns erste Wahl, denn wir wollten nicht nur Touren vorstellen, sondern uns auch den Geschichten im Tal widmen. Die Mischung aus Hintergrundartikeln und Wandervorschlägen macht die Naturpunkt-Wanderführer spannend. Für die Autoren wie auch für die Leserinnen und Leser.

Klar war für uns sehr schnell, dass im Buch auch das Südtiroler Münstertal vorkommen muss. Es gehört geografisch zum Tal, und überrascht mit einsamen, spannenden Touren. Zum Beispiel zu den Urfichten von Rifair, fast 600 Jahre alten Baumriesen.

Wie lange habt Ihr an dem Wanderführer gearbeitet?

Lange. Das Konzept verfasst haben wir im Frühjahr 2015, erscheinen wird das Buch nun im Frühjahr 2018. Zählt man alles zusammen, haben wir rund 1700 Stunden Arbeit investiert. Doch es hat Spass gemacht. Wir haben viele wunderbare Menschen kennen gelernt, mit denen wir noch heute im Kontakt stehen. Wir wurden unterstützt und überall willkommen geheissen, und man sagte uns immer wieder, wie sehr man sich im Tal auf das Buch freut. Solche Komplimente motivieren. Immer wieder.

Ihr habt Euch für eine Mischung aus Wanderungen für den Sommer und Schneeschuhtouren sowie Winterwanderungen entschieden. Das ist eher ungewöhnlich. Wieso Sommer und Winter in einem Buch?

Mitgespielt hat, dass wir das Val Müstair primär von unseren Schneeschuhtouren kannten. Die Sommerwanderungen waren für uns, vor dem Start des Buchprojekts, noch Neuland. Also entschieden wir, dass das Buch auch Schneeschuhtouren enthalten müsse, schliesslich ist das Tal für Schneeschuhläufer bestens geeignet. Die Touren sind technisch nicht allzu anspruchsvoll, und die Auswahl an Zielen ist gross. Zudem sind vermehrt Wanderer im Winter mit Schneeschuhen unterwegs. Wir wollten, dass sie in unserem Buch auch fündig werden. Die Winterwanderungen haben wir reingenommen, damit all jene Ideen erhalten, die nicht mit Schneeschuhen losstapfen wollen. Das Hauptgewicht im Wanderbuch liegt aber, mit 20 Vorschlägen, auf dem Sommer.

Was habt Ihr während der Arbeit am Wanderführer Besonderes erlebt? Welche Geschichte bleibt Euch in Erinnerung?

Timo! Er klebte wie zähflüssiger Honig an unseren Füssen. Den jungen Border Collie gabelten wir beim Lai da Valpaschun auf. Er brachte uns dauernd Stöckchen, die wir irgendwann wieder auswarfen. Als wir nach unserer Rast gehen wollten, trottete er treuherzig hinter uns her. Und liess sich nicht überzeugen, seinen eigenen Weg zu gehen. Also freundeten wir uns an, bis nach rund eineinhalb Stunden der Wildhüter auftauchte. Der suchte verzweifelt nach dem Ausreisser. Timo war in Müstair verschwunden, rund drei Wanderstunden und 1000 Höhenmeter vom Lai da Valpaschun entfernt. Wie die Geschichte weitergegangen ist? Das liest man in unserem Buch. Das Bild von Timo hängt seither an unserer Bürotüre.

Wenn ich das Val Müstair nicht kenne, zu welcher Jahreszeit lohnt sich ein Besuch besonders?

Wunderschön sind der Herbst ab Anfang/Mitte Oktober und der Frühling. Im Herbst verfärben sich die Lärchen goldgelb, die Bergspitzen sind oft bereits überzuckert und das Wetter stabil. Weiss, goldgelb und blau, das ergibt eine Farbmischung, die man nicht wieder vergisst. Im Frühling und Frühsommer wiederum verwandelt sich das Val Müstair in ein Blumenmeer. Und die Blumen bleiben lange erhalten: Zuunterst im Tal, auf 1200 Metern, blühen sie ab Anfang Juni. Bis diejenigen im Hochgebirge drankommen, dauert es bis Ende Juli. Viel Zeit also für spannende Entdeckungen.

Vielen Dank für das Interview. 

Verlosung des Buches Wanderwelt Val Müstair

Gemeinsam mit dem Rotpunktverlag verlosen wir drei Exemplare des Buches Wanderwelt Val Müstair. Füll einfach das Formular unten aus und schick es ab.

Teilnahmebedingungen: Das Übliche. Teilnahmeschluss ist der 31.06.2018. Die Gewinnzuteilung kann nicht angefochten werden und es wird keine Korrespondenz geführt. Die GewinnerInnen werden per E-Mail informiert.

Über die Autoren Andrea Kippe und Daniel Fleuti

Andrea Kippe, geboren 1967, hat in Zürich Skandinavistik, Geografie und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte studiert. Sie ist freischaffende Journalistin, Autorin und Wildnispädagogin, zudem ist sie in Waldtherapie/Waldbaden ausgebildet.

Daniel Fleuti, geboren 1970, ist freischaffender Journalist, Fotograf und PR-Fachmann sowie Wander- und Schneeschuhtourenleiter. Er ist im Berner Oberland aufgewachsen. Seine Wander- und Schneeschuhreportagen sind in Zeitungen und Zeitschriften zu lesen.

Quelle und Infos: Rotpunktverlag

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