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ISTA : Ein neues Lawinen-Ausbildungsprogramm zur Prävention von Unfällen in den Bergen

Mit ISTA (International Snow Training Academy) kommt ein weiteres Ausbildungskonzept in der Lawinenausbildung auf den Markt – während das vorgestellte Swiss Mountain Training von einem Verband stammt, steckt hinter ISTA eine Firma. Der Ansatz ist kommerzieller, aber trotzdem einen Blick wert.

ISTA ist das erste internationale Ausbildungsprogramm, das sich an alpine Sportler richtet – ob in den Bergen, im Tiefschnee oder auf der Piste. Ab dem 15. Dezember werden die ISTA-Kurse an über 40 Standorten in der Schweiz (darunter 28 Skistationen) und 15 Standorten im italienischen Aostatal angeboten – ich selber biete auch ISTA Kurse an. Der Freerider Dominique Perret hat die Ausbildung zusammen mit über vierzig internationalen Experten entwickelt. Für die Verhütung von Berg- und Lawinenunfällen hat ISTA Lösungen, die einem grossen Bedürfnis entsprechen.

Vor fast einem Jahr hat Dominique Perret erstmals sein Projekt für ein Ausbildungsprogramm vorgestellt. Es richtet sich an die Bergfreunde weltweit. Das Programm wurde im Winter 2014-2015 von Bergführern und Skilehrern in Verbier und Zermatt getestet. Ab dem 15. Dezember 2015 wird es nun der breiten Öffentlichkeit an 28 Standorten in der Schweiz und an 15 Standorten in Italien von über 300 Instruktoren angeboten. Dabei handelt es sich um IVBV-zertifizierte Bergführer sowie ausgebildete und geprüfte Wanderleiter und Skilehrer. Mit der einmaligen und richtungsweisenden ISTA-Ausbildung sollen die immer zahlreicheren Sportlerinnen und Sportler, die sich ausserhalb der Piste bewegen, risiko- und unfallfreier fahren.

Eine notwendige Ausbildung

Immer mehr Skifahrer und Snowboarder sind abseits der Piste unterwegs. Die Ausbildungsangebote in diesem Bereich richten sich sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland in erster Linie an professionelle oder erfahrene Fahrer. ISTA bietet nun ein Ausbildungsprogramm an, dass für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist und von mit ISTA verbundenen Wanderleitern, Skilehrern und Bergführern ausgeführt wird. Im Zentrum steht die Vermittlung der notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um Risiken einzuschätzen und Unfälle zu verhindern.

«Lawinen sind kein unabwendbares Schicksal. Die Sportler ändern sich, die Gewohnheiten ändern sich, aber das Risiko ändert sich nicht! Ein neuer Zugang ist daher lebensnotwendig», betont Dominique Perret.

Die International Snow Training Academy ist bahnbrechend, weil es erstmals eine einzigartige Lösung für das dringende Sicherheitsbedürfnis im Bergsport bietet.

Internationale Experten

Die ISTA-Ausbildung wurde in Anlehnung an das Ausbildungsprogramm des Verbandes der professionellen Tauchlehrer (Professional Association of Diving Instructors – PADI) entwickelt. Die internationale Zertifizierung ist mehrstufig und wurde von über vierzig Experten aus neun Ländern auf drei Kontinenten erarbeitet. Spezialisten aus Pädagogik, Sportpsychologie, Wissensvermittlung, Ernährung, Metereologie, Schneeforschung und Risikomanagement haben mit Bergführern und Skilehrern das einzigartige Angebot zusammengestellt.

Das Projekt ist für einen Bereich bestimmt, der stark expandiert und sich immer weiter entwickelt. Aktuell besteht der Kurs aus zwei Modulen. Der Einsteigerkurs DISCOVERY besteht aus einem Initiationstag, der von Wanderleitern, Skilehrern und IVBV-Bergführern angeboten wird.

Der darauf folgende Kurs ST1 vermittelt während zwei Tagen Basiskenntnisse und wird ausschliesslich von IVBV-Bergführern UIAGM instruiert.

Die Module ST2 (Konsolidierung) und ST3 (Autonomie) werden ab der Saison 2017/2018 angeboten.

Für die Kurse wurden illustrierte Lehrbücher in vier Sprachen (deutsch, französisch, italienisch, englisch) verfasst. Sie enthalten einfache, klare und präzise Beschreibungen.

Ein internationaler Markt

Die International Snow Training Academy (ISTA) bietet den Schülern die Möglichkeit ihre Ausbildung gemeinsam mit Gleichgesinnten an verschiedenen Orten rund um den Globus weiterzuverfolgen. Möglich macht dies eine universelle Sprache und eine standardisierte Zertifizierung, die in den meisten Ländern möglich ist. Die Schweiz und Italien gehören zu den ersten Ländern, in denen ISTA diesen Winter lanciert wird. Gleichzeitig werden die Ausbildner für Deutschland, Österreich und Spanien qualifiziert – im Hinblick auf eine europäische Vermarktung im Winter des nächsten Jahres.

ISTA wird zudem 2017 in den Vereinigten Staaten und Kanada eingeführt (Ausbildung 2016), danach folgen Neuseeland und Südamerika im Jahr 2018 (Ausbildung 2017).

Update: Rüdiger Bodmer bietet den Einführungskurs ISTA Discovery auf Anfrage an. 

Quelle: ISTA International Snow Training Academy

ÜBER DEN AUTOR

Rüdiger Bodmer

Rüdiger Bodmer testet Ausrüstung für ich-liebe-berge.ch – der ausgebildete Wanderleiter des Schweizer Bergführerverbands (SBV) sowie Wanderleiter mit eidg. Fachausweis führt professionell Touren. Im Winter leitet er Schneeschuhtouren im In- und Ausland. Dazu gibt der Lawinenexperte Kurse und Vorträge. Auch Kurse mit Zertifikat leitet er als Ausbildner des Swiss Mountain Training vom Schweizer Bergführerverband. Im Sommer leitet er Wanderungen, Alpinwanderungen, Wanderreisen und Trekkings. Viele seiner Touren führt er in Zusammenarbeit mit den Bergsteigerschulen Berg+Tal und Höhenfieber durch. Ehrenamtlich leitet er zudem Touren für den Schweizer Alpen-Club (SAC). Berge sind etwas Wunderbares für Rüdiger. Für ihn sind es Orte, denen er sich verbunden fühlt, an denen er sich wohlfühlt. Und davon gibt es einige. Er geniesst es draussen unterwegs zu sein. Privat ist er viel mit Schnee- und Wanderschuhen unterwegs, unternimmt aber gerne auch Skitouren, Hochtouren, geht Klettern oder Eisklettern und was man sonst noch so draussen anstellen kann. Als Guide will er aber vor allem eins – schöne Erlebnisse teilen und ein Stück seiner Begeisterung weitergeben. Bei seinen Touren legt er besonderen Wert auf die Sicherheit – neben einer guten Vorbereitung bildet er sich ständig weiter. Neben der Aus- und Fortbildung achtet er darauf, dass, wenn immer möglich, bei seinen Touren die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt und die Natur möglichst nicht beeinträchtigt wird. Über die Jahre hat Rüdiger ein grosses Interesse und Know-how im Bereich Ausrüstung entwickelt. Er hat ich-liebe-berge.ch gegründet.

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